Robotische Exoskelette helfen chinesischen Touristen beim Wandern
Ein innovatives Exoskelett-System revolutioniert das Bergsteigen am beliebten Berg Tai Shan in China. KI-gesteuerte "Roboter-Beine" sollen Touristen beim Aufstieg unterstützen und insbesondere älteren Menschen einen Wanderausflug ermöglichen.
Die Roboter-Beine, die um Taille und Oberschenkel getragen werden, wiegen lediglich 1,8 Kilogramm. Dank künstlicher Intelligenz erkennen sie die Bewegungen des Trägers und unterstützen den Aufstieg. Laut dem Entwickler kann das System die Anstrengung beim Gehen um über 30 Prozent reduzieren. Mit einer Akkulaufzeit von etwa fünf Stunden deckt es den Großteil des etwa sechsstündigen Aufstiegs ab.
Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet (via CNN), nutzten in der ersten Woche über 200 Besucher die Exoskelette. Die Mietgebühr liegt zwischen 60 und 80 Yuan (etwa 8 bis 10 Euro) pro Nutzung. Besonders ältere Besucher zeigten großes Interesse - rund die Hälfte der Nutzer waren Senioren.
Yu Yunbo, Geschäftsführer des Herstellers Kenqing Technology, sieht in der Technologie großes Potenzial für den Altenpflegemarkt. Sein Unternehmen plant die Einführung eines speziell für Senioren entwickelten Exoskeletts zum Preis von 17.000 Yuan (etwa 2070 Euro). Experten betonen jedoch, dass für eine breite Anwendung noch politische Unterstützung und Kostensenkungen nötig sind.
Der Mount Tai, einer der fünf heiligen Berge des Taoismus, zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Die Integration moderner Technologie in dieses traditionelle Setting zeigt Chinas Bestreben, Kultur und Innovation zu verbinden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologie weiterentwickelt und ob sie auch an anderen Touristenattraktionen zum Einsatz kommen wird.
Was haltet ihr von dieser Technologie? Könntet ihr euch vorstellen, mit Roboter-Beinen einen Berg zu besteigen? Oder bevorzugt ihr den klassischen Aufstieg aus eigener Kraft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
- KI-gesteuerte Exoskelette unterstützen Touristen am Mount Tai Shan in China
- Das System reduziert Anstrengung beim Gehen um über 30 Prozent
- Testphase mit zehn Exoskeletten, besonders bei Senioren beliebt
- Mietgebühr zwischen 60 und 80 Yuan für circa fünf Stunden Nutzung
- Technologie soll alternder chinesischer Gesellschaft helfen
- Der Hersteller plant spezielles Senioren-Exoskelett für 17.000 Yuan
- Verbesserungspotenzial beim An- und Ablegen sowie Akkulaufzeit
Hightech-Hilfe beim Bergsteigen
Der Tai Shan alias Mount Tai in der ostchinesischen Provinz Shandong ist für seine anspruchsvollen 7000 Stufen bekannt, die selbst fitte Wanderer an ihre Grenzen bringen. Doch jetzt gibt es Unterstützung: Seit dem chinesischen Neujahrsfest können Ausflügler, die den 1545 Meter hohen Berg bezwingen wollen, auf künstliche Hilfe zurückgreifen. Fürs erste stehen den Touristen zehn KI-gesteuerte Exoskelette zur Verfügung, um den Aufstieg zu erleichtern. Dabei handelt es sich zunächst um einen Test, der die Praxistauglichkeit des Systems prüfen soll.
Die Roboter-Beine, die um Taille und Oberschenkel getragen werden, wiegen lediglich 1,8 Kilogramm. Dank künstlicher Intelligenz erkennen sie die Bewegungen des Trägers und unterstützen den Aufstieg. Laut dem Entwickler kann das System die Anstrengung beim Gehen um über 30 Prozent reduzieren. Mit einer Akkulaufzeit von etwa fünf Stunden deckt es den Großteil des etwa sechsstündigen Aufstiegs ab.
Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet (via CNN), nutzten in der ersten Woche über 200 Besucher die Exoskelette. Die Mietgebühr liegt zwischen 60 und 80 Yuan (etwa 8 bis 10 Euro) pro Nutzung. Besonders ältere Besucher zeigten großes Interesse - rund die Hälfte der Nutzer waren Senioren.
Chinas alternde Gesellschaft
Ein Hintergrund der Exoskelette von Tai Shan ist die alternde chinesische Gesellschaft. Laut Prognosen wird der Anteil der über 60-Jährigen in China bis 2035 auf 30 Prozent steigen. Der Markt ist gewaltig: Der Bereich für "intelligente Altenpflege" soll 2024 bereits ein Volumen von 6,8 Billionen Yuan (etwa 827 Milliarden Euro) erreicht haben.Chinesische Touristinnen testen das Exoskelett am Tai Shan
Yu Yunbo, Geschäftsführer des Herstellers Kenqing Technology, sieht in der Technologie großes Potenzial für den Altenpflegemarkt. Sein Unternehmen plant die Einführung eines speziell für Senioren entwickelten Exoskeletts zum Preis von 17.000 Yuan (etwa 2070 Euro). Experten betonen jedoch, dass für eine breite Anwendung noch politische Unterstützung und Kostensenkungen nötig sind.
Verbesserungspotenzial vorhanden
Trotz des positiven Feedbacks gibt es auch Verbesserungspotenzial. Ein 29-jähriger Tester berichtete, dass das An- und Ablegen des Geräts umständlich sei und das Gehen ohne Unterstützung nach dem Ende der Nutzung des Exoskeletts zunächst schwerfalle. Auch die Akkulaufzeit könnte noch optimiert werden, heißt es. Die Entwickler arbeiten bereits an Lösungen und planen Akkuwechselstationen entlang der Wanderwege.Der Mount Tai, einer der fünf heiligen Berge des Taoismus, zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Die Integration moderner Technologie in dieses traditionelle Setting zeigt Chinas Bestreben, Kultur und Innovation zu verbinden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologie weiterentwickelt und ob sie auch an anderen Touristenattraktionen zum Einsatz kommen wird.
Was haltet ihr von dieser Technologie? Könntet ihr euch vorstellen, mit Roboter-Beinen einen Berg zu besteigen? Oder bevorzugt ihr den klassischen Aufstieg aus eigener Kraft? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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