Windows 11 24H2 Hotpatching startet jetzt auch für ARM-Geräte

Microsoft aktiviert zum Juli-Patch-Day nun auch die Hotpatching-Funktion für Windows 11 24H2 standardmäßig auch auf ARM-Geräten. Damit können Sicherheitsupdates ohne störende Neustarts auf allen Plattformen installiert werden.
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Sicherheitsupdates ohne Neustart

Eines ist für alle Windows-Nutzer klar, denn es galt bisher wie ein "geschriebenes Gesetz": Windows-Updates erfordern normalerweise einen Neustart des Systems - eine Unterbrechung, die besonders in Unternehmensumgebungen lästig sein kann. Microsoft hat nun einen weiteren wichtigen Schritt zur Lösung dieses Problems gemacht. Die Hotpatching-Funktion für Windows 11 24H2 steht ab sofort auch für ARM-basierte Geräte standardmäßig zur Verfügung.

Bislang konnten nur Intel- und AMD-Systeme mit 64-Bit-Prozessoren von der Hotpatching-Technologie profitieren. Für ARM-Geräte war die Funktion bisher nur in einer experimentellen Vorschauversion verfügbar und erforderte zusätzliche Vorbereitungen. Mit der aktuellen Freigabe schließt Microsoft die Lücke zwischen den verschiedenen Plattformen und sorgt für eine einheitliche Update-Erfahrung.


Technologie hinter dem Hotpatching

Wie Microsoft zum Juli Patch-Day bekannt gab, steht die Technologie inzwischen für alle wichtigen Prozessor-Architekturen - AMD, Intel und ARM - zur Verfügung. Die ARM-Geräte hatten bislang noch zusätzliche Vorbereitungen zu erledigen und die Funktion lief unter der Bezeichnung "experimentell". Nun wurde sie offiziell freigegeben.

Die Technologie hinter dem Hotpatching ist komplex, Updates werden direkt in den Arbeitsspeicher laufender Prozesse eingespielt, ohne dass diese neu gestartet werden müssen. Wenn Hotpatching aktiviert ist, lädt Windows Sicherheitsupdates herunter und installiert sie im Hintergrund ohne Neustart.

Dies geschieht, indem die Sicherheitsupdates den Code laufender Prozesse im Speicher patchen, ohne dass diese nach der Installation neu gestartet werden müssen. Der größte Vorteil der Hotpatching-Technologie liegt in der drastischen Reduzierung notwendiger Neustarts. Im ersten Monat jedes Kalenderquartals (Januar, April, Juli und Oktober) wird auf den Geräten das reguläre kumulative Sicherheits-Update installiert, gefolgt von einem Neustart. Windows 11 Enterprise Hotpatch-UpdatesZeitplan für das Windows 11 Hotpatching Dieses Update umfasst die neuesten Sicherheitskorrekturen sowie neue Funktionen und Erweiterungen. In den darauffolgenden zwei Monaten erhalten die Geräte Hotpatch-Updates, die ausschließlich sicherheitsrelevante Aktualisierungen enthalten. Diese werden direkt angewendet, ohne dass ein Neustart erforderlich ist.

Voraussetzungen und Einschränkungen

Um Hotpatching nutzen zu können, benötigen Unternehmen bestimmte Voraussetzungen. Die Technologie steht ausschließlich für Windows 11 Enterprise in Version 24H2 zur Verfügung.

Die Geräte müssen Windows 11 Enter­prise Version 24H2 (Build 26100.2033 oder höher) mit dem aktuellen Basis-Update ausführen. Zudem muss die virtualisierungs­basierte Sicherheit (VBS) aktiviert sein und Microsoft Intune zur Verwaltung der Hotpatch-Updates verwendet werden. Windows Autopatch erfordert Microsoft 365 Business Premium, Windows 10/11 Education A3 oder A5, Windows 10/11 Enterprise E3 oder E5 oder Windows 10/11 Enterprise E3 oder E5 VDA als Lizenz.

