Android Play Store: Fast die Hälfte der Apps ist verschwunden
Der Google Play Store verzeichnet seit einiger Zeit einen drastischen Rückgang an verfügbaren Apps. Wurden vor einem Jahr noch rund 3,4 Millionen verschiedene Angebote gezählt, sind es inzwischen nur noch etwa 1,8 Millionen.
Diese Entwicklung im Android-Ökosystem ist nicht das Ergebnis eines allgemeinen Markttrends, sondern geht maßgeblich auf strengere Richtlinien und Qualitätsoffensiven seitens Googles zurück. Bereits im Juli 2024 kündigte das Unternehmen an, höhere Mindestanforderungen für Apps im Play Store durchzusetzen.
Statt sich nur auf fehlerhafte oder nicht ausführbare Anwendungen zu konzentrieren, nimmt Google seither auch Apps ins Visier, die nur minimale Funktionen oder Inhalte bieten. Dazu zählen etwa reine Text- oder PDF-Apps, Anwendungen mit nur einem Hintergrundbild oder Apps ohne erkennbare Funktion.
Google bestätigte gegenüber Appfigures, dass die neuen Vorgaben maßgeblich zum App-Schwund beigetragen hätten. Zu den neuen Maßnahmen des Unternehmens zählen demnach verschärfte Verifizierungsprozesse, verpflichtende App-Tests bei neuen Entwicklerkonten, sowie eine ausgeweitete manuelle Prüfung zur Erkennung betrügerischer Inhalte. Zusätzlich investierte das Unternehmen in neue KI-Technologien zur Bedrohungserkennung, verbesserte Datenschutzrichtlinien und modernere Entwicklertools.
Ein weiterer Einflussfaktor könnte die seit Februar geltende "Trader-Status"-Regel der EU sein, die Entwickler verpflichtet, ihren Namen und ihre Adresse offenzulegen. Zwar nennt Google diese Vorschrift nicht explizit als Grund, jedoch könnte sie zur Entfernung zahlreicher Apps aus dem europäischen Markt beigetragen haben.
Trotz des Rückgangs bei der Gesamtzahl meldet Appfigures einen Anstieg bei den App-Veröffentlichungen: Bis April 2025 wurden 10.400 neue Apps im Play Store registriert - ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Siehe auch:
Es liegt an Google
Damit ist der App-Katalog im Play Store um rund 47 Prozent geschrumpft, teilte das Marktforschungsunternehmen Appfigures mit. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Apple App Store im gleichen Zeitraum ein leichtes Wachstum von 1,6 Millionen auf etwa 1,64 Millionen Apps.Diese Entwicklung im Android-Ökosystem ist nicht das Ergebnis eines allgemeinen Markttrends, sondern geht maßgeblich auf strengere Richtlinien und Qualitätsoffensiven seitens Googles zurück. Bereits im Juli 2024 kündigte das Unternehmen an, höhere Mindestanforderungen für Apps im Play Store durchzusetzen.
Statt sich nur auf fehlerhafte oder nicht ausführbare Anwendungen zu konzentrieren, nimmt Google seither auch Apps ins Visier, die nur minimale Funktionen oder Inhalte bieten. Dazu zählen etwa reine Text- oder PDF-Apps, Anwendungen mit nur einem Hintergrundbild oder Apps ohne erkennbare Funktion.
Google bestätigte gegenüber Appfigures, dass die neuen Vorgaben maßgeblich zum App-Schwund beigetragen hätten. Zu den neuen Maßnahmen des Unternehmens zählen demnach verschärfte Verifizierungsprozesse, verpflichtende App-Tests bei neuen Entwicklerkonten, sowie eine ausgeweitete manuelle Prüfung zur Erkennung betrügerischer Inhalte. Zusätzlich investierte das Unternehmen in neue KI-Technologien zur Bedrohungserkennung, verbesserte Datenschutzrichtlinien und modernere Entwicklertools.
Gesperrte Konten
Als Folge dieser Initiativen wurden laut Google allein 2024 bereits 2,36 Millionen regelwidrige Apps an der Veröffentlichung gehindert und über 158.000 Entwicklerkonten gesperrt, die versucht hatten, schädliche Anwendungen zu verbreiten.Ein weiterer Einflussfaktor könnte die seit Februar geltende "Trader-Status"-Regel der EU sein, die Entwickler verpflichtet, ihren Namen und ihre Adresse offenzulegen. Zwar nennt Google diese Vorschrift nicht explizit als Grund, jedoch könnte sie zur Entfernung zahlreicher Apps aus dem europäischen Markt beigetragen haben.
Trotz des Rückgangs bei der Gesamtzahl meldet Appfigures einen Anstieg bei den App-Veröffentlichungen: Bis April 2025 wurden 10.400 neue Apps im Play Store registriert - ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zusammenfassung
- Google Play Store verzeichnet Rückgang von 3,4 auf 1,8 Millionen Apps
- App-Katalog schrumpfte um 47 Prozent, Apple App Store wuchs leicht
- Googles strengere Richtlinien und Qualitätsoffensive sind Hauptgründe
- Neue Maßnahmen: verschärfte Verifizierung und KI-Bedrohungserkennung
- 2,36 Millionen regelwidrige Apps wurden 2024 an Veröffentlichung gehindert
- EU-Regel 'Trader-Status' könnte ebenfalls zu App-Entfernungen geführt haben
- Trotz Rückgang: Anstieg bei App-Veröffentlichungen um 7,1 Prozent
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