Neue Dating-App-Idee: Partner-Matching über den Browserverlauf
Bisher entscheiden meist sorgfältig kuratierte Selfies oder charmante Profiltexte über den Erfolg in Dating-Apps. Ein neues Projekt setzt hier auf mehr Ehrlichkeit und gleich die Browserverläufe potenzieller Partner miteinander ab.
Das Konzept ist denkbar simpel: Wer mitmachen will, muss über ein Browser-Plug-in seinen Suchverlauf aus Chrome oder Firefox exportieren und bei der Plattform hochladen. Auf Basis dieser Daten wird ein Profil erstellt, das Rückschlüsse auf Surfgewohnheiten, Interessen und Online-Zeitpunkte gibt. Der vollständige Verlauf wird allerdings nicht öffentlich gemacht. Nutzer erhalten stattdessen Matching-Vorschläge samt witziger "Fun Facts" über gemeinsame Themen oder digitale Eigenheiten.
Bisher nutzen weniger als tausend Personen das Angebot, das mit einem einmaligen Preis von neun Euro vergleichsweise günstig ist. In der Gratisversion sind fünf Matches enthalten. Depoorter betont, dass es ihm nicht um Abo-Modelle oder die kommerzielle Ausschlachtung geht. Vielmehr versteht er "Browser Dating" als künstlerisches Projekt und soziales Experiment.
Die Idee entstand ursprünglich schon 2016 im Rahmen eines Workshops in Rotterdam. Seither beschäftigt sich Depoorter immer wieder künstlerisch mit Themen wie Überwachung, künstlicher Intelligenz und digitaler Intimität.
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"Eine gewisse Ehrlichkeit"
Der belgische Künstler Dries Depoorter will mit seiner neuen Plattform "Browser Dating" einen solchen Ansatz testen. Seine Idee: Menschen auf Grundlage ihrer Internetrecherchen zu verkuppeln - von medizinischen Selbstdiagnosen über Wikipedia-Exzesse bis hin zu skurrilen Google-Fragen, soll das Nutzungsverhalten abgeglichen werden. Für Depoorter steckt in dieser Form des Matchings ein besonderer Reiz: "Darin liegt eine gewisse Ehrlichkeit", erklärte der 34-Jährige gegenüber dem US-Magazin Wired.Das Konzept ist denkbar simpel: Wer mitmachen will, muss über ein Browser-Plug-in seinen Suchverlauf aus Chrome oder Firefox exportieren und bei der Plattform hochladen. Auf Basis dieser Daten wird ein Profil erstellt, das Rückschlüsse auf Surfgewohnheiten, Interessen und Online-Zeitpunkte gibt. Der vollständige Verlauf wird allerdings nicht öffentlich gemacht. Nutzer erhalten stattdessen Matching-Vorschläge samt witziger "Fun Facts" über gemeinsame Themen oder digitale Eigenheiten.
Bisher nutzen weniger als tausend Personen das Angebot, das mit einem einmaligen Preis von neun Euro vergleichsweise günstig ist. In der Gratisversion sind fünf Matches enthalten. Depoorter betont, dass es ihm nicht um Abo-Modelle oder die kommerzielle Ausschlachtung geht. Vielmehr versteht er "Browser Dating" als künstlerisches Projekt und soziales Experiment.
Privatsphäre im Fokus
Doch wie bei jeder datenbasierten Plattform steht das Thema Privatsphäre im Raum. Der Browserverlauf ist sensibel, intime Einblicke inklusive. Depoorter versichert, dass alle Daten lokal verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben werden. Trotz anfänglicher technischer Probleme - wie etwa fehlender Löschoptionen für Profile - arbeitet er kontinuierlich an Verbesserungen und plant bereits eine mobile App sowie neue Features wie Location-Tipps für Dates.Die Idee entstand ursprünglich schon 2016 im Rahmen eines Workshops in Rotterdam. Seither beschäftigt sich Depoorter immer wieder künstlerisch mit Themen wie Überwachung, künstlicher Intelligenz und digitaler Intimität.
Zusammenfassung
- Neues Kunstprojekt 'Browser-Dating' vermittelt Partner über Browserverlauf
- Belgischer Künstler Dries Depoorter sieht in Internetrecherchen ehrlichere Basis
- Nutzer teilen via Browser-Plug-in ihre Such- und Surfgewohnheiten
- Matching-System zeigt gemeinsame Themen und digitale Eigenheiten auf
- Für neun Euro erhalten Nutzer Zugang zum künstlerischen Sozialexperiment
- Datenschutz wird durch lokale Verarbeitung ohne Weitergabe gewährleistet
- Mobile App und Location-Tipps für Dates sind bereits in Planung
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