Support-Ende: Nvidia schickt etliche GTX-Grafikkarten in Rente [Update]
Der neue Beta-Treiber 590.44.01 besiegelt das Support-Ende für die beliebten Grafikkarten der GTX-900- und 1000-Serie unter Linux. Nutzer müssen sich umorientieren, denn auch das Windows-Aus für Maxwell und Pascal dürfte nun nicht mehr fern sein.
Mit der Veröffentlichung der neuesten Beta-Version 590.44.01 des proprietären Grafiktreibers für Linux-Systeme werden zwei legendäre GPU-Generationen aufs Abstellgleis geschoben. Betroffen sind die Modelle der GeForce-GTX-900- sowie der extrem weitverbreiteten GTX-1000-Serie. Damit endet die offizielle Unterstützung für die Hardware, die über fast ein Jahrzehnt viele Systeme prägte und für etliche Anwender den Einstieg in hochwertiges PC-Gaming darstellte.
Folgende Modelle werden ab sofort nicht mehr unterstützt:
Dass der neue Beta-Treiber die Unterstützung für die beiden Architekturen entfernt hat, geht aus den aktuellen Release-Notes von Nvidia hervor. Das Unternehmen vollzieht damit einen Schritt, der sich aufgrund des Alters der Hardware bereits abgezeichnet hatte, nun aber im Open-Source-Umfeld Fakten schafft. Die betroffenen GPUs werden fortan nur noch durch sogenannte Legacy-Treiber abgedeckt, die lediglich kritische Sicherheitslücken schließen. Nicht vom Support-Ende betroffen sind hingegen die auf der Turing-Architektur basierenden GTX-16-Modelle.
Technisch war der Schritt jedoch überfällig. Die alten Architekturen verfügen nicht über spezialisierte Rechenkerne für Raytracing oder KI-Upscaling wie DLSS, die heute zum Standardrepertoire moderner Spiele-Engines gehören. Zudem unterstützen sie keine modernen Funktionen wie Mesh Shaders, was sie für kommende Titel ohnehin disqualifiziert. Wer heute noch mit einer GTX 1060 unterwegs ist, dürfte die Grenzen des Machbaren in aktuellen Titeln bereits vor einiger Zeit erreicht haben.
Für Linux-Nutzer, die ihre Hardware weiterverwenden möchten, bleibt neben dem Legacy-Treiber noch der Wechsel auf den freien "Nouveau"-Treiber. Der wird von der Community entwickelt, erreicht jedoch bei weitem nicht die 3D-Leistung der proprietären Software und eignet sich kaum für anspruchsvolles Gaming.
Nutzt ihr noch eine der betroffenen Karten in einem Zweitrechner oder Retro-PC? Schreibt uns gerne in die Kommentare, ob ihr den jetzt endenden Support-Zeitraum als angemessen empfindet oder ob ihr euch mehr erhofft hättet.
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Siehe auch:
UPDATE 4. Dezember: Nur einen Tag später hat Nvidia mit der Veröffentlichung des neuen Game-Ready-Treibers in Version 591.44 für seine GeForce-Karten wie vermutet auch unter Windows den Support für Pascal- und Maxell-GPUs eingestellt. Dafür feiert ein altehrwürdiges Grafik-Feature seine Wiedergeburt.
Der Anfang vom Ende
Nvidia hatte mit seinen Treibern zuletzt vor allem durch mehrere Hotfixes für Schlagzeilen gesorgt. Während einige davon zu Beginn des Jahres kritische Bugs und Ruckler sowie Abstürze behoben, sorgte der letzte Notfall-Grafik-Treiber bei einigen Nutzern für einen FPS-Boost von fast 50 Prozent. Jetzt ist ein weiterer Beta-Treiber erschienen und beendet eine Ära.Mit der Veröffentlichung der neuesten Beta-Version 590.44.01 des proprietären Grafiktreibers für Linux-Systeme werden zwei legendäre GPU-Generationen aufs Abstellgleis geschoben. Betroffen sind die Modelle der GeForce-GTX-900- sowie der extrem weitverbreiteten GTX-1000-Serie. Damit endet die offizielle Unterstützung für die Hardware, die über fast ein Jahrzehnt viele Systeme prägte und für etliche Anwender den Einstieg in hochwertiges PC-Gaming darstellte.
