RTX 5090 rennt bei Benchmarks, aber in echten Spielen steht es anders
Nvidia RTX 5090: Erste synthetische Benchmarks zeigen große Leistungssprünge von bis zu 50 Prozent, aber der Zugewinn bei der realen Spielperformance bleibt im Vergleich wohl recht moderat. Das sagen die letzten Tests, bevor das Review-Embargo aufgehoben wird.
Auch im Speed Way Benchmark, der DirectX 12 Ultimate mit Raytracing in 1440p testet, überzeugt die RTX 5090 mit Leistungssteigerung von 43 Prozent. Diese synthetischen Tests lassen auf den ersten Blick einen gewaltigen Leistungssprung vermuten. Allerdings zeigt sich in der Spielpraxis erfahrungsgemäß ein anderes Bild.
Laut der Website VideoCardz, die sich auf Informationen von Testern beruft, fällt die reale Leistungssteigerung in Spielen erwartbar deutlich geringer aus. "Im Durchschnitt können Gamer eine Leistungssteigerung von etwa 20 Prozent gegenüber der RTX 4090 erwarten", zitiert die Seite ihre Quellen. Die tatsächliche Leistung variiert dabei natürlich auch je nach Spiel, Auflösung und Grafikeinstellungen deutlich.
Außerdem wichtig zu erwähnen: Bei der neuen RTX-Generation setzt Nvidia mehr wie je zuvor auf die Magie der Bildgenerator-KI DLSS 4.0. Damit sind in Spielen noch deutlich größere Leistungssprünge zu erwarten - mit bekannten Nebeneffekten. Die Steigerung der Shader-Anzahl lässt bei der RTX laut früheren Berichten um die 30 Prozent hardwareseitigen Leistungszuwachs vermuten.
Das Review-Embargo für die RTX 5090 wird morgen, den 23.01., aufgehoben, dann werden detaillierte Berichte und unabhängige Messungen mehr Klarheit über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der neuen GPU-Generation bringen. Es bleibt also - nicht mehr allzu lange - abzuwarten, wie sich die RTX 5090 in umfassenden Praxistests schlägt.
Siehe auch:
RTX 5090: Benchmark-Biest mit Praxis-Bremse
Eines kann man jetzt schon sagen: Die RTX 5090 zeigt in 3DMark-Benchmarks beeindruckende Leistungssteigerungen gegenüber der RTX 4090. In Time Spy Extreme (4K DirectX 12) erreicht sie 25.485 Punkte, was einem Zuwachs von 30,8 Prozent entspricht. Noch deutlicher fällt der Vorsprung in Steel Nomad aus, einem 4K DirectX 12-Test mit modernen Grafikfunktionen: Hier liegt die Leistungssteigerung bei 53,35 Prozent.Auch im Speed Way Benchmark, der DirectX 12 Ultimate mit Raytracing in 1440p testet, überzeugt die RTX 5090 mit Leistungssteigerung von 43 Prozent. Diese synthetischen Tests lassen auf den ersten Blick einen gewaltigen Leistungssprung vermuten. Allerdings zeigt sich in der Spielpraxis erfahrungsgemäß ein anderes Bild.
Laut der Website VideoCardz, die sich auf Informationen von Testern beruft, fällt die reale Leistungssteigerung in Spielen erwartbar deutlich geringer aus. "Im Durchschnitt können Gamer eine Leistungssteigerung von etwa 20 Prozent gegenüber der RTX 4090 erwarten", zitiert die Seite ihre Quellen. Die tatsächliche Leistung variiert dabei natürlich auch je nach Spiel, Auflösung und Grafikeinstellungen deutlich.
Außerdem wichtig zu erwähnen: Bei der neuen RTX-Generation setzt Nvidia mehr wie je zuvor auf die Magie der Bildgenerator-KI DLSS 4.0. Damit sind in Spielen noch deutlich größere Leistungssprünge zu erwarten - mit bekannten Nebeneffekten. Die Steigerung der Shader-Anzahl lässt bei der RTX laut früheren Berichten um die 30 Prozent hardwareseitigen Leistungszuwachs vermuten.
