Start zerstört Startplatz:
keine bemannten russischen Raumflüge mehr
Die USA haben nach langer Pause gerade die Möglichkeit zurückerhalten, Menschen zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen, da fallen nun die Kooperationspartner in Russland aus. Der Startplatz wurde jetzt offenbar schwer beschädigt.
Der Start selbst verlief trotz der dramatischen Bilder erfolgreich: Eine Sojus-Kapsel brachte zwei russische Kosmonauten und den NASA-Astronauten Chris Williams sicher auf den Weg zur ISS. An Bord kam niemand zu Schaden. In den Clips ist aber deutlich zu erkennen, wie beim Zünden der Booster Trümmer aus dem Graben hochgeschleudert werden - ein Hinweis auf eine mögliche Explosion oder ein abruptes strukturelles Versagen.
Kurz nach dem Start veröffentlichte Roskosmos weiteres Material, das die verkohlten Überreste einer größeren Konstruktion in der Abgasrinne zeigt. Experten gehen davon aus, dass es sich um die Serviceplattform handelt. Diese Plattform befindet sich im unteren Bereich des Startkomplexes und beherbergt wichtige Kabelverbindungen, Sensorik und Arbeitsbereiche für Techniker, die den Heckbereich der Rakete vorbereiten.
Besonders brisant ist der Vorfall, weil es sich bei der beschädigten Anlage, dem sogenannten Startplatz 31/6 im kasachischen Baikonur, um Russlands einzige aktive Startrampe für bemannte Missionen handelt. Die alternative historische Rampe "Gagarins Start" wurde bereits 2019 außer Dienst gestellt und soll später zu einem Museum umgebaut werden. Ein neuer Weltraumbahnhof im Osten Russlands, das Kosmodrom Wostotschny, befindet sich noch im Aufbau und verfügt bislang nicht über die erforderliche Infrastruktur für bemannte Flüge.
Siehe auch:
ISS-Crew hat Glück gehabt
Russlands einziges Launch-Pad für bemannte Raumflüge hat bei einem Raketenstart am Donnerstag wohl schwere Schäden erlitten. Wie Aufnahmen der Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigen, brach ein Teil der Konstruktion unter dem Startturm zusammen und stürzte in den darunterliegenden Abgasgraben. Die Behörde bestätigte den Vorfall gegenüber staatlichen Medien, ohne jedoch Details zum Ausmaß des Schadens zu nennen, wie Business Insider berichtet.Der Start selbst verlief trotz der dramatischen Bilder erfolgreich: Eine Sojus-Kapsel brachte zwei russische Kosmonauten und den NASA-Astronauten Chris Williams sicher auf den Weg zur ISS. An Bord kam niemand zu Schaden. In den Clips ist aber deutlich zu erkennen, wie beim Zünden der Booster Trümmer aus dem Graben hochgeschleudert werden - ein Hinweis auf eine mögliche Explosion oder ein abruptes strukturelles Versagen.
Kurz nach dem Start veröffentlichte Roskosmos weiteres Material, das die verkohlten Überreste einer größeren Konstruktion in der Abgasrinne zeigt. Experten gehen davon aus, dass es sich um die Serviceplattform handelt. Diese Plattform befindet sich im unteren Bereich des Startkomplexes und beherbergt wichtige Kabelverbindungen, Sensorik und Arbeitsbereiche für Techniker, die den Heckbereich der Rakete vorbereiten.
Keine Alternative
Wie es zu dem Schaden an der Serviceplattform kam und wie lange die Reparaturen dauern könnten, ist derzeit unklar. Roskosmos erklärte lediglich, man bewerte den Zustand der Anlage und verfüge über Ersatzteile, um die Schäden zeitnah zu beheben.Besonders brisant ist der Vorfall, weil es sich bei der beschädigten Anlage, dem sogenannten Startplatz 31/6 im kasachischen Baikonur, um Russlands einzige aktive Startrampe für bemannte Missionen handelt. Die alternative historische Rampe "Gagarins Start" wurde bereits 2019 außer Dienst gestellt und soll später zu einem Museum umgebaut werden. Ein neuer Weltraumbahnhof im Osten Russlands, das Kosmodrom Wostotschny, befindet sich noch im Aufbau und verfügt bislang nicht über die erforderliche Infrastruktur für bemannte Flüge.
Zusammenfassung
- Russlands einziges Launch-Pad für bemannte Raumflüge schwer beschädigt
- Teil der Konstruktion unter dem Startturm stürzte in Abgasgraben
- Startende Sojus-Kapsel brachte trotzdem Astronauten sicher zur ISS
- Serviceplattform mit wichtigen Kabelverbindungen wahrscheinlich betroffen
- Alternative Startrampe 'Gagarins Start' wurde bereits 2019 stillgelegt
- Neuer Weltraumbahnhof Wostotschny noch nicht für bemannte Flüge bereit
Siehe auch:
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