Firefox-Entwickler: Ist es draußen heiß, stürzen mehr Intel-PCs ab
Die enorme Hitze der letzten Wochen in vielen Ländern in Europas macht offenbar die Probleme mit der Intel "Raptor Lake"-Serie von x86-Prozessoren wieder offensichtlich. Laut einem Firefox-Entwickler lassen sich Zusammenhänge zwischen Abstürzen von Intel-PCs und der Hitzewelle erkennen.
Er könne dies bestätigen, weil er tatsächlich sehen könne, welche Länder Europas von einer Hitzewelle betroffen sind, indem er die Crash-Reports von Firefox-Nutzern auswertet, in den PC ein Chip der Intel "Raptor Lake"-Familie seinen Dienst tut. Bei der Einsendung anonymisierter Absturzmeldungen wird auch übermittelt, welche Sprache das jeweilige System nutzt, wodurch Svelto auf das jeweilige Land schließen kann.
Tatsächlich lässt sich die Änderung an Mozillas "Bugbot" auch öffentlich nachvollziehen. Man habe das System angepasst, wodurch Abstürze von Systemen mit bestimmten Chips von dem Bot ignoriert werden, wodurch diese künftig nicht mehr so oft gemeldet werden sollen. Gemeint sind damit die Intel-CPUs der 13. und 14. Generation der "Core"-Serie für Desktop-PCs.
Bei diesen Chips gibt es Fehler im Microcode, durch die die Chips mit erhöhter Spannung laufen, was sie anfälliger für Abstürze macht. Dadurch wird allerdings auch die Langlebigkeit der Prozessoren negativ beeinflusst, was letztlich zu einer erhöhten Zahl von Crashes führt, obwohl Intel mit Mikrocode-Updates versucht hat, gegenzusteuern.
Weil sich die Hardware-Schäden durch die Mikrocode-Fehler auch mit Updates nicht wieder rückgängig machen lassen, hat Intel die Garantie für die betroffenen Prozessoren von drei auf fünf Jahre verlängert. Wer einen Intel-Prozessor der "Raptor Lake"-Familie in seinem Desktop-PC einsetzt, sollte dringend die neuesten UEFI- bzw. BIOS-Updates seines Mainboard-Lieferanten installieren, da diese auch Intels Mikrocode-Updates enthalten.
Siehe auch:
Crash-Meldungen verraten, wo es in Europa warm ist
Laut einem an der Entwicklung des Firefox-Browsers beteiligten Entwickler lassen sich die enormen Temperaturen in vielen Ländern Europas direkt anhand einer erhöhten Zahl von Abstürzen bestimmter PCs mit Intel-Prozessoren nachvollziehen. In einem Mastodon-Post erklärte Gabriele Svelto, der für Mozilla tätig ist, dass PCs mit Intel "Raptor Lake"-CPUs während der heißen Tage im Sommer wahrscheinlich häufiger abstürzen.Er könne dies bestätigen, weil er tatsächlich sehen könne, welche Länder Europas von einer Hitzewelle betroffen sind, indem er die Crash-Reports von Firefox-Nutzern auswertet, in den PC ein Chip der Intel "Raptor Lake"-Familie seinen Dienst tut. Bei der Einsendung anonymisierter Absturzmeldungen wird auch übermittelt, welche Sprache das jeweilige System nutzt, wodurch Svelto auf das jeweilige Land schließen kann.
Intel-Chips leiden unter Mikrocode-Bugs
Hintergrund seien die bekannten Timing- und Spannungs-Probleme bei den "Raptor Lake"-Chips, die mit steigender Temperatur zunehmen. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen in Europa habe das Mozilla-Team sogar einen intern genutzten Bot abschalten müssen, der Crash-Meldungen automatisch erstellt, da fast nur noch Abstürze von Nutzern mit den Intel-Prozessoren erfasst wurden.Tatsächlich lässt sich die Änderung an Mozillas "Bugbot" auch öffentlich nachvollziehen. Man habe das System angepasst, wodurch Abstürze von Systemen mit bestimmten Chips von dem Bot ignoriert werden, wodurch diese künftig nicht mehr so oft gemeldet werden sollen. Gemeint sind damit die Intel-CPUs der 13. und 14. Generation der "Core"-Serie für Desktop-PCs.
Bei diesen Chips gibt es Fehler im Microcode, durch die die Chips mit erhöhter Spannung laufen, was sie anfälliger für Abstürze macht. Dadurch wird allerdings auch die Langlebigkeit der Prozessoren negativ beeinflusst, was letztlich zu einer erhöhten Zahl von Crashes führt, obwohl Intel mit Mikrocode-Updates versucht hat, gegenzusteuern.
Weil sich die Hardware-Schäden durch die Mikrocode-Fehler auch mit Updates nicht wieder rückgängig machen lassen, hat Intel die Garantie für die betroffenen Prozessoren von drei auf fünf Jahre verlängert. Wer einen Intel-Prozessor der "Raptor Lake"-Familie in seinem Desktop-PC einsetzt, sollte dringend die neuesten UEFI- bzw. BIOS-Updates seines Mainboard-Lieferanten installieren, da diese auch Intels Mikrocode-Updates enthalten.
Zusammenfassung
- Firefox-Entwickler bemerkt Zusammenhang zwischen Hitzewelle und PC-Abstürzen
- Crash-Reports von Intel 'Raptor Lake'-CPUs nehmen bei Hitze deutlich zu
- Mozilla-Team musste internen Bot aufgrund gehäufter Intel-Abstürze abschalten
- Timing- und Spannungsprobleme der Intel-Chips verschlimmern sich bei Hitze
- Bekannte Mikrocode-Fehler führen trotz Updates zu dauerhaften Hardware-Schäden
- Intel verlängerte die Garantiezeit für betroffene Prozessoren auf fünf Jahre
- UEFI- und BIOS-Updates sollten dringend auf betroffenen Systemen installiert werden
Siehe auch:
- Nächster Rückschlag: Intels neue Chips mit Fertigungsproblemen
- Problem-CPUs: Der Raptor Lake Albtraum ist vorbei - sagt Intel
- Intels 18A-Rückschlag: Broadcom-Tests zeigen massive Probleme
- Probleme mit Intel-CPUs: Erste BIOS-Updates werden ausgeliefert
- Problem mit Intel-CPUs: Intel plant keine Rückrufe oder Verkaufsstopps
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