Leistungsrätsel vor dem Launch
Aber wie kommt es zu dieser Diskrepanz? Synthetische Tests wie die von 3D Mark sind darauf ausgelegt, spezifische Aspekte der GPU-Leistung zu messen und können die komplexen Anforderungen von Spielen nicht vollständig abbilden. In Spielen kommen Faktoren wie Treiber-Optimierungen, CPU-Limitierungen und variierende Grafikeinstellungen zum Tragen, die die effektive Leistung beeinflussen.Das Review-Embargo für die RTX 5090 wird morgen, den 23.01., aufgehoben, dann werden detaillierte Berichte und unabhängige Messungen mehr Klarheit über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der neuen GPU-Generation bringen. Es bleibt also - nicht mehr allzu lange - abzuwarten, wie sich die RTX 5090 in umfassenden Praxistests schlägt.
| Specs der GeForce-RTX-5000-Serie im Überblick | ||||
|---|---|---|---|---|
| Modell | GeForce RTX 5090 | GeForce RTX 5080 | GeForce RTX 5070 Ti | GeForce RTX 5070 |
| Architektur | Blackwell | |||
| GPU* | GB202 | GB203 | GB205 | |
| CUs aktiv (Chip*) | 170 (192) | 84 (84) | 70 (84) | 48 (50) |
| Aktive Shader | 21.760 | 10.752 | 8.960 | 6.144 |
| Taktraten Boost/Basis | 2.410/2.010 | 2.620/2.300 | 2.450/2.300 | 2.510/2.160 |
| Speicher | 32 GB GDDR7 | 16 GB GDDR7 | 12 GB GDDR7 | |
| Speicher-Interface | 512 Bit | 256 Bit | 192 Bit | |
| Speicherdurchsatz | 28 Gbps | 30 Gbps | 28 Gbps | |
| Bandbreite | 1.792 GB/s | 960 GB/s | 896 GB/s | 672 GB/s |
| PCI Express | 5.0 x16 | |||
| TDP | 575 W | 360 W | 300 W | 250 W |
| Founders Edition | Ja | Nein | Ja | 2 Slot (304 mm) |
| Stromanschluss (mind.) | 1x 12V-2x6 (600 Watt) | 1x 12V-2x6 (min. 450 Watt) | 1x 12V-2x6 (min. 300 Watt) | |
| I/O | 3× DP 2.1b, 1× HDMI 2.1 | unbekannt | ||
| DLSS | DLSS 4 | |||
| AI TOPS | 3.352 | 1.801 | 1.406 | 988 |
| Markteinführung | 30. Januar 2025 | Februar | ||
| UVP (inkl. MwSt.) | 2.329 Euro | 1.169 Euro | 879 Euro | 649 Euro |
| * unbestätigt | ||||
Was ist DLSS überhaupt?
DLSS (Deep Learning Super Sampling) ist eine von Nvidia entwickelte KI-gestützte Upscaling-Technologie, die Spielgrafiken in niedrigerer Auflösung rendert und dann hochskaliert. Dabei wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um die Bildqualität zu verbessern.
Diese Technologie ermöglicht es, deutlich höhere Frameraten zu erreichen, ohne dabei merkliche Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Das System wurde mit hochauflösenden Bildern trainiert und kann so Details intelligent rekonstruieren.
Diese Technologie ermöglicht es, deutlich höhere Frameraten zu erreichen, ohne dabei merkliche Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Das System wurde mit hochauflösenden Bildern trainiert und kann so Details intelligent rekonstruieren.
Welche Grafikkarte brauche ich?
Für DLSS benötigen Sie eine NVIDIA GeForce RTX Grafikkarte der 20-, 30- oder 40-Serie. Die Technologie funktioniert nicht mit älteren GTX-Modellen oder Grafikkarten anderer Hersteller.
Dabei bietet jede neue Generation von RTX-Karten verbesserte DLSS-Leistung, wobei die 40er-Serie die aktuell beste Performance und Bildqualität liefert.
Dabei bietet jede neue Generation von RTX-Karten verbesserte DLSS-Leistung, wobei die 40er-Serie die aktuell beste Performance und Bildqualität liefert.
Wie viel FPS bringt DLSS?
Die FPS-Steigerung durch DLSS variiert je nach Spiel und gewähltem DLSS-Modus. In vielen Fällen kann man mit Leistungssteigerungen von 40 bis 100 Prozent rechnen.
Im Performance-Modus sind sogar noch höhere Steigerungen möglich, allerdings auf Kosten der Bildqualität. Der Qualitätsmodus bietet den besten Kompromiss zwischen Leistung und Bildqualität.
Im Performance-Modus sind sogar noch höhere Steigerungen möglich, allerdings auf Kosten der Bildqualität. Der Qualitätsmodus bietet den besten Kompromiss zwischen Leistung und Bildqualität.
