Radeon RX 9070: BIOS-Flash bringt Leistungs-Boost von bis zu 25 %

Die Radeon RX 9070 kann erfolgreich mit dem BIOS ihrer XT-Variante geflasht werden. Das führt zu einem Leistungsgewinn von bis zu 25 Prozent. Der Eingriff zeigt das versteckte Potenzial der günstigeren Karte, birgt jedoch auch erhebliche Risiken.
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BIOS-Flash bringt deutliche Leistungssteigerung

Sowohl die Radeon RX 9070 als auch ihre XT-Variante nutzen 16 GB GDDR6-Speicher auf einem 256-Bit-Bus. Allerdings verfügt die RX 9070 nur über 56 Compute Units, während die XT mit 64 CUs ausgestattet ist. Die RX 9070 hat zudem eine TDP von 220 Watt, die RX 9070 XT verbraucht 304 Watt.

Doch trotz dieser Unterschiede lassen sich beide Karten mit dem BIOS der XT-Version betreiben. Das sorgt im Fall der RX 9070 für erhebliche Leistungssteigerungen. Die 9070 XT besitzt 12,5 Prozent mehr Stream-Prozessoren als die 9070 (4096 gegenüber 3584) und höhere Taktfrequenzen. Genau diese zusätzlichen Ressourcen können durch das Flashen des XT-BIOS auf die günstigere Variante freigeschaltet werden.


Der Reddit-Nutzer noVa_realiZe dokumentierte seine Erfahrungen mit einer PowerColor RX 9070 Reaper jetzt ausführlich. Es zeigten sich beeindruckende Ergebnisse mit einem Leistungsplus zwischen zehn und 25 Prozent.

Beachtliche Benchmark-Ergebnisse im Test

In 3DMark Steel Nomad stieg die Punktzahl nach dem BIOS-Flash von ursprünglich 5821 auf 6461. Mit zusätzlichen Anpassungen an Spannung und Speichertakt erreichte die Karte sogar 7277 Punkte, was einen erheblichen Sprung von 25 Prozent gegenüber dem Ausgangszustand darstellt. In praktischen Spieletests fiel der Leistungsgewinn laut Angaben des Nutzers jedoch moderater aus, blieb aber dennoch spürbar.

In Cyberpunk 2077 bei 1440 p mit aktiviertem Raytracing verbesserte sich die durchschnittliche Framerate von 70 auf 78 fps. Auch die 1-Prozent- und 0,1- Prozent-Lows zeigten Verbesserungen, was für ein gleichmäßigeres Spielerlebnis sorgt.

Die Softwaremodifikation wurde durch Benik3 auf Overclock.net ermöglicht und unterscheidet sich von hardwarebasiertem VBIOS-Flashing mit speziellen Programmiergeräten. Das Phänomen ist jedoch nicht neu in der AMD-Welt. Denn bereits bei früheren Generationen konnten Nutzer durch BIOS-Modifikationen günstigere Karten auf das Leistungsniveau teurerer Varianten bringen. Ähnliche Erfolge gab es bereits mit RX Vega 56 zu Vega 64, RX 5600 zu 5600 XT und anderen Kombinationen.

Erhebliche Risiken für Garantie und Hardware

Bevor Nutzer eine entsprechende Anpassung an ihrer eigenen Karte vornehmen, sollten sie sich der Risiken bewusst sein. So führt das Flashen des GPU-BIOS automatisch zum Garantieverlust, da die Hersteller erkennen können, wenn das BIOS entsperrt wurde. Besonders riskant ist der Eingriff bei Karten mit nur einem BIOS-Chip, wie sie der Reddit-Nutzer verwendet hat. Ein unsachgemäßer Flash kann zu Schäden führen und die GPU dauerhaft unbrauchbar machen.

Experten raten dringend dazu, nur Karten mit BIOS-Schalter zu verwenden oder eine Ersatz-GPU bereitzuhalten, um sich von fehlgeschlagenen Flash-Versuchen zu erholen. Benutzerdefinierte BIOS-Einstellungen für Overclocking sollten nur von erfahrenen Nutzern durchgeführt werden. Verlockend ist das Ganze bei bis zu einem Viertel mehr an Leistung allerdings schon.

Was haltet ihr von solchen BIOS-Modifikationen? Würdet ihr das Risiko eingehen oder lieber zur teureren XT-Variante greifen?

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Zusammenfassung
  • Radeon RX 9070 kann mit XT-BIOS um bis zu 25 Prozent mehr Leistung gewinnen
  • Beide Karten haben 16 GB GDDR6-Speicher, unterscheiden sich aber in CUs und TDP
  • In Spielen wie Cyberpunk 2077 steigt die Framerate von 70 auf 78 fps an
  • Ähnliche BIOS-Modifikationen waren bereits bei früheren AMD-Generationen möglich
  • Das Flashen führt zum Garantieverlust und birgt Risiken für die Hardware
  • Experten empfehlen Karten mit BIOS-Schalter für sicherere Modifikationen

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