Für Privatanwender mit Windows 11 Home oder Pro bleibt die Funktion weiterhin unerreichbar. Sie müssen nach wie vor mindestens einmal im Monat zum Patch-Day ihre Systeme neu starten.

Was haltet ihr von der Hotpatching-Funktion? Wäre sie auch für euch im privaten Bereich interessant, oder sind die gelegentlichen Neustarts kein Problem? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Was ist Hotpatching in Windows 11?
Hotpatching ist eine neue Update-Technologie in Windows 11 Enterprise 24H2, mit der Sicherheitsupdates ohne Neustart installiert werden können. Der Speicherinhalt (In-Memory-Code) wird direkt aktualisiert, wodurch kritische Lücken sofort geschlossen werden.

Diese Methode reduziert Ausfallzeiten erheblich und sorgt dafür, dass Systeme nahezu in Echtzeit geschützt sind. Besonders in produktiven Umgebungen ist das ein großer Vorteil für IT-Administratoren und Endnutzer gleichermaßen.
Für wen ist Hotpatching verfügbar?
Hotpatching ist ausschließlich für Nutzer von Windows 11 Enterprise in der Version 24H2 verfügbar. Diese Edition richtet sich an Geschäftskunden und ist nicht für Privatanwender vorgesehen.

Unterstützt werden Geräte mit Intel-, AMD- und seit Juli 2025 auch ARM64-Prozessoren. Voraussetzung ist zudem eine geeignete Enterprise-Lizenz sowie ein aktueller Build ab Version 26100.2033.
Funktioniert Hotpatching wirklich ohne Neustart?
Ja - aber mit Einschränkungen. Die meisten Sicherheitsupdates können dank Hotpatching ohne Neustart installiert werden. Der Nutzer merkt davon in der Regel nichts, außer einem Hinweis im Windows-Update-Dialog.

Ein vollständiger Neustart ist dennoch einmal pro Quartal nötig, wenn sogenannte "Baseline Updates" erscheinen. Diese enthalten neue Funktionen und Qualitätsverbesserungen, die nicht im laufenden Betrieb eingespielt werden können.
Wie wird Hotpatching technisch umgesetzt?
Hotpatching ersetzt Teile des Arbeitsspeichers (RAM), ohne das System neu zu starten. Dabei wird der sogenannte In-Memory-Code aktualisiert, wodurch Sicherheitslücken sofort geschlossen werden können.

Für ARM64-Geräte empfiehlt Microsoft, die Kompatibilitätsschicht "Compiled Hybrid PE" zu deaktivieren und virtualisierungsbasierte Sicherheit zu aktivieren. Die Steuerung erfolgt zentral über Microsoft Intune oder Windows Autopatch.
Ist Hotpatching auch für ARM-Geräte nutzbar?
Ja, seit Juli 2025 ist Hotpatching auch für Windows 11 Enterprise 24H2 auf ARM64-Geräten allgemein verfügbar. Zuvor war die Funktion dort nur experimentell nutzbar.

Damit können nun alle unterstützten Plattformen - Intel, AMD und ARM - gleichermaßen von unterbrechungsfreien Sicherheitsupdates profitieren. Voraussetzung ist ein aktueller Build und passende Konfiguration.
Zusammenfassung
  • Hotpatching für Windows 11 24H2 jetzt auch für ARM-Geräte verfügbar
  • Updates werden im Hintergrund ohne Systemneustarts installiert
  • Nur in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober ist ein Neustart nötig
  • Technologie patcht laufende Prozesse direkt im Arbeitsspeicher
  • Funktion ausschließlich für Windows 11 Enterprise 24H2 mit Abo verfügbar
  • Privatanwender mit Windows 11 Home oder Pro bleiben ausgeschlossen
  • Bietet sofortigen Schutz und reduziert Ausfallzeiten in Unternehmen

Siehe auch:


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