Nvidia RTX 50-Benchmarks:
Leistungsgewinne ohne DLSS 4.0 eher klein

Nvidias neue GeForce RTX 50-Serie verspricht Leistungssteigerