1,5 Terabyte Daten des James-Webb-Teleskops für alle frei verfügbar
Die bisherigen Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) waren durchaus beeindruckend. Nun aber zündet die NASA die nächste Stufe: Forscher und Hobbyisten bekommen für ihre eigene Arbeit einen leichteren Zugang zu den Rohdaten.
Die nun frei zugängliche Datenbank enthält nicht nur einen umfangreichen Galaxienkatalog, sondern auch ein interaktives Tool, mit dem Nutzer gezielt nach Himmelsobjekten suchen oder detaillierte Informationen zu einzelnen Objekten abrufen können. Erfasst wurde ein Himmelsbereich von rund 0,54 Quadratgrad mithilfe der Nahinfrarotkamera (NIRCam) und 0,2 Quadratgrad mit dem Mid-Infrared Instrument (MIRI) des JWST.
Grundsätzlich sind Rohdaten des JWST bereits seit einiger Zeit verfügbar, für viele potenzielle Interessenten aber nur schwer nutzbar. "Diese Daten müssen zunächst aufwendig kalibriert und von störenden Artefakten befreit werden - etwa von Streulichteffekten heller Sterne - bevor sie wissenschaftlich verwertbar sind", erklärte Projektleiterin Jeyhan Kartaltepe vom Rochester Institute of Technology. Dies wurde in den jetzt bereitgestellten Informationen bereits erledigt.
COSMOS-Web gehört zu den wenigen Forschungsprojekten, die jährlich Beobachtungszeit am zehn Milliarden Dollar teuren James-Webb-Weltraumteleskop erhalten. Im Fokus stehen dabei Galaxien mit sehr hoher Rotverschiebung - ein Hinweis darauf, dass sie weit von der Erde entfernt und somit extrem alt sind. "Wir beobachten nicht ganz so tief wie andere Surveys, decken dafür aber eine vergleichsweise große Himmelsregion ab. So können wir großräumige Strukturen im frühen Universum untersuchen", so Kartaltepe.
Das Projekt greift bei der Verarbeitung der Daten auf den französischen Supercomputer CANDIDE zurück. Obwohl das COSMOS-Web-Team die Daten bislang aufbereitet hat, ruft es jetzt die internationale Forschungsgemeinschaft zur Nutzung auf: "Unsere Kapazitäten sind begrenzt. Es ist großartig, wenn andere Wissenschaftler eigene Projekte auf Grundlage dieser Daten entwickeln", so Kartaltepe. Die bisherige Finanzierung erfolgte durch das Space Telescope Science Institute der NASA; für die Zukunft wird auch Unterstützung aus Europa angestrebt.
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Bereits grundlegend aufbereitet
Ein von der NASA unterstütztes Forschungsprojekt hat über 1,5 Terabyte an Daten aus dem JWST für die weltweite Wissenschaftsgemeinde freigegeben. Das COSMOS-Web-Projekt, eine Kooperation zwischen der University of California, Santa Barbara und dem Rochester Institute of Technology, liefert damit die bislang umfangreichste Tiefenaufnahme des Universums.Die nun frei zugängliche Datenbank enthält nicht nur einen umfangreichen Galaxienkatalog, sondern auch ein interaktives Tool, mit dem Nutzer gezielt nach Himmelsobjekten suchen oder detaillierte Informationen zu einzelnen Objekten abrufen können. Erfasst wurde ein Himmelsbereich von rund 0,54 Quadratgrad mithilfe der Nahinfrarotkamera (NIRCam) und 0,2 Quadratgrad mit dem Mid-Infrared Instrument (MIRI) des JWST.
Grundsätzlich sind Rohdaten des JWST bereits seit einiger Zeit verfügbar, für viele potenzielle Interessenten aber nur schwer nutzbar. "Diese Daten müssen zunächst aufwendig kalibriert und von störenden Artefakten befreit werden - etwa von Streulichteffekten heller Sterne - bevor sie wissenschaftlich verwertbar sind", erklärte Projektleiterin Jeyhan Kartaltepe vom Rochester Institute of Technology. Dies wurde in den jetzt bereitgestellten Informationen bereits erledigt.
COSMOS-Web gehört zu den wenigen Forschungsprojekten, die jährlich Beobachtungszeit am zehn Milliarden Dollar teuren James-Webb-Weltraumteleskop erhalten. Im Fokus stehen dabei Galaxien mit sehr hoher Rotverschiebung - ein Hinweis darauf, dass sie weit von der Erde entfernt und somit extrem alt sind. "Wir beobachten nicht ganz so tief wie andere Surveys, decken dafür aber eine vergleichsweise große Himmelsregion ab. So können wir großräumige Strukturen im frühen Universum untersuchen", so Kartaltepe.
Zu viel für COSMOS
Die Daten liefern wichtige Hinweise auf eine entscheidende Phase der kosmischen Geschichte: die sogenannte Reionisierung vor etwa 13,5 Milliarden Jahren. Damals wurde das Universum durch ionisiertes Gas erstmals durchlässig für Licht.Das Projekt greift bei der Verarbeitung der Daten auf den französischen Supercomputer CANDIDE zurück. Obwohl das COSMOS-Web-Team die Daten bislang aufbereitet hat, ruft es jetzt die internationale Forschungsgemeinschaft zur Nutzung auf: "Unsere Kapazitäten sind begrenzt. Es ist großartig, wenn andere Wissenschaftler eigene Projekte auf Grundlage dieser Daten entwickeln", so Kartaltepe. Die bisherige Finanzierung erfolgte durch das Space Telescope Science Institute der NASA; für die Zukunft wird auch Unterstützung aus Europa angestrebt.
Zusammenfassung
- NASA veröffentlicht 1,5 Terabyte an Daten des James-Webb-Teleskops
- COSMOS-Web-Projekt bietet umfangreichste Tiefenaufnahme des Universums
- Daten wurden bereits von Störeffekten bereinigt und sind nun leicht nutzbar
- Beobachtungen decken große Himmelsregion ab und zeigen frühe Galaxien
- Forschung konzentriert sich auf die kosmische Reionisierungsphase
- Datenverarbeitung erfolgt auf französischem Supercomputer CANDIDE
- Wissenschaftler weltweit sind zur Nutzung und Weiterentwicklung eingeladen
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