Apple-Chef schleimt sich mit vergoldeter Deko bei Trump ein

Die Reihe peinlicher Auftritte, mit denen sich Branchengrößen beim amtierenden US-Präsidenten Donald Trump einschleimen, ist um einen großen Moment gewachsen: Gestern weilte Apple-Chef Tim Cook im Weißen Haus und brachte ein Geschenk mit.
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Apple will mehr investieren

Mit großer Geste überreichte er Trump ein Deko-Element, das angeblich von einem Militär-Veteranen gestaltet wurde, der aktuell bei Apple arbeitet. Dabei handelt es sich im Grunde nur um eine Glasplatte mit Apple-Logo und einigen Gravuren. Als Ständer dient allerdings eine Platte, die mit 24 Karat vergoldet ist und dem Präsidenten somit gefallen dürfte - immerhin umgibt sich dieser besonders gern mit allerlei goldschimmernden Gegenständen.

Der eigentliche Anlass des Besuchs war die Bekanntgabe Apples, das Investitionsvorhaben in den USA noch einmal aufzustocken. Man werde in den kommenden vier Jahren insgesamt 600 Milliarden Dollar in den Ausbau der Produktion in den Vereinigten Staaten investieren - 100 Milliarden mehr als ursprünglich geplant, teilte Cook mit.

"Das ist die größte Einzelinvestition, die Apple jemals in den USA getätigt hat", sagte Trump. Die zusätzlichen Investitionen sollen 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Geplant ist unter anderem der Bau einer Fertigungslinie für Smart Glass in Kentucky sowie eines Server-Werks in Houston, Texas. Außerdem kündigte Apple den Aufbau einer "Manufacturing Academy" in Detroit an, die Fachkräfte für die Industrie ausbilden soll.

Trump verlangt US-iPhones

Trump lobte die Investition als bedeutenden Schritt auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel: iPhones, die in den USA verkauft werden, sollen künftig auch dort produziert werden. Bereits in der Vergangenheit hatte der Präsident wiederholt betont, dass die Abhängigkeit von Produktionsstandorten im Ausland, insbesondere in China und Indien, verringert werden müsse. Im Mai hatte Trump damit gedroht, einen Zoll von 25 Prozent auf außerhalb der USA produzierte iPhones zu erheben.

Apple hatte bereits im Februar angekündigt, 500 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Mit dem neuen Paket erhöht sich die Summe nun deutlich. Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung der amerikanischen Lieferkette und modernen Fertigungstechnologien. Laut einem Sprecher des Weißen Hauses wird Apple im Rahmen eines neuen Programms gezielt daran arbeiten, kritische Komponenten wieder in den USA fertigen zu lassen - auch im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen.

Zusammenfassung
  • Tim Cook überreichte Trump ein vergoldetes Deko-Element von Apple
  • Apple erhöht US-Investitionen auf 600 Milliarden Dollar in vier Jahren
  • Geplant sind neue Werke in Kentucky, Texas und eine Akademie in Detroit
  • 20.000 neue Arbeitsplätze sollen durch die zusätzlichen Investitionen entstehen
  • Trump droht mit 25-prozentigen Zöllen auf im Ausland produzierte iPhones
  • Apple will kritische Komponenten wieder verstärkt in den USA fertigen lassen

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