10 Jahre in Arbeit mit Hubble:
Das Milliarden-Pixel-Foto von Andromeda
Das Hubble-Weltraumteleskop hat das bisher detaillierteste Bild der Andromeda-Galaxie erstellt. Das gigantische Mosaik aus 2,5 Milliarden Pixeln zeigt über 200 Millionen Sterne und liefert neue Erkenntnisse über unsere kosmische Nachbarin.
Nur dank Hubbles technische Ausrüstung war die außergewöhnliche Detailaufnahme möglich: Die Advanced Camera for Survey und die Wide Field Camera fotografierten die Galaxie in verschiedenen Wellenlängenbereichen - vom nahen Ultraviolett über das sichtbare Licht bis zum nahen Infrarot. So konnten Astronomen Sterne erfassen, die sonst nicht sichtbar wären. Das resultierende Bild zeigt immerhin 200 Millionen von rund einer Milliarde Sternen in Andromeda.
Die Aufnahmen offenbaren außerdem überraschende Unterschiede zu unserer kosmischen Heimat, der Milchstraße. Daniel Weisz von der University of California Berkeley erklärt laut Futurezone: "Andromeda ist ein Wrack. (Sie) sieht aus wie eine Übergangsgalaxie zwischen einer sternbildenden Spiralgalaxie und einer Art elliptischen Galaxie, die von alternden roten Sternen dominiert wird." Ein möglicher Grund: eine Kollision mit der Satellitengalaxie Messier 32.
2,5 Milliarden Pixel: Andromeda (Bild von ESA/Hubble)
Laut der zu dem Bild veröffentlichten Studie ermöglichen die Daten Astronomen, präzise Aussagen über Alter, Zusammensetzung und Massen der Sterne in Andromeda zu treffen. Dies hilft bei der Bewertung von Modellen zur Galaxienentwicklung und möglichen Verschmelzungen. Missionen wie das James-Webb-Teleskop und das geplante Nancy-Grace-Roman-Teleskop werden wohl das nächste Rekord-Bild liefern und damit weiteren Einblick in den kosmischen Nachbarn gewähren. Bis dahin bleibt das Hubble-Foto die schärfste Aufnahme von Andromeda.
Siehe auch:
Hubble enthüllt: Andromeda-Galaxie in 2,5 Mrd. Pixeln
Über ein Jahrzehnt erstreckte sich das Mammutprojekt zur Erfassung der Andromeda-Galaxie. In zwei Phasen, PHAT (Panchromatic Hubble Andromeda Treasury) und PHAST (Panchromatic Hubble Andromeda Southern Treasury), wurden insgesamt über 600 Einzelaufnahmen gemacht, die ein Mosaik von 2,5 Milliarden Pixeln ergeben. Die Aufnahmen decken sowohl die nördliche als auch die südliche Hälfte der 2,5 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxie ab.Nur dank Hubbles technische Ausrüstung war die außergewöhnliche Detailaufnahme möglich: Die Advanced Camera for Survey und die Wide Field Camera fotografierten die Galaxie in verschiedenen Wellenlängenbereichen - vom nahen Ultraviolett über das sichtbare Licht bis zum nahen Infrarot. So konnten Astronomen Sterne erfassen, die sonst nicht sichtbar wären. Das resultierende Bild zeigt immerhin 200 Millionen von rund einer Milliarde Sternen in Andromeda.
ESA/Hubble arbeite 10 Jahre an Andromeda-Bild
Die Aufnahmen offenbaren außerdem überraschende Unterschiede zu unserer kosmischen Heimat, der Milchstraße. Daniel Weisz von der University of California Berkeley erklärt laut Futurezone: "Andromeda ist ein Wrack. (Sie) sieht aus wie eine Übergangsgalaxie zwischen einer sternbildenden Spiralgalaxie und einer Art elliptischen Galaxie, die von alternden roten Sternen dominiert wird." Ein möglicher Grund: eine Kollision mit der Satellitengalaxie Messier 32.
