Intel will mit neuem Laptop-Chip Vertrauen zurückgewinnen

Der US-Chiphersteller Intel wird voraussichtlich am morgigen Donnerstag technische Details zu seinem kommenden Laptop-Prozessor mit Codenamen Panther Lake vorstellen. Das bestätigten mehrere mit den Plänen vertraute Personen gegenüber Reuters.
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18A soll überzeugen

Allerdings dient dies erst einmal weniger der Gewinnung potenzieller Notebook-Kunden. Mit der Präsentation will der Konzern vor allem Investoren und Branchenanalysten von den Fortschritten seiner neuen Fertigungstechnologie "18A" überzeugen - dem ersten vollständig hausintern produzierten Prozess dieser Generation.

Panther Lake soll ab Anfang 2026 in den Handel kommen und markiert für Intel einen entscheidenden Technologieschritt. Der Chip ist für High-End-Laptops vorgesehen und gilt als Nachfolger der Generation Lunar Lake, die größtenteils beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC produziert wurde. Laut internen Informationen verbraucht Panther Lake rund 30 Prozent weniger Energie als sein Vorgänger und bietet in bestimmten Anwendungen bis zu 50 Prozent mehr Rechenleistung - sowohl bei den Grafik- als auch bei den CPU-Kernen.


In der vergangenen Woche hatte Intel ausgewählte Analysten und Journalisten zu einer mehrstündigen technischen Präsentation und Werksbesichtigung im US-Bundesstaat Arizona eingeladen. Dabei gewährte das Unternehmen erstmals einen tieferen Einblick in die neue Chiparchitektur, die über ein überarbeitetes KI-Modul sowie neu designte Effizienz- und Performance-Kerne verfügt.

Abwärtstrend stoppen

Die Fertigung des Prozessors erfolgt in der Fab 52, einer Chipfabrik, deren Bau 2021 unter dem damaligen Konzernchef Pat Gelsinger begonnen wurde. Sie bildet das Herzstück von Intels milliardenschwerer Initiative, wieder zu einem führenden Halbleiterhersteller aufzusteigen und sich gegen Rivalen wie TSMC und AMD zu behaupten.

Die Enthüllung des Panther Lake-Designs gilt als Testfall für Intels ehrgeizige Produktionsstrategie. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit Fertigungsproblemen zu kämpfen und Marktanteile an AMD verloren. Finanziell steht Intel weiter unter dessen weiter unter Druck: Im zweiten Quartal 2025 verzeichnete der Konzern einen Verlust von 2,9 Milliarden Dollar. Nach politischem Druck aus Washington und einem Managementwechsel erhielt Intel jedoch neue Investitionen von SoftBank und Nvidia. Zudem wandelte die US-Regierung einen Teil der Fördergelder aus dem CHIPS Act in eine Beteiligung von 9,9 Prozent an dem Unternehmen um.
Zusammenfassung
  • Intel stellt neuen Laptop-Prozessor Panther Lake mit 18A-Technologie vor
  • Prozessor soll ab Anfang 2026 für High-End-Laptops auf den Markt kommen
  • Nachfolger von Lunar Lake verbraucht 30 Prozent weniger Energie als Vorgänger
  • Bis zu 50 Prozent mehr Rechenleistung bei CPU- und Grafikkernen möglich
  • Fertigung erfolgt in der 2021 begonnenen Fab 52 im US-Bundesstaat Arizona
  • Intel kämpft mit Fertigungsproblemen und verzeichnete Milliardenverlust
  • Neue Investitionen von SoftBank, Nvidia und der US-Regierung erhalten

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