Battlefield 6 beweist: 4 GB VRAM reichen - Optimierung ist das A & O

Während moderne Spiele immer höhere Hardware-Anforderungen stellen, überrascht Battlefield 6 mit hervorragender Optimierung. Ein Video zeigt jetzt eindrucksvoll, dass selbst acht Jahre alte Grafikkarten mit nur vier GB VRAM den Shooter stemmen können.
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AMD

Alte Hardware trifft moderne Optimierung

Battlefield 6 bricht alle Rekorde. Das Spiel hat den erfolgreichsten Start in der Geschichte der Serie hingelegt. Wer den neuen Shooter von DICE spielen will, muss allerdings auch die offiziellen Hardware-Anforderungen erfüllen, die der Titel stellt - oder vielleicht doch nicht?

Denn wie es scheint, ist Battlefield 6 bemerkenswert gut optimiert. Und so läuft der Shooter selbst mit alten GPUs, die eigentlich viel zu schwach sein sollten, um das Spiel darzustellen. In Zeiten, in denen neue Grafikkarten teils deutlich über 1000 Euro kosten, ist das eine willkommene Nachricht für Gamer mit begrenztem Budget.

GPU günstiger als das Spiel

YouTuber RandomGamingHD führte mehrere Tests durch, die beweisen, dass sich Battlefield 6 selbst mit acht Jahre alten Grafikkarten zumindest einigermaßen spielen lässt. So zeigten seine Versuche mit einer GeForce GTX 1650 Super von 2019 und einer Radeon RX 570 von 2017 überraschende Ergebnisse. Denn obwohl beide GPUs unterhalb der offiziellen Mindestanforderungen liegen, schafften sie es, Battlefield 6 mit über 60 FPS darzustellen. Das Kurioseste daran ist, dass die RX 570 auf dem Gebrauchtmarkt mittlerweile sogar weniger kostet als das Spiel selbst.

RandomGamingHD, der sich auf Tests mit günstigen und älteren Grafikkarten spezialisiert hat, führte umfangreiche Benchmarks mit beiden Budget-GPUs durch. Die Ergebnisse zeigen, dass eine durchdachte Optimierung seitens der Entwickler den Unterschied zwischen spielbar und unspielbar ausmachen kann.

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Optimale Einstellungen für Budget-Hardware

Für die GTX 1650 Super empfiehlt RandomGamingHD niedrigste Einstellungen bei 1080p mit 60 Prozent Auflösungsskalierung ohne TAA-Kantenglättung. Diese Konfiguration ermöglicht durchschnittlich 73,4 FPS und sorgt für ein flüssiges Spielerlebnis. Die RX 570 erreicht mit denselben Einstellungen sogar bis zu 80 FPS.

Die GTX 1650 Super war bereits bei ihrer Einführung 2019 die schwächste GPU der Turing-Generation. Basierend auf dem TU117-Chip verfügt sie über nur vier Gigabyte VRAM und 1280 CUDA-Kerne. Ursprünglich als Einstiegskarte für 1080p-Gaming konzipiert, kostete sie zum Launch etwa 160 Euro.

Die RX 570 stammt aus dem Jahr 2017 und basiert auf AMDs Polaris-20-Chip mit einem 256-Bit-Speicherbus. Mit 2048 Stream-Prozessoren und vier oder acht Gigabyte VRAM war sie eine beliebte Mittelklasse-Option. Während des Kryptowährungs-Booms 2017 und 2018 wurde sie intensiv zum Mining verwendet, was ihre Verfügbarkeit zeitweise stark einschränkte.

Grenzen und notwendige Kompromisse

Bei nativer 1080p-Auflösung erreichen beide Karten auf niedrigsten Einstellungen etwa 50 bis 60 FPS, stoßen dabei aber häufig an ihre VRAM-Grenzen. Moderne Upscaling-Methoden wie FSR oder XeSS bieten überraschenderweise nur minimale Verbesserungen und können die Leistung sogar reduzieren.

Für optimale Performance müssen Gamer zudem auf das hochauflösende Textur-Addon von Battlefield 6 verzichten, da es den ohnehin schon knappen VRAM zusätzlich belastet.

Entwickler setzen auf Zugänglichkeit

Die Entwickler von Battlefield 6 zielten offensichtlich auf eine breitere Spielerbasis ab, anstatt den Zugang durch Ray Tracing oder Path Tracing zu beschränken. Diese Technologien würden viele ältere Systeme automatisch ausschließen. Die Entscheidung für eine traditionelle Rasterisierung als Basis zahlt sich aus und macht das Spiel für Millionen von Spielern mit älterer Hardware zugänglich.

Die Tatsache, dass die RX 570 nach ihrer langen Dominanz im Einsteigersegment immer noch 'mithalten' kann, zeigt das Potenzial durchdachter Optimierung. Wenn Entwickler auf eine Ray-Tracing-Baseline verzichten und stattdessen auf klassische Optimierungstechniken setzen, können auch ältere Grafikkarten aktuelle Spiele noch bewältigen. Ob das Ergebnis allerdings den eigenen optischen Ansprüchen genügt, muss jeder Gamer für sich selbst entscheiden.

Vertrauen Entwickler bei modernen Spielen mittlerweile zu sehr auf die reine Power aktueller Hardware und optimieren zu wenig? Und nutzt ihr noch ältere Hardware zum Spielen neuerer Games?

Zusammenfassung
  • Battlefield 6 läuft überraschend gut auf acht Jahre alten Grafikkarten
  • Mit niedrigen Einstellungen und reduzierter Auflösung flüssiges Gameplay möglich
  • RX 570 und GTX 1650 Super liefern in Versuchen über 60 FPS bei 1080p
  • RX 570 von 2017 kostet gebraucht mittlerweile weniger als das Spiel selbst
  • Upscaling-Technologien wie FSR oder XeSS bringen kaum Leistungsvorteile
  • Spiel nutzt klassische Rasterisierung statt leistungshungrigem Ray Tracing
  • Entwickler setzen auf Zugänglichkeit statt höchste grafische Ansprüche

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