Trump träumt, doch so viel würde ein iPhone "made in USA" kosten
Die US-Regierung behauptet, iPhones könnten problemlos in den USA gefertigt werden, doch die Realität ist eine andere. Die Zahlen zu möglichen Preiserhöhungen variieren stark, Experten bezweifeln ohnehin die praktische Umsetzbarkeit einer Produktionsverlagerung.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt erklärte selbstbewusst auf die Frage, ob ein iPhone in den USA hergestellt werden könnte: "Absolut. Trump glaubt, dass wir die Arbeitskräfte, die Belegschaft und die Ressourcen haben, um es zu tun." Als Beleg führte sie Apples kürzlich angekündigten Investitionsplan von 500 Milliarden Dollar in den USA an. Doch Analysten beschreiben diese Investition als "im Einklang mit dem, was man ohnehin von dem Unternehmen erwarten würde".
Die Herstellung eines iPhones erfordert Komponenten aus der ganzen Welt - von Chips aus Taiwan bis zu Displays aus Südkorea. Diese globale Infrastruktur wurde über Jahrzehnte aufgebaut und lässt sich nicht binnen weniger Jahre komplett umstrukturieren.
Tim Cook hat das Problem bereits 2017 gegenüber Fortune präzise beschrieben:
Was haltet ihr von der Idee, iPhones komplett in den USA zu produzieren? Glaubt ihr, dass die höheren Preise gerechtfertigt wären, oder seht ihr andere Lösungen für die Balance zwischen globaler Produktion und heimischer Wirtschaft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
iPhone-Fertigung in den USA: Zwischen Fantasie und Realität
Die Idee eines "Made in USA"-iPhones, die die Trump-Regierung dieser Tage immer wieder vorbringt, klingt verlockend, doch die Realität ist weitaus komplexer. Nach der Ankündigung drastischer Importzölle durch US-Präsident Donald Trump kursieren zahlreiche Spekulationen über die Auswirkungen auf Apple-Produkte. Die Prognosen für Preiserhöhungen reichen von 30 Prozent bis hin zu 3500 Dollar pro Gerät - mehr als dreimal so viel wie der aktuelle Preis. In sozialen Medien kursieren sogar fünf- bis sechsstellige Beträge als Kosten für ein Apple-Smartphone.Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt erklärte selbstbewusst auf die Frage, ob ein iPhone in den USA hergestellt werden könnte: "Absolut. Trump glaubt, dass wir die Arbeitskräfte, die Belegschaft und die Ressourcen haben, um es zu tun." Als Beleg führte sie Apples kürzlich angekündigten Investitionsplan von 500 Milliarden Dollar in den USA an. Doch Analysten beschreiben diese Investition als "im Einklang mit dem, was man ohnehin von dem Unternehmen erwarten würde".
Komplexe globale Lieferketten
Laut 404 Media ist die Vorstellung einer US-iPhone-Produktion "reine Fantasie". Grund: Die Lieferkette von Apple gehört zu den komplexesten, die je entwickelt wurden. Das Unternehmen bezieht allein die vier Metalle Zinn, Tantal, Wolfram und Gold aus 79 verschiedenen Ländern und etwa 200 Raffinerien und Schmelzwerken. Nur 20 dieser Schmelzwerke befinden sich in den USA.Die Herstellung eines iPhones erfordert Komponenten aus der ganzen Welt - von Chips aus Taiwan bis zu Displays aus Südkorea. Diese globale Infrastruktur wurde über Jahrzehnte aufgebaut und lässt sich nicht binnen weniger Jahre komplett umstrukturieren.
Tim Cook hat das Problem bereits 2017 gegenüber Fortune präzise beschrieben:
Die Wahrheit ist, dass China schon vor vielen Jahren aufgehört hat, das Land mit den niedrigen Arbeitskosten zu sein, und das ist nicht der Grund, warum man aus Versorgungssicht nach China kommt.Aktuell beschäftigen Apples Fertigungspartner mindestens 1,4 Millionen Menschen weltweit. US-Handelsminister Howard Lutnick behauptet, diese "Armee von Millionen und Millionen Menschen, die kleine, kleine Schrauben in iPhones einschrauben" könnte in die USA kommen und automatisiert werden. Doch selbst Apple hat das Ziel, die Zahl der Mitarbeiter in der iPhone-Montage bis 2030 nur "um bis zu 50 Prozent" zu reduzieren - ein Hinweis darauf, wie schwierig vollständige Automatisierung ist.
Der Grund ist die Fähigkeit und die Menge an Fähigkeiten an einem Ort und die Art der Fähigkeiten. Es ist so, dass die Produkte, die wir herstellen, wirklich fortschrittliche Werkzeuge und die Präzision erfordern, die man bei der Arbeit mit den Materialien haben muss, die wir verwenden, und die Werkzeugkompetenz ist hier sehr tiefgreifend.
Wissen Sie, in den USA könnten Sie ein Treffen von Werkzeugingenieuren abhalten, und ich bin nicht sicher, ob wir den Raum füllen könnten - in China könnten Sie mehrere Fußballfelder füllen.
Die wirtschaftliche Realität
Die Lohnunterschiede zwischen den USA und Asien sind dennoch erheblich: Amerikanische Maschinenbediener verdienen durchschnittlich 43.000 Dollar jährlich, ihre vietnamesischen Kollegen weniger als 5.000 Dollar. Diese Diskrepanz macht die Produktion in den USA wirtschaftlich mehr als herausfordernd.Was haltet ihr von der Idee, iPhones komplett in den USA zu produzieren? Glaubt ihr, dass die höheren Preise gerechtfertigt wären, oder seht ihr andere Lösungen für die Balance zwischen globaler Produktion und heimischer Wirtschaft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- US-Regierung behauptet, iPhones könnten in den USA gefertigt werden
- Prognosen für Preiserhöhungen reichen von 30 Prozent bis 3500 Dollar
- Apples komplexe Lieferkette umfasst Komponenten aus der ganzen Welt
- Tim Cook: China bietet einzigartige Fähigkeiten und Expertise
- Lohnunterschiede zwischen USA und Asien sind erheblich
- Vollständige Automatisierung der Produktion ist schwierig umzusetzen
- Experten bezweifeln Umsetzbarkeit einer Produktionsverlagerung in die USA
Siehe auch:
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