Trump-Team will Bluesky trollen, erntet aber nur Blockier-Rekord
Das Weiße Haus eröffnete am Freitag ein Konto auf Bluesky und wurde innerhalb weniger Stunden zu einem der meistblockierten Accounts der Plattform. Mit über 100.000 Blockierungen schoss es direkt auf Platz zwei - gleich hinter US-Vizepräsident JD Vance.
Das Video zeigt unter anderem eine Karte von Google Maps, auf der der in "Golf of America" umbenannte Golf von Mexiko zu sehen ist. Auch Aufnahmen der von Trump angeordneten Militärparade zum 250. Geburtstag der US-Armee sind enthalten. Vor allem aber macht sich der einminütige Clip über Abgeordnete der Demokraten lustig. Der in fröhlichem, provozierendem Ton geschriebene Begleittext zum Video deutet zudem darauf hin, dass die Social-Media-Teams der Regierung wohl eine Reaktion auf dem sozialen Netzwerk provozieren wollten, das als Alternative zu Elon Musks X bekannt ist.
Wie TechCrunch berichtet, ließ eine Reaktion nicht lange auf sich warten. Weniger als 48 Stunden nach dem Beitritt war das Weiße Haus bereits eines der meistblockierten Konten auf Bluesky. Nach Angaben von ClearSky, das Bluesky-Blockierungsstatistiken verfolgt, wurde das Konto des Weißen Hauses schon von über 100.000 Accounts blockiert, während es nur knapp 12.000 Follower hat. Das einzige Konto, das noch häufiger von Bluesky-Nutzern blockiert wird, gehört Vizepräsident JD Vance, der der Plattform bereits im Juni beigetreten war.
Die jetzige Situation verdeutlicht einmal mehr die zunehmende Polarisierung in den sozialen Medien, wo verschiedene Plattformen zu politischen Echokammern werden. Während X unter Musks Führung eher konservative Nutzer anzieht, positioniert sich Bluesky als progressive Alternative. Die massive Blockierung der Regierungskonten zeigt erneut, wie verhärtet die Fronten in den USA zwischen den politischen Lagern mittlerweile sind.
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Siehe auch:
Provokanter Start auf liberaler Plattform
Das Weiße Haus trat am vergangenen Freitag der Social-Media-Plattform Bluesky bei und startete sofort eine Provokationskampagne gegen die überwiegend liberal eingestellte Nutzerschaft. Der erste Post des neuen Accounts enthielt ein Video mit 'Trump-Highlights' und die Nachricht: "Was ist los, Bluesky? Wir dachten, ihr hättet vielleicht einige unserer größten Hits verpasst, also haben wir sie für euch zusammengestellt."Das Video zeigt unter anderem eine Karte von Google Maps, auf der der in "Golf of America" umbenannte Golf von Mexiko zu sehen ist. Auch Aufnahmen der von Trump angeordneten Militärparade zum 250. Geburtstag der US-Armee sind enthalten. Vor allem aber macht sich der einminütige Clip über Abgeordnete der Demokraten lustig. Der in fröhlichem, provozierendem Ton geschriebene Begleittext zum Video deutet zudem darauf hin, dass die Social-Media-Teams der Regierung wohl eine Reaktion auf dem sozialen Netzwerk provozieren wollten, das als Alternative zu Elon Musks X bekannt ist.
Wie TechCrunch berichtet, ließ eine Reaktion nicht lange auf sich warten. Weniger als 48 Stunden nach dem Beitritt war das Weiße Haus bereits eines der meistblockierten Konten auf Bluesky. Nach Angaben von ClearSky, das Bluesky-Blockierungsstatistiken verfolgt, wurde das Konto des Weißen Hauses schon von über 100.000 Accounts blockiert, während es nur knapp 12.000 Follower hat. Das einzige Konto, das noch häufiger von Bluesky-Nutzern blockiert wird, gehört Vizepräsident JD Vance, der der Plattform bereits im Juni beigetreten war.
