162 Terabyte geklaut: Meta betreibt illegales Torrenting für KI-Training

Meta befindet sich in einem Rechtsstreit mit Buchautoren, die dem Unternehmen vorwerfen, ihre KI-Modelle illegal mit raubkopierten Büchern trainiert zu haben. Interne E-Mails bringen neue Details ans Licht, die Metas Position in diesem Konflikt schwächen.
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Illegales KI-Training: Meta in Erklärungsnot

Die nun öffentlich gewordenen Dokumente offenbaren das enorme Ausmaß von Metas Torrenting-Aktivitäten. Das Unternehmen lud mindestens 81,7 Terabyte Daten aus verschiedenen "Shadow Libraries" über die Plattform "Annas Archive" herunter, wovon 35,7 Terabyte von Z-Library und LibGen stammten. Zusätzlich und separat davon hatte Meta zuvor bereits 80,6 Terabyte Daten direkt von LibGen gezogen.

Insgesamt ergibt sich so ein Datenvolumen von 162,3 Terabyte. Laut den Klägern haben Richter in der Vergangenheit bereits für deutlich geringere Datenmengen - nur 0,008 Prozent des von Meta heruntergeladenen Volumens - strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.


Besonders aufschlussreich sind die internen Diskussionen über die Legalität des Vorgehens, die jetzt ans Licht gekommen sind. In einer dieser E-Mails schrieb ein Meta-Forschungsingenieur: "Torrenten von einem Firmen-Laptop fühlt sich nicht richtig an." Trotz solcher Bedenken setzte Meta die Aktivitäten offenbar fort, versuchte jedoch, sie zu verschleiern. So wurden keine Facebook-Server für die Downloads genutzt und die Seeding-Einstellungen minimiert.

Die technischen Details des Torrenting-Prozesses sind hier von Bedeutung. Beim Torrenting werden große Dateien in kleine Stücke aufgeteilt, die von vielen Nutzern gleichzeitig heruntergeladen und geteilt werden. Das "Seeding", also das Zur-Verfügung-Stellen dieser Dateistücke, ist ein kritischer Punkt in der rechtlichen Bewertung, da es als Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials gewertet werden könnte.

Hat Meta verbreitet?

Wie Ars Technica berichtet, könnte diese Entwicklung den Rechtsstreit erheblich beeinflussen. Die Kläger argumentieren nun, dass Meta durch das Seeding aktiv urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet hat. Meta hält dagegen, dass das KI-Training mit diesen Daten unter "Fair Use" fällt. Es bleibt abzuwarten, wie diese neuen Erkenntnisse den Verlauf des Rechtsstreits beeinflussen und welche Auswirkungen sie auf die Praxis des KI-Trainings in der Technologiebranche haben werden.

Was ist BitTorrent überhaupt?
BitTorrent ist ein Protokoll zum dezentralen Datenaustausch im Internet. Es ermöglicht Nutzern, große Dateien effizient zu verteilen, indem diese in kleine Stücke aufgeteilt und von verschiedenen Quellen gleichzeitig heruntergeladen werden.

Anders als bei klassischen Downloads lädt man bei BitTorrent nicht von einem einzelnen Server, sondern von vielen anderen Nutzern (Peers) gleichzeitig. Dies verteilt die Last und macht den Download meist schneller und stabiler.
Ist BitTorrent legal?
BitTorrent selbst ist eine völlig legale Technologie, die von vielen Unternehmen und Organisationen für die Distribution von Software, Updates oder Open-Source-Projekten genutzt wird.

Allerdings wird die Technologie auch für die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte missbraucht. Der Download und die Verbreitung solcher Inhalte sind in Deutschland illegal und können rechtliche Konsequenzen haben.
Wie funktioniert BitTorrent?
Bei BitTorrent werden Dateien in kleine Stücke zerlegt und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk verteilt. Jeder Nutzer, der eine Datei herunterlädt, stellt die bereits erhaltenen Teile gleichzeitig anderen Nutzern zur Verfügung.

Ein sogenannter Tracker koordiniert dabei den Austausch und vermittelt zwischen den Teilnehmern. Dies ermöglicht es, dass populäre Inhalte umso schneller verteilt werden können, je mehr Nutzer sie herunterladen.
Welche Clients sind empfehlenswert?
Zu den bekanntesten Torrent-Clients gehören µTorrent, qBittorrent und Transmission. Diese Programme zeichnen sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit und regelmäßige Sicherheitsupdates aus.

Wichtig bei der Wahl eines Clients ist, dass er aktiv entwickelt wird und keine Werbung oder unerwünschte Zusatzprogramme enthält. Open-Source-Clients werden von der Community als besonders vertrauenswürdig eingestuft.
Brauche ich ein VPN für BitTorrent?
Ein VPN verschlüsselt den Datenverkehr und kann die Privatsphäre beim BitTorrent-Nutzen schützen. Für legale Downloads wie Linux-Distributionen oder freie Software ist ein VPN nicht zwingend erforderlich.

Beachten Sie jedoch, dass Ihr Internetanbieter BitTorrent-Traffic erkennen und möglicherweise drosseln kann. Ein VPN kann in solchen Fällen die Geschwindigkeit verbessern.
Was bedeutet Seeden?
Seeden bezeichnet das Bereitstellen bereits heruntergeladener Dateiteile für andere Nutzer. Je mehr Seeder es gibt, desto schneller und stabiler ist der Download für alle Teilnehmer.

In der BitTorrent-Community gilt es als gute Praxis, nach dem Download noch eine Weile zu seeden, um anderen Nutzern zu helfen. Dies trägt zur Gesundheit des gesamten Netzwerks bei.
Wie sicher ist BitTorrent?
Die BitTorrent-Technologie selbst ist sicher, aber wie bei jedem Datenaustausch sollten Nutzer vorsichtig sein. Es empfiehlt sich, nur Torrents von vertrauenswürdigen Quellen herunterzuladen.

Moderne BitTorrent-Clients bieten verschiedene Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung und Peer-Blocking. Zusätzlich sollte eine aktuelle Antivirensoftware verwendet werden.
Warum ist der Download so langsam?
Die Download-Geschwindigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Anzahl der Seeder, der Qualität der Verbindungen und möglichen Einschränkungen durch den Internetanbieter.

Auch die Client-Einstellungen können die Geschwindigkeit beeinflussen. Optimierung der Port-Einstellungen, Anpassung der maximalen Verbindungen und Verwendung aktueller Tracker können die Performance verbessern.
Download qBittorrent - quelloffener BitTorrent-Client Download Tixati - kompakter BitTorrent-Client Download BitComet - umfangreicher BitTorrent-Client
Zusammenfassung
  • Meta beschaffte sich 81,7 TB Daten aus 'Shadow Libraries' für KI-Training
  • Interne E-Mails zeigen Bedenken bezüglich der Legalität des Vorgehens
  • Meta versuchte, Torrenting-Aktivitäten zu verschleiern
  • Kläger argumentieren, Meta habe urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet
  • Rechtsstreit könnte Auswirkungen auf KI-Training in der Tech-Branche haben

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