DLSS vs. FSR: Die Unterschiede?
DLSS ist eine proprietäre NVIDIA-Technologie, die auf spezieller KI-Hardware basiert, während AMDs FSR als Open-Source-Lösung ohne dedizierte KI-Chips auskommt.
FSR funktioniert mit einer breiteren Palette von Grafikkarten, erreicht aber nicht immer die gleiche Bildqualität wie DLSS, besonders bei starker Upscaling-Rate.
FSR funktioniert mit einer breiteren Palette von Grafikkarten, erreicht aber nicht immer die gleiche Bildqualität wie DLSS, besonders bei starker Upscaling-Rate.
Welche DLSS-Modi gibt es?
DLSS bietet verschiedene Modi: Quality, Balanced, Performance und Ultra Performance. Der Qualitätsmodus rendert in höherer Auflösung und bietet die beste Bildqualität.
Der Performance-Modus ermöglicht die höchsten FPS-Steigerungen, während der Balance-Modus einen guten Mittelweg darstellt. Ultra Performance ist primär für 8K-Gaming gedacht.
Der Performance-Modus ermöglicht die höchsten FPS-Steigerungen, während der Balance-Modus einen guten Mittelweg darstellt. Ultra Performance ist primär für 8K-Gaming gedacht.
Kostet DLSS extra?
DLSS ist kostenlos und bereits in der Grafikkarten-Firmware integriert. Sie müssen keine zusätzliche Software kaufen oder Lizenzen erwerben.
Allerdings fallen die initialen Kosten für eine kompatible RTX-Grafikkarte an, die in der Regel teurer sind als vergleichbare Modelle ohne DLSS-Unterstützung.
Allerdings fallen die initialen Kosten für eine kompatible RTX-Grafikkarte an, die in der Regel teurer sind als vergleichbare Modelle ohne DLSS-Unterstützung.
Welche Spiele unterstützen DLSS?
Die Liste der DLSS-kompatiblen Spiele wächst ständig. Aktuell unterstützen bereits hunderte Titel diese Technologie, darunter viele populäre AAA-Spiele.
Besonders neue Releases setzen häufig auf DLSS, da es sich als Standard-Feature für hochwertige PC-Spiele etabliert hat. Die Integration wird von NVIDIA aktiv gefördert und unterstützt.
Besonders neue Releases setzen häufig auf DLSS, da es sich als Standard-Feature für hochwertige PC-Spiele etabliert hat. Die Integration wird von NVIDIA aktiv gefördert und unterstützt.
Gibt es Nachteile bei DLSS?
Bei aktiviertem DLSS kann es in manchen Fällen zu leichten Bildverfremdungen oder Ghosting-Effekten kommen, besonders bei schnellen Bewegungen im Bild.
Zudem benötigt DLSS eine kurze Initialisierungszeit beim Spielstart, und die Bildqualität kann bei extremen Upscaling-Raten leicht leiden. Diese Effekte sind aber meist nur bei genauer Betrachtung wahrnehmbar.
Zudem benötigt DLSS eine kurze Initialisierungszeit beim Spielstart, und die Bildqualität kann bei extremen Upscaling-Raten leicht leiden. Diese Effekte sind aber meist nur bei genauer Betrachtung wahrnehmbar.
Zusammenfassung
- RTX 5090 zeigt in synthetischen Benchmarks bis zu 50 Prozent Leistungszuwachs
- Time Spy Extreme: 30,8 Prozent mehr Leistung als RTX 4090
- Steel Nomad: Leistungssteigerung von 53,35 Prozent gegenüber Vorgänger
- Speed Way Benchmark: 43 Prozent Leistungszuwachs bei Raytracing in 1440p
- Reale Spieleleistung laut Quellen nur etwa 20 Prozent besser als RTX 4090
- DLSS 4.0 soll für deutlich größere Leistungssprünge in Spielen sorgen
- Review-Embargo wird am 23. Januar 2025 aufgehoben
Siehe auch:
- Nvidia macht Hoffnung: Frame Generation auch für RTX 3000-Karten?
- Schlechte Verfügbarkeit: Nvidia limitiert Verkauf von RTX 5080 & 5090
- Nvidia beerdigt RTX 40-Serie: Produktionsstopp für RTX 4070 und 4060
- Nvidia RTX 50-Benchmarks: Leistungsgewinne ohne DLSS 4.0 eher klein
- Ab wann Benchmarks & Tests? Datum für Nvidia RTX 5090 und 5080
Thema:
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