Nur noch Sicherheitsupdates
Der Schnitt betrifft die sogenannte "Main Branch"-Unterstützung. Das bedeutet konkret, dass diese Karten keine Anpassungen mehr für neue Spiele, keine Leistungsverbesserungen und keine neuen Funktionen mehr erhalten. Besonders unter Linux wiegt dieser Schritt schwer, da aktuelle Treiber oft notwendig sind, um moderne Kompatibilitätsschichten wie Proton für das Spielen von Windows-Titeln effizient zu nutzen. Wer künftig aktuelle Games unter Linux starten möchte, wird mit den Karten der Pascal- und Maxwell-Generation zunehmend auf Probleme stoßen.Folgende Modelle werden ab sofort nicht mehr unterstützt:
- GTX 900 Serie: GTX 950, 960, 970, 980, 980 Ti, Titan X
- GTX 1000 Serie: GTX 1050, 1060, 1070, 1080, 1080 Ti, Titan Xp
Dass der neue Beta-Treiber die Unterstützung für die beiden Architekturen entfernt hat, geht aus den aktuellen Release-Notes von Nvidia hervor. Das Unternehmen vollzieht damit einen Schritt, der sich aufgrund des Alters der Hardware bereits abgezeichnet hatte, nun aber im Open-Source-Umfeld Fakten schafft. Die betroffenen GPUs werden fortan nur noch durch sogenannte Legacy-Treiber abgedeckt, die lediglich kritische Sicherheitslücken schließen. Nicht vom Support-Ende betroffen sind hingegen die auf der Turing-Architektur basierenden GTX-16-Modelle.
Das Ende einer Hardware-Ära
Besonders die GTX-1000-Serie, angeführt von der GTX 1080 Ti, gilt als einer der größten Erfolge in der Geschichte der Grafikbeschleuniger. Sie erschien ursprünglich im Jahr 2016 und bot einen gewaltigen Leistungssprung gegenüber der Vorgängergeneration. Dass Nvidia diese Karten fast zehn Jahre lang mit Treibern versorgte, ist in der schnelllebigen Hardware-Branche durchaus hervorzuheben.Technisch war der Schritt jedoch überfällig. Die alten Architekturen verfügen nicht über spezialisierte Rechenkerne für Raytracing oder KI-Upscaling wie DLSS, die heute zum Standardrepertoire moderner Spiele-Engines gehören. Zudem unterstützen sie keine modernen Funktionen wie Mesh Shaders, was sie für kommende Titel ohnehin disqualifiziert. Wer heute noch mit einer GTX 1060 unterwegs ist, dürfte die Grenzen des Machbaren in aktuellen Titeln bereits vor einiger Zeit erreicht haben.
Ausblick auf Windows und Alternativen
Während sich die Änderung aktuell technisch auf das Linux-Ökosystem beschränkt, ist die Signalwirkung für Windows-Nutzer unmissverständlich. In der Vergangenheit folgte der Ausschluss aus dem Mainstream-Treiber für Microsofts Betriebssystem meist nur kurze Zeit nach dem Schritt im Linux-Bereich. Es ist daher stark davon auszugehen, dass im Laufe des nächsten Jahres auch unter Windows der Support eingestellt wird.Für Linux-Nutzer, die ihre Hardware weiterverwenden möchten, bleibt neben dem Legacy-Treiber noch der Wechsel auf den freien "Nouveau"-Treiber. Der wird von der Community entwickelt, erreicht jedoch bei weitem nicht die 3D-Leistung der proprietären Software und eignet sich kaum für anspruchsvolles Gaming.
Nutzt ihr noch eine der betroffenen Karten in einem Zweitrechner oder Retro-PC? Schreibt uns gerne in die Kommentare, ob ihr den jetzt endenden Support-Zeitraum als angemessen empfindet oder ob ihr euch mehr erhofft hättet.
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Zusammenfassung
- Nvidia beendet mit Beta-Treiber 590.44.01 Support für GTX-900/1000-Karten
- Betroffen sind Grafikkartenmodelle mit Maxwell- und Pascal-Architektur
- GTX 1000er-Serie galt seit ihrer Einführung 2016 als besonders erfolgreich
- Keine Updates mehr für neue Spiele oder Leistungsverbesserungen verfügbar
- Support-Ende gilt zunächst für Linux, Windows dürfte bald folgen
- Ältere Karten unterstützen moderne Features wie Raytracing nicht
- Als Alternative bleiben nur Legacy-Treiber oder der freie Nouveau-Treiber
Siehe auch:
- Speicherkrise: Nvidia lässt Grafikkartenhersteller um VRAM kämpfen
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