Mikroblitze in Wassertropfen:
Neue Theorie zur Entstehung des Lebens
Kleinste elektrische Entladungen zwischen Wassertropfen könnten die Entstehung des Lebens auf der Erde erklären. Eine neue Studie der Stanford University zeigt, wie diese "Mikroblitze" organische Moleküle erzeugen - ohne externe Energiequelle wie Blitzschläge.
Mit Hochgeschwindigkeitskameras gelang es, die kaum sichtbaren Lichtblitze zu dokumentieren. Das Team wies nach, dass dieser Prozess ohne zusätzliche Energie abläuft. Zare erklärt: "Mikroelektrische Entladungen zwischen entgegengesetzt geladenen Wasser-Mikrotröpfchen erzeugen alle organischen Moleküle, die zuvor im bekannten Miller-Urey-Experiment beobachtet wurden." Das Miller-Urey-Experiment war ein berühmter Versuch aus den 1950er-Jahren, der zeigte, dass unter den Bedingungen der frühen Erde spontan organische Moleküle entstehen können
Auch im All spannend Der Mikroblitz-Mechanismus könnte erklären, wie auf der jungen Erde kontinuierlich organische Bausteine entstanden. Die Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Astrobiologie, die Suche nach Leben im All: Ähnliche Prozesse wären auf Planeten mit flüssigem Wasser denkbar.
Siehe auch:
Mikroblitze: Schlüssel zur Entstehung des Lebens?
Das Forscherteam um Richard Zare entdeckte, dass zerstäubtes Wasser in einer nachgebildeten Ur-Atmosphäre spontan organische Verbindungen bildet. Dabei laden sich größere Tropfen positiv, kleinere negativ auf. Nähern sich diese Tröpfchen, entstehen winzige elektrische Entladungen - die Mikroblitze. Diese erzeugen wichtige Bausteine des Lebens wie Uracil, ein Bestandteil der Erbsubstanz RNA, und Glycin, die einfachste Aminosäure.Mit Hochgeschwindigkeitskameras gelang es, die kaum sichtbaren Lichtblitze zu dokumentieren. Das Team wies nach, dass dieser Prozess ohne zusätzliche Energie abläuft. Zare erklärt: "Mikroelektrische Entladungen zwischen entgegengesetzt geladenen Wasser-Mikrotröpfchen erzeugen alle organischen Moleküle, die zuvor im bekannten Miller-Urey-Experiment beobachtet wurden." Das Miller-Urey-Experiment war ein berühmter Versuch aus den 1950er-Jahren, der zeigte, dass unter den Bedingungen der frühen Erde spontan organische Moleküle entstehen können
Wir schlagen vor, dass dies ein neuer Mechanismus für die präbiotische Synthese von Molekülen ist, die die Bausteine des Lebens bildenDie in "Science Advances" veröffentlichte Studie gibt der Miller-Urey-Hypothese neuen Auftrieb. Diese besagt, dass Blitzschläge in der Ur-Atmosphäre organische Moleküle erzeugten. Die neue Theorie löst Kritikpunkte: Mikroblitze treten häufiger auf als Gewitter, etwa an Wasserfällen oder in der Brandung. Zare betont: "Auf der frühen Erde gab es überall Wassersprays. Sie können sich ansammeln und diese chemische Reaktion auslösen."
Auch im All spannend Der Mikroblitz-Mechanismus könnte erklären, wie auf der jungen Erde kontinuierlich organische Bausteine entstanden. Die Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Astrobiologie, die Suche nach Leben im All: Ähnliche Prozesse wären auf Planeten mit flüssigem Wasser denkbar.
Zusammenfassung
- Mikroblitze zwischen Wassertropfen könnten Lebensentstehung erklären
- Spontane Bildung organischer Verbindungen in nachgebildeter Ur-Atmosphäre
- Winzige elektrische Entladungen erzeugen wichtige Bausteine des Lebens
- Prozess läuft ohne zusätzliche Energie ab und wurde dokumentiert
- Neue Theorie löst Kritikpunkte an Miller-Urey-Hypothese
- Häufigeres Auftreten von Mikroblitzen als von Gewittern auf der Ur-Erde
- Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Astrobiologie
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