CO2-Filterung: Durchbruch bei der Herstellung von Graphenmembranen
Ein neues Verfahren aus der Schweiz macht Hoffnung, dass sich CO2 künftig deutlich einfacher und günstiger aus Abgasen herausfiltern lässt - mit hauchdünnem Graphen und ohne aufwendige Chemie oder Hitze.
Der Vorteil beim Einsatz im Zusammenhang mit Abgasen: bestimmte Gasmoleküle können durchgelassen und andere zurückgehalten werden. Diese Trennmethode benötigt nur Druck und keine zusätzliche Energie wie Wärme. Ideal also, um CO2 zuverlässig zu filtern. Doch bislang war die Herstellung großer, fehlerfreier Membranen teuer, kompliziert und anfällig für Schäden - und damit weit weg von der breiten Nutzbarkeit.
Ein Forschungsteam der EPFL in Lausanne, Schweiz, hat jetzt laut einer Studie in Nature Chemical Engineering mehrere dieser Probleme gleichzeitig gelöst. Sie nutzten günstige Kupferfolien als Grundlage für die Graphenschicht und ätzten mit Ozon mikroskopisch kleine Löcher hinein - exakt groß genug, um die Membran für den Einsatzzweck zu optimieren.
Statt die empfindlichen Membranen wie bisher mühsam auf Träger zu übertragen - was oft zu Rissen führt - entwickelten die Forschenden ein neues Verfahren, bei dem Graphen direkt im Filtermodul fixiert wird. So blieben die Membranen stabil, und es konnten bisher unerreichte Flächen von 50 cm² fehlerfrei hergestellt werden - ein großer Schritt in Richtung industrieller Anwendung.
Der Herstellungsprozess umfasst vier zentrale Schritte:
Neben der CO2-Abscheidung könnte das Verfahren künftig auch bei anderen Gastrennungen zum Einsatz kommen - etwa zur Reinigung von Wasserstoff oder zur Sauerstoffgewinnung. Durch die druckbasierte Filtration ohne Wärmebedarf und die skalierbare Herstellung auf kostengünstigen Materialien hat die Entwicklung der EPFL das Potenzial, Graphenmembranen einen Schritt näher an den industriellen Einsatz zu bringen.
Siehe auch:
Graphen-Durchbruch verspricht effiziente CO2-Filterung
Aktuelle Verfahren zur Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) aus Industrieabgasen, wie die chemische Absorption, sind teuer und erfordern viel Energie. Graphen gilt als echtes Hightech-Material mit Potenzial zur Revolution in diesem Bereich: Es ist nur eine Atomlage dünn, extrem stabil und lässt sich gezielt mit winzigen Poren versehen.Der Vorteil beim Einsatz im Zusammenhang mit Abgasen: bestimmte Gasmoleküle können durchgelassen und andere zurückgehalten werden. Diese Trennmethode benötigt nur Druck und keine zusätzliche Energie wie Wärme. Ideal also, um CO2 zuverlässig zu filtern. Doch bislang war die Herstellung großer, fehlerfreier Membranen teuer, kompliziert und anfällig für Schäden - und damit weit weg von der breiten Nutzbarkeit.
Ein Forschungsteam der EPFL in Lausanne, Schweiz, hat jetzt laut einer Studie in Nature Chemical Engineering mehrere dieser Probleme gleichzeitig gelöst. Sie nutzten günstige Kupferfolien als Grundlage für die Graphenschicht und ätzten mit Ozon mikroskopisch kleine Löcher hinein - exakt groß genug, um die Membran für den Einsatzzweck zu optimieren.
Statt die empfindlichen Membranen wie bisher mühsam auf Träger zu übertragen - was oft zu Rissen führt - entwickelten die Forschenden ein neues Verfahren, bei dem Graphen direkt im Filtermodul fixiert wird. So blieben die Membranen stabil, und es konnten bisher unerreichte Flächen von 50 cm² fehlerfrei hergestellt werden - ein großer Schritt in Richtung industrieller Anwendung.
Der Herstellungsprozess umfasst vier zentrale Schritte:
- Wachstum von Graphen auf günstigen Kupferfolien
- Gezielte Porenätzung mithilfe von Ozon
- Optimierung der Gasinteraktion zur gleichmäßigen Porenverteilung
- Direkter Transfer des Materials ins Filtermodul ohne mechanische Belastung
Neben der CO2-Abscheidung könnte das Verfahren künftig auch bei anderen Gastrennungen zum Einsatz kommen - etwa zur Reinigung von Wasserstoff oder zur Sauerstoffgewinnung. Durch die druckbasierte Filtration ohne Wärmebedarf und die skalierbare Herstellung auf kostengünstigen Materialien hat die Entwicklung der EPFL das Potenzial, Graphenmembranen einen Schritt näher an den industriellen Einsatz zu bringen.
Zusammenfassung
- Schweizer Forschungsteam löst Probleme bei Graphenherstellung
- Neues Verfahren zur CO2-Filterung mit Graphenmembranen entwickelt
- Graphen ermöglicht energieeffiziente Gasfiltration ohne Wärmeeinsatz
- Kostengünstige Kupferfolien als Basis für großflächige Membranen
- Innovativer Herstellungsprozess in vier Schritten optimiert
- Potenzial für industrielle Anwendungen in der Gastrennung
- Technologie könnte CO2-Abscheidung deutlich vereinfachen und verbilligen
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