Koordinierte Behörden-Offensive
Neben dem Weißen Haus erstellten auch andere Regierungsbehörden neue Bluesky-Konten. Das Heimatschutzministerium, das Handelsministerium, das Verkehrsministerium, das Innenministerium, das Gesundheitsministerium, das Außenministerium und das Verteidigungsministerium folgten alle dem Weißen Haus und veröffentlichten schnell Nachrichten, die Demokraten wegen der anhaltenden Regierungsschließung attackierten.Wir haben gehört, dass dies ein großartiger Ort für einen offenen und ehrlichen Dialog ist, also sind wir hier, um darüber zu sprechen, wie der Shutdown der Demokraten unser Land auf der Weltbühne untergräbtRechtsexperten haben bereits angedeutet, dass ähnliche Aussagen von Regierungsbehörden wahrscheinlich gegen den sogenannten Hatch Act verstoßen, der Regierungsangestellten untersagt, sich im Dienst parteipolitisch zu betätigen, um die politische Neutralität des öffentlichen Dienstes zu wahren. Es soll verhindern, dass Beamte ihre Amtsmacht für parteipolitische Zwecke missbrauchen - eine Vorschrift, der die jetzige US-Administration den Posts auf Bluesky zufolge nicht allzu viel Beachtung schenkt.
Block-Button als Widerstandsform
Die Nutzer der Plattform ließen sich zu einem großen Teil jedoch nicht provozieren, sondern griffen stattdessen zum Block-Button. Während die verschiedenen neuen Regierungskonten bis Sonntagmorgen nicht ganz die Unbeliebtheit des Weißen Hauses erreicht hatten, gehörten sie alle fünf zu den meistblockierten Konten innerhalb der letzten 24 Stunden.Digitales Schlachtfeld
Bluesky wurde ursprünglich als Projekt von Twitter-Gründer Jack Dorsey ins Leben gerufen und hat sich seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk als dezentrale Alternative etabliert. Die Plattform nutzt das AT-Protokoll, das Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten verspricht. Nach der US-Präsidentschaftswahl 2024 verzeichnete Bluesky einen massiven Nutzerzuwachs, als viele liberale Nutzer X verließen.Die jetzige Situation verdeutlicht einmal mehr die zunehmende Polarisierung in den sozialen Medien, wo verschiedene Plattformen zu politischen Echokammern werden. Während X unter Musks Führung eher konservative Nutzer anzieht, positioniert sich Bluesky als progressive Alternative. Die massive Blockierung der Regierungskonten zeigt erneut, wie verhärtet die Fronten in den USA zwischen den politischen Lagern mittlerweile sind.
Was haltet ihr von diesem Social-Media-Auftritt der US-Regierung? Teilt eure Meinung zu dieser digitalen Konfrontation in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
- Weißes Haus bei Bluesky: schnell auf Platz zwei der meistgeblockten Accounts
- Erster Post mit 'Trump-Highlights' verspottet Demokraten provokant
- 100.000 Nutzer blockierten das Weiße Haus bei nur 12.000 Followern
- US-Ministerien kritisieren auf Bluesky Demokraten wegen des Shutdowns
- Experten vermuten Verstöße gegen den Hatch Act durch Regierungsaccounts
- Nutzer reagieren überwiegend mit Blockieren statt auf Provokationen
- Wachsende Polarisierung in sozialen Medien wird deutlich sichtbar
Siehe auch:
- Bluesky rüstet auf: Update für längere Videos und neuen Spamschutz
- Bluesky: Mit dem Zustrom neuer Nutzer kamen auch schädliche Inhalte
- Flashes: Bluesky wird jetzt auch Basis für eine Instagram-Alternative
- Bluesky als "linke" Alternative zu X? Nicht so schnell, sagt die COO
- China über Bluesky besorgt, weil es schwerer als X manipulierbar ist
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