Neue Methode ermöglicht endlich die Entdeckung kleiner Asteroiden
Mit einer neuen Methode lassen sich jetzt auch die kleinsten Asteroiden im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter entdecken. Es geht hier um Objekte mit Größen zwischen 10 und 100 Metern, die sich bisher aufgrund der großen Entfernungen nicht bestimmen ließen.
Bislang konnten Wissenschaftler Asteroiden im Hauptgürtel erst ab einer Größe von etwa einem Kilometer aufspüren. Das Team um Artem Burdanov vom MIT nutzte jedoch eine Methode namens "Shift and Stack", bei der mehrere Teleskopaufnahmen verschoben und übereinandergelegt werden, um selbst schwache Signale sichtbar zu machen. Diese Technik wurde ursprünglich entwickelt, um Exoplaneten zu untersuchen.
Durch die Anwendung dieser Methode auf Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops, das besonders empfindlich für Infrarotstrahlung ist, gelang es, kleinste Asteroiden sichtbar zu machen. Infrarotstrahlen eignen sich besonders gut, da Asteroiden im Hauptgürtel in diesem Spektralbereich heller erscheinen als im sichtbaren Licht.
Die Entdeckung ist nicht nur ein Meilenstein in der Grundlagenforschung, sondern auch relevant für die Sicherheit der Erde. Kleinere Asteroiden, die aus dem Hauptgürtel stammen, können zu erdnahen Objekten werden. Im schlimmsten Fall werden sie bei Kollisionen so aus ihrer Bahn geworfen, dass sie die Erde irgendwann treffen. Bei einem Aufprall können sie regionale Zerstörungen verursachen - wie etwa beim Tunguska-Ereignis 1908 oder der Explosion über Tscheljabinsk 2013.
"Wir betreten hier ein völlig neues Forschungsfeld, das durch moderne Technologien erst möglich wird", sagt Burdanov. Die Ergebnisse zeigen, dass innovative Ansätze selbst in vermeintlich störenden Daten, wie sie in der Exoplanetenforschung auftreten, ungeahnte Schätze bergen können.
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Regionale Gefahr
Erarbeitet wurde das neue Verfahren von einem internationalen Forschungsteam unter Leitung von Physikern des renommierten MIT. Mit einem neuen Bildverarbeitungsverfahren haben diese jetzt 138 solche Objekte identifiziert. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.Bislang konnten Wissenschaftler Asteroiden im Hauptgürtel erst ab einer Größe von etwa einem Kilometer aufspüren. Das Team um Artem Burdanov vom MIT nutzte jedoch eine Methode namens "Shift and Stack", bei der mehrere Teleskopaufnahmen verschoben und übereinandergelegt werden, um selbst schwache Signale sichtbar zu machen. Diese Technik wurde ursprünglich entwickelt, um Exoplaneten zu untersuchen.
Durch die Anwendung dieser Methode auf Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops, das besonders empfindlich für Infrarotstrahlung ist, gelang es, kleinste Asteroiden sichtbar zu machen. Infrarotstrahlen eignen sich besonders gut, da Asteroiden im Hauptgürtel in diesem Spektralbereich heller erscheinen als im sichtbaren Licht.
Die Entdeckung ist nicht nur ein Meilenstein in der Grundlagenforschung, sondern auch relevant für die Sicherheit der Erde. Kleinere Asteroiden, die aus dem Hauptgürtel stammen, können zu erdnahen Objekten werden. Im schlimmsten Fall werden sie bei Kollisionen so aus ihrer Bahn geworfen, dass sie die Erde irgendwann treffen. Bei einem Aufprall können sie regionale Zerstörungen verursachen - wie etwa beim Tunguska-Ereignis 1908 oder der Explosion über Tscheljabinsk 2013.
Start neuer Forschungen
"Wir können nun potenziell gefährliche Asteroiden viel früher erkennen und ihre Bahnen präziser berechnen", erklärt Burdanov. Diese Daten sind entscheidend für Strategien der planetaren Verteidigung. Die Forscher betonen, dass die Entdeckung neuer kleinerer Asteroidenpopulationen auch unser Verständnis von Kollisionen und der Entstehung von Asteroidenfamilien verbessert."Wir betreten hier ein völlig neues Forschungsfeld, das durch moderne Technologien erst möglich wird", sagt Burdanov. Die Ergebnisse zeigen, dass innovative Ansätze selbst in vermeintlich störenden Daten, wie sie in der Exoplanetenforschung auftreten, ungeahnte Schätze bergen können.
Zusammenfassung
- Neue Methode entdeckt Asteroiden zwischen 10 und 100 Metern Größe
- 'Shift and Stack'-Verfahren macht schwache Signale sichtbar
- 138 kleine Objekte im Asteroidengürtel wurden so identifiziert
- James-Webb-Teleskop liefert Infrarotaufnahmen für die Analyse
- Früherkennung potenziell gefährlicher Asteroiden wird verbessert
- Erkenntnisse fördern Verständnis von Kollisionen und Entstehung
- Innovative Ansätze erschließen neues Forschungsfeld der Astronomie
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