2,5 Milliarden Pixel: Andromeda (Bild von ESA/Hubble)
Laut der zu dem Bild veröffentlichten Studie ermöglichen die Daten Astronomen, präzise Aussagen über Alter, Zusammensetzung und Massen der Sterne in Andromeda zu treffen. Dies hilft bei der Bewertung von Modellen zur Galaxienentwicklung und möglichen Verschmelzungen. Missionen wie das James-Webb-Teleskop und das geplante Nancy-Grace-Roman-Teleskop werden wohl das nächste Rekord-Bild liefern und damit weiteren Einblick in den kosmischen Nachbarn gewähren. Bis dahin bleibt das Hubble-Foto die schärfste Aufnahme von Andromeda.
Was macht Hubble so besonders?
Das Hubble-Weltraumteleskop ist eines der leistungsstärksten Instrumente zur Erforschung des Weltalls. Es liefert gestochen scharfe Bilder, die von der Erdatmosphäre unbeeinflusst sind, und ermöglicht Einblicke in die entferntesten Regionen des Universums.
Seit seinem Start im Jahr 1990 hat Hubble mehr als 1,5 Millionen Beobachtungen durchgeführt und dabei über 19.000 wissenschaftliche Arbeiten ermöglicht. Seine Entdeckungen haben unser Verständnis des Kosmos grundlegend verändert.
Seit seinem Start im Jahr 1990 hat Hubble mehr als 1,5 Millionen Beobachtungen durchgeführt und dabei über 19.000 wissenschaftliche Arbeiten ermöglicht. Seine Entdeckungen haben unser Verständnis des Kosmos grundlegend verändert.
Wie lange hält Hubble noch?
Die ursprüngliche Lebensdauer des Teleskops wurde auf 15 Jahre geschätzt, doch dank mehrerer Wartungsmissionen arbeitet es auch nach über 30 Jahren noch zuverlässig. Experten gehen davon aus, dass es mindestens bis 2030 funktionsfähig bleiben könnte.
Allerdings zeigen sich zunehmend Alterungserscheinungen an den Gyroskopen und anderen Systemen. Ein genaues Ende der Mission lässt sich nicht vorhersagen, aber Nachfolger wie das James-Webb-Teleskop sind bereits im Einsatz.
Allerdings zeigen sich zunehmend Alterungserscheinungen an den Gyroskopen und anderen Systemen. Ein genaues Ende der Mission lässt sich nicht vorhersagen, aber Nachfolger wie das James-Webb-Teleskop sind bereits im Einsatz.
Wie groß ist das Teleskop?
Das Hubble-Weltraumteleskop hat etwa die Größe eines Linienbusses. Es ist 13,2 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,2 Metern. Der Hauptspiegel misst 2,4 Meter im Durchmesser und ist damit vergleichsweise kompakt.
Mit einem Gewicht von 11,1 Tonnen umkreist es in etwa 540 Kilometern Höhe die Erde. Seine Sonnenkollektoren haben eine Spannweite von 7,6 Metern und versorgen die Instrumente mit Energie.
Mit einem Gewicht von 11,1 Tonnen umkreist es in etwa 540 Kilometern Höhe die Erde. Seine Sonnenkollektoren haben eine Spannweite von 7,6 Metern und versorgen die Instrumente mit Energie.
Welche Entdeckungen gelangen?
Zu den wichtigsten Entdeckungen gehört die Bestimmung des Alters des Universums auf etwa 13,8 Milliarden Jahre. Hubble lieferte auch Beweise für die Existenz Schwarzer Löcher in Galaxienzentren.
Das Teleskop ermöglichte außerdem die Beobachtung von Exoplaneten und ihrer Atmosphären, fotografierte die Entstehung von Sternen und half bei der Entdeckung der mysteriösen Dunklen Energie.
Das Teleskop ermöglichte außerdem die Beobachtung von Exoplaneten und ihrer Atmosphären, fotografierte die Entstehung von Sternen und half bei der Entdeckung der mysteriösen Dunklen Energie.
Wer steuert Hubble?
Das Hubble-Weltraumteleskop wird gemeinsam von der NASA und der ESA betrieben. Das Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore ist für den täglichen Betrieb und die wissenschaftliche Koordination zuständig.
