Apple will die Satelliten-Features für iPhones massiv ausbauen

Apple arbeitet an gleich fünf neuen Satellitenfunktionen für das iPhone, die weit über die aktuelle Notfallkommunikation hinaus­gehen. Künftig sollen Apple Maps ohne Internetverbindung funk­tio­nie­ren und Fotos lassen sich dann per Satellit verschicken.
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Neue Satellitenfunktionen für das iPhone

Apple plant eine umfassende Erweiterung der Satellitenfunktionen für kommende iPhone-Generationen, die weit über die schon jetzt funktionierende Notfallkommunikation hinausgeht. Das Unternehmen arbeitet an fünf neuen Features, die das Smartphone auch ohne herkömmliche Mobilfunk- oder WLAN-Verbindung deutlich vielseitiger machen sollen.

Die erste große Neuerung betrifft Apple Maps. Nutzer sollen künftig auch ohne Internetverbindung navigieren können, da die Kartendaten direkt über die Satellitenverbindung übertragen werden. Parallel dazu erweitert Apple die Messaging-Funktion: Statt nur Textnachrichten können Anwender dann auch Fotos über die Satellitenverbindung versenden.

Besonders interessant ist die geplante API für Drittanbieter-Apps. Entwickler erhalten die Möglichkeit, Satellitenfunktionen in ihre eigenen Anwendungen zu integrieren. Das wird allerdings Lücken haben, denn nicht alle Apple-Features werden auf diese Weise verfügbar sein. Die vierte Neuerung zielt auf eine natürlichere Nutzung ab: Das iPhone soll Satellitenverbindungen aufbauen können, während es in der Hosentasche oder im Auto liegt, ohne dass Nutzer das Gerät in Richtung Himmel richten müssen.


Das Ganze wird aber noch einige Zeit brauchen, denn laut dem Power On-Newsletter auf Bloomberg erfordern viele der geplanten Funktionen umfangreiche Infrastruktur-Upgrades bei Apples Satellitenpartner Globalstar, an dem Apple zu 20 Prozent beteiligt ist.

Hardware-Verbesserungen für 2026

Die iPhone-Generation von 2026 könnte bereits 5G NTN (Non-Terrestrial Networks) unterstützen, wodurch Mobilfunkmasten Satelliten für erweiterte Netzabdeckung nutzen können. Das würde dem iPhone vollständigen Internetzugang über Satellit ermöglichen. Diese Technologie stellt eine bedeutende Weiterentwicklung gegenüber den aktuellen Satellitenfunktionen dar, die seit dem iPhone 14 verfügbar sind.

Apples aktuelle Satellitenfunktionen nutzen das Globalstar-Netzwerk, das aus 24 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn besteht. Diese Konstellation wurde ursprünglich in den 1990er Jahren für Sprachkommunikation entwickelt und später für Datenübertragung angepasst. Die geplanten Erweiterungen würden jedoch eine deutlich höhere Bandbreite und Zuverlässigkeit erfordern.

Apple diskutiert intern, ob das Unternehmen einen eigenen Satellitendienst anbieten sollte, anstatt auf Drittanbieter wie Globalstar oder SpaceX zu setzen. Die Führungsebene ist jedoch dagegen, da Apple kein Mobilfunkanbieter sei und auch nicht als solcher agieren sollte.

Die grundlegenden Funktionen sollen kostenlos bleiben, während Kunden für erweiterte Features direkt bei den Satellitenanbietern zahlen müssten. Apple betrachtet die kostenlosen Satellitenfunktionen als Verkaufsargument für neue iPhones und zur Kundenbindung. Das Geschäftsmodell ähnelt dem Ansatz bei anderen Apple-Diensten, wo Basisfunktionen kostenfrei angeboten und Premium-Features kostenpflichtig sind.

Was haltet ihr von Apples Satelliten-Plänen? Welche Funktionen würdet ihr am häufigsten nutzen und seht ihr Potenzial für weitere Anwendungsbereiche?
Zusammenfassung
  • Apple entwickelt fünf neue Satellitenfunktionen für das iPhone
  • Offline-Navigation via Satellitenverbindung wird für Apple Maps möglich
  • Foto-Versand über Satellit und API für Drittanbieter-Apps sind geplant
  • Satellitenverbindung soll ohne direkte Ausrichtung zum Himmel funktionieren
  • iPhone-Generation 2026 könnte vollständigen Internetzugang über Satellit bieten
  • Apple besitzt 20 Prozent am Satellitenpartner Globalstar
  • Grundfunktionen bleiben kostenlos, Premium-Features werden kostenpflichtig sein

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