Kernfusion: Chinas EAST-Tokamak hält Plasma für Rekordzeit stabil
Das chinesische Fusionsenergieprojekt EAST (Experimental Advanced Superconducting Tokamak) hat einen bedeutenden Durchbruch erzielt. Es ist gelungen, das Plasma unter Hochkonfinementbedingungen für einen Zeitraum von 1066 Sekunden aufrechtzuerhalten.
Das Erreichen der 1.000-Sekunden-Marke gilt als entscheidend für den Nachweis der Machbarkeit von Fusionsreaktoren. Wie Song Yuntao, Direktor des Instituts für Plasmaphysik der CAS, erklärte, sei dies das erste Mal, dass die für den Betrieb eines solchen Systems erforderlichen Bedingungen experimentell simuliert werden konnten.
Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2006 dient EAST als zentrale Plattform für chinesische und internationale Wissenschaftler, um Experimente in der Fusionsforschung durchzuführen. Die jüngsten Fortschritte - darunter Verbesserungen in der Stabilität des Heizsystems, der Präzision der Diagnosesysteme und der Genauigkeit der Steuerung - waren entscheidend für den jüngsten Erfolg.
Bei allen Kernfusionsanlagen, die aktuell weltweit betrieben werden, handelt es sich allerdings um reine Forschungssysteme. Erst wenn hier die Entwicklung weit genug vorangetrieben ist, kann man sich daran machen, auch kommerziell nutzbare Systeme zu entwickeln. Trotz großer Versprechungen einiger Startups gehen Experten daher davon aus, dass erste Anlagen, die tatsächlich Strom erzeugen, frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts verfügbar sein könnten. Als Hoffnung für eine klimaschonende Energiewirtschaft kommen sie damit zu spät.
Siehe auch:
Wichtige 1000-Sekunden-Marke
Eine möglichst lange Zeit wäre letztlich entscheidend, wenn die Kernfusion irgendwann einmal als Energiequelle zum Einsatz kommen soll. Das Problem besteht darin, das extrem heiße Plasma innerhalb eines Magnetfeldes festzuhalten. Der vorherige Weltrekord von 403 Sekunden, ebenfalls von EAST aufgestellt, wurde mit dem nun erfolgten Testlauf weit übertroffen, wie die Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) mitteilte.Das Erreichen der 1.000-Sekunden-Marke gilt als entscheidend für den Nachweis der Machbarkeit von Fusionsreaktoren. Wie Song Yuntao, Direktor des Instituts für Plasmaphysik der CAS, erklärte, sei dies das erste Mal, dass die für den Betrieb eines solchen Systems erforderlichen Bedingungen experimentell simuliert werden konnten.
Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2006 dient EAST als zentrale Plattform für chinesische und internationale Wissenschaftler, um Experimente in der Fusionsforschung durchzuführen. Die jüngsten Fortschritte - darunter Verbesserungen in der Stabilität des Heizsystems, der Präzision der Diagnosesysteme und der Genauigkeit der Steuerung - waren entscheidend für den jüngsten Erfolg.
Bisher nur Forschung
China zeigt auch durch seine aktive Beteiligung am internationalen ITER-Projekt (International Thermonuclear Experimental Reactor) sein Engagement in der Fusionsforschung. ITER, der derzeit im Süden Frankreichs gebaut wird, soll das weltweit größte Experiment zur magnetischen Plasmaeinschließung werden. Mit einem Beitrag von rund 9 Prozent zu den Bau- und Betriebskosten spielt China eine Schlüsselrolle in diesem globalen Vorhaben.Bei allen Kernfusionsanlagen, die aktuell weltweit betrieben werden, handelt es sich allerdings um reine Forschungssysteme. Erst wenn hier die Entwicklung weit genug vorangetrieben ist, kann man sich daran machen, auch kommerziell nutzbare Systeme zu entwickeln. Trotz großer Versprechungen einiger Startups gehen Experten daher davon aus, dass erste Anlagen, die tatsächlich Strom erzeugen, frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts verfügbar sein könnten. Als Hoffnung für eine klimaschonende Energiewirtschaft kommen sie damit zu spät.
Zusammenfassung
- Chinas EAST-Tokamak hält Plasma 1066 Sekunden stabil
- Durchbruch für mögliche Nutzung der Kernfusion als Energiequelle
- Übertrifft bisherigen Weltrekord von 403 Sekunden deutlich
- Erste experimentelle Simulation realer Betriebsbedingungen
- EAST dient seit 2006 als Plattform für internationale Forschung
- China beteiligt sich mit 9 Prozent an ITER-Projekt in Frankreich
- Kommerzielle Nutzung frühestens in zweiter Hälfte des Jahrhunderts
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