Spionage über Smartphones aus China? OnePlus im Visier der US-Politik

US-Politiker haben eine Untersuchung des chinesischen Smart­phone-Herstellers OnePlus gefordert, weil dessen Produkte ihrer Meinung nach eine starke Bedrohung für die "Nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten darstellen könnten.
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OnePlus

Oppo-Tochter unter Generalverdacht

Die Oppo-Tochter OnePlus gerät ins Visier der US-Politik, nachdem das Handelsministerium von zwei Politikern in einem Brief aufgefordert wurde, die Sicherheit der Smartphones des Unternehmens zu prüfen. In einem Brief an das Ministerium behaupten die Politiker, die OnePlus-Smartphones könnten die nationale Sicherheit der USA gefährden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Der Brief stammt von John Moolenaar aus der Republikanischen Partei und von Raja Krishnamoorthi, der den Demokraten angehört. Moolenaar ist Vorsitzender eines auf den Umgang mit China spezialisierten Komitees des US-Repräsentantenhauses. Sie warnen vor OnePlus, weil die Geräte der zu Oppo gehörenden Marke über große US-Einzelhändler auch für die Verwendung in amerikanischen Mobilfunknetzen verfügbar sind.


Persönliche Daten & Screenshots?

Tatsächlich sind OnePlus-Smartphones über Amazon ebenso in den USA verfügbar wie über den großen Elektronikhändler Best Buy. Die Geräte werden meist ohne Vertragsbindung verkauft und können in den Netzen von Verizon und T-Mobile ohne Weiteres eingesetzt werden. In ihrem Schreiben fordern die Politiker eine Untersuchung der Sicherheit von Nutzerdaten auf den OnePlus-Geräten.

Sie fordern eine Prüfung des möglichen Transfers von "sensiblen persönlichen Informationen und Screenshots" nach China, die vom Information and Communications Technology and Services Programm des US Department of Commerce durchgeführt werden soll. Konkrete Anhaltspunkte für ihre Bedenken liefern die Politiker hinter dem Schreiben bisher nicht.

In den USA geht man seit einigen Jahren verstärkt gegen chinesische Elektronikhersteller vor. Bereits im November 2022 wurde die Zulassung von neuen Telekommunikationsgeräten der chinesischen Hersteller Huawei und ZTE verboten. Außerdem gab es Verbote gegen den Vertrieb von Sicherheitskameras bestimmter Hersteller wie Hytera und Hikvision, die mittlerweile nicht mehr in den Vereinigten Staaten verkauft werden dürfen.
Zusammenfassung
  • US-Politiker fordern Untersuchung des chinesischen Herstellers OnePlus
  • Smartphones könnten laut Politikern die nationale Sicherheit der USA gefährden
  • Der Brief stammt von Republikanern und Demokraten des US-Repräsentantenhauses
  • OnePlus-Geräte sind über große US-Einzelhändler ohne Vertragsbindung erhältlich
  • Politiker befürchten Transfer sensibler persönlicher Daten nach China
  • Die USA gehen seit Jahren verstärkt gegen chinesische Elektronikhersteller vor
  • Bereits 2022 wurden Huawei und ZTE mit Zulassungsverboten belegt

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