Wird jetzt ausgeschlachtet? Ubisoft, wie man es kennt, könnte sterben

Die Krise bei Ubisoft spitzt sich zu: Der Publisher will seine Kron­ju­we­len möglicherweise in eine separate Firma ausgliedern. Das Überraschende daran: Diese könnte am Ende mehr wert sein als Ubisoft selbst. Tencent steht bereits als Investor bereit.
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Radikaler Umbau bei Ubisoft geplant

Der französische Spielepublisher Ubisoft steht womöglich vor einem der größten Umbrüche seiner Unternehmensgeschichte. Nach einem schwachen Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatzeinbruch von fast 50 Prozent im wichtigen Weihnachtsquartal soll das Unternehmen nun einen Schritt erwägen, der einer Ausschlachtung gleicht: die Ausgliederung wertvoller Spielemarken in eine separate Geschäftseinheit.

Der chinesische Technologiekonzern Tencent, bereits zweitgrößter Anteilseigner bei Ubisoft, signalisiert laut Branchenberichten Interesse an einer Minderheitsbeteiligung an der neuen Einheit. Auch weitere internationale Investoren wurden kontaktiert.


Wie Bloomberg (Paywall) berichtet, sollen noch im März erste vorläufige Angebote eingehen. Die neue Einheit könnte am Ende mehr wert sein als der Mutterkonzern Ubisoft selbst. Die Guillemot-Familie, die Ubisoft gegründet hat und weiterhin kontrolliert, steht unter enormem Druck. Der Aktienkurs ist in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich gefallen, allein 2024 um 43 Prozent.

Warum ergibt der Schritt für Ubisoft Sinn?
  • Fokus auf profitablere Marken: Die neue Einheit enthält nur starke Marken wie Assassin's Creed, Far Cry und Tom Clancy's.
  • Höheres Investoreninteresse durch klare Fokussierung: Die neue Einheit ist frei von finanziellen Altlasten und kann sich auf die lukrativsten Marken konzentrieren, was sie für Käufer und Investoren attraktiver macht.
  • Bessere Marktpositionierung: Die neue Firma könnte sich gezielt für einen Verkauf oder Börsengang positionieren.
  • Schlechter Zustand von Ubisoft: Ubisoft hat an Marktwert und Anlegervertrauen verloren, während die neue Einheit unbelastet startet.

Kernmarken im Fokus

Zu den wertvollsten Marken im Ubisoft-Portfolio gehört vor allem Assassin's Creed. Die Serie hat sich seit ihrer Einführung 2007 über 200 Millionen Mal verkauft und gilt als Kronjuwel des Publishers. Auch andere etablierte Marken wie Far Cry und die Tom-Clancy-Reihen könnten Teil der Neustrukturierung sein und Investoren anziehen.

Die möglichen Umstrukturierungen und die mangelnde Transparenz von Ubisoft haben auch bei Aktionären für Unmut gesorgt. Der aktuelle erhobene Vorwurf: Die Ubisoft-Führung habe bereits still und heimlich Verhandlungen mit potenziellen Käufern wie Microsoft oder Electronic Arts aufgenommen - ohne Aktionäre darüber zu informieren.

Schwierige Zeiten

Die jüngsten Spielveröffentlichungen wie Star Wars Outlaws und XDefiant blieben hinter den Erwartungen zurück. Auch die Einstellung mehrerer Projekte und die Schließung von Studios in San Francisco, Osaka und Leamington konnten den Abwärtstrend nicht stoppen.

Die mögliche Ausgliederung wirft Fragen zur Zukunft weniger erfolgreicher Ubisoft-Marken auf. Spielereihen wie Prince of Persia, Rayman oder Beyond Good & Evil könnten ebenfalls möglicherweise verkauft oder eingestellt werden.

Was denkt ihr über die mögliche Ausgliederung bekannter Ubisoft-Marken? Welche Spiele sollten eurer Meinung nach unbedingt erhalten bleiben? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ubisoft erwägt Ausgliederung wertvoller Spielemarken in separate Einheit
  • Tencent zeigt Interesse an Minderheitsbeteiligung an neuer Geschäftseinheit
  • Neue Einheit könnte mehr wert sein als Ubisoft-Mutterkonzern selbst
  • Fokus auf profitable Marken wie Assassin's Creed, Far Cry und Tom Clancy's
  • Ubisoft kämpft mit Umsatzeinbruch und fallenden Aktienkursen
  • Zukunft weniger erfolgreicher Ubisoft-Marken ist ungewiss
  • Aktionäre kritisieren mangelnde Transparenz bei möglichen Verkaufsverhandlungen

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