Wissenschaftler aus aller Welt können Beobachtungszeit beantragen. Ein Expertenkomitee wählt aus den vielen Anträgen die vielversprechendsten Projekte aus und erstellt einen detaillierten Zeitplan.
Wissenschaftler aus aller Welt können Beobachtungszeit beantragen. Ein Expertenkomitee wählt aus den vielen Anträgen die vielversprechendsten Projekte aus und erstellt einen detaillierten Zeitplan.
Wie entstehen Hubbles Bilder?
Die Aufnahmen von Hubble sind zunächst schwarz-weiß und werden durch verschiedene Filter aufgenommen. Diese Einzelbilder werden dann am Computer zu farbigen Gesamtbildern zusammengesetzt.
Die Farben entsprechen dabei nicht immer dem, was das menschliche Auge sehen würde. Sie werden oft so gewählt, dass bestimmte astronomische Details besser erkennbar sind und verschiedene Elemente sichtbar werden.
Die Farben entsprechen dabei nicht immer dem, was das menschliche Auge sehen würde. Sie werden oft so gewählt, dass bestimmte astronomische Details besser erkennbar sind und verschiedene Elemente sichtbar werden.
Was kostet der Betrieb?
Die jährlichen Betriebskosten für das Hubble-Teleskop belaufen sich auf etwa 75 Millionen Euro. Dies beinhaltet die Steuerung, Datenauswertung und wissenschaftliche Arbeit.
Die Gesamtkosten seit dem Start, einschließlich Entwicklung, Bau und aller Wartungsmissionen, werden auf über 10 Milliarden Dollar geschätzt. Wissenschaftler betonen jedoch den enormen Wert der gewonnenen Erkenntnisse.
Die Gesamtkosten seit dem Start, einschließlich Entwicklung, Bau und aller Wartungsmissionen, werden auf über 10 Milliarden Dollar geschätzt. Wissenschaftler betonen jedoch den enormen Wert der gewonnenen Erkenntnisse.
Gibt es technische Probleme?
Anfangs hatte Hubble einen gravierenden Fehler im Hauptspiegel, der 1993 durch eine Reparaturmission behoben wurde. Seither gab es mehrere kleinere technische Herausforderungen, die meist gelöst werden konnten.
Aktuell arbeitet das Teleskop mit weniger Gyroskopen als ursprünglich vorgesehen, was die Ausrichtung etwas einschränkt. Die Instrumente funktionieren aber weiterhin zuverlässig und liefern hochwertige Daten.
Aktuell arbeitet das Teleskop mit weniger Gyroskopen als ursprünglich vorgesehen, was die Ausrichtung etwas einschränkt. Die Instrumente funktionieren aber weiterhin zuverlässig und liefern hochwertige Daten.
Zusammenfassung
- Hubble-Teleskop erstellt detailliertestes Bild der Andromeda-Galaxie
- Mosaik aus 2,5 Milliarden Pixeln zeigt über 200 Millionen Sterne
- Das Projekt erstreckte sich über ein Jahrzehnt in zwei Phasen: PHAT und PHAST
- Aufnahmen in verschiedenen Wellenlängenbereichen ermöglichen Detailansicht
- Andromeda zeigt Unterschiede zur Milchstraße und wirkt wie eine Übergangsgalaxie
- Daten ermöglichen präzise Aussagen über Alter und Zusammensetzung der Sterne
- Forschung wird mit James-Webb-Teleskop und Nancy Grace Roman Teleskop fortgesetzt
Siehe auch:
- Hubble-Teleskop enthüllt die intergalaktische Odyssee des Kohlenstoffs
- Achtmal näher als je zuvor: Hubble zeigt nie gesehene Quasar-Details
- Ganz anders als Hubble: Sombrero-Galaxie glänzt in neuem Webb-Bild
- Nach Hubble und Webb: Next-Gen-Teleskop erreicht großen Meilenstein
- Hubble und New Horizons: Einzigartiger Doppelblick auf Uranus
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