Optimistisch: China plant kommerzielle Nutzung der Kernfusion ab 2050
China hat es sich nach den jüngsten Fortschritten in der Fusionsforschung zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die ersten kommerziell nutzbaren Kernfusionsanlagen in Betrieb zu haben. Dies gab das staatliche Atomunternehmen CNNC bekannt.
Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, gründete CNNC im vergangenen Jahr ein Industriebündnis und ein nationales Fusionsunternehmen namens China Fusion Corp. Dieses hat bisher Investitionen in Höhe von rund 240 Millionen Dollar erhalten. Die Mittel stammen unter anderem von CNNC selbst sowie vom Energieversorger Zhejiang Zheneng Electric Power Co.
Ziel ist die Entwicklung hochmoderner Tokamak-Reaktoren, berichtet Bloomberg. Diese nutzen starke Magnetfelder, um das extrem heiße Plasma zu kontrollieren, das für die Einleitung einer Kernfusion benötigt wird. Inzwischen werden regelmäßig neue Rekorde darin aufgestellt, wie lange ein solches Plasma stabil im Magnetfeld festgehalten werden kann.
All diese Schwierigkeiten müssen in den bestehenden Forschungsanlagen erst noch überwunden werden, bevor daran zu denken ist, dass es um den Bau kommerziell nutzbarer Kraftwerke gehen kann. Insofern ist die chinesische Zielsetzung, bereits im Jahr 2045 in die Testphase solcher Anlagen einzusteigen und sie 2050 in den regulären Betrieb zu überführen, durchaus optimistisch.
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Stromerzeugung mit Tokamaks
Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren ihre Anstrengungen im Bereich der Kernfusion intensiviert. Die Technologie gilt als nahezu unerschöpfliche Quelle sauberer Energie, ist jedoch schwer in einer stabilen und wirtschaftlich nutzbaren Form umzusetzen. Bislang haben nur wenige Länder grundlegende Fortschritte erzielt.Um die Entwicklung weiter voranzutreiben, gründete CNNC im vergangenen Jahr ein Industriebündnis und ein nationales Fusionsunternehmen namens China Fusion Corp. Dieses hat bisher Investitionen in Höhe von rund 240 Millionen Dollar erhalten. Die Mittel stammen unter anderem von CNNC selbst sowie vom Energieversorger Zhejiang Zheneng Electric Power Co.
Ziel ist die Entwicklung hochmoderner Tokamak-Reaktoren, berichtet Bloomberg. Diese nutzen starke Magnetfelder, um das extrem heiße Plasma zu kontrollieren, das für die Einleitung einer Kernfusion benötigt wird. Inzwischen werden regelmäßig neue Rekorde darin aufgestellt, wie lange ein solches Plasma stabil im Magnetfeld festgehalten werden kann.
Viele Herausforderungen
Allerdings ist dies nicht das einzige zu lösende Problem. So gibt es noch immer keine hinreichende, dauerhafte Lösung für die innere Reaktorhülle. Denn auch wenn diese nicht direkt mit dem heißen Plasma in Kontakt kommt, steht sie doch unter ständigem Beschuss mit schnellen Neutronen, was zu einer beschleunigten Korrosion führt. Die Neutronen erzeugen außerdem radioaktive Isotope, mit denen ebenfalls umzugehen ist.All diese Schwierigkeiten müssen in den bestehenden Forschungsanlagen erst noch überwunden werden, bevor daran zu denken ist, dass es um den Bau kommerziell nutzbarer Kraftwerke gehen kann. Insofern ist die chinesische Zielsetzung, bereits im Jahr 2045 in die Testphase solcher Anlagen einzusteigen und sie 2050 in den regulären Betrieb zu überführen, durchaus optimistisch.
Zusammenfassung
- China strebt kommerzielle Nutzung von Kernfusion bis 2050 an
- Staatliches Atomunternehmen CNNC gründete Industriebündnis
- China Fusion Corp. erhielt Investitionen von 240 Millionen Dollar
- Entwicklung von Tokamak-Reaktoren mit starken Magnetfeldern geplant
- Herausforderungen: Plasmasteuerung und Reaktorhüllenmaterialien
- Probleme mit Neutronenbeschuss und radioaktiven Isotopen bestehen
- Chinesische Zielsetzung für 2045 und 2050 gilt als sehr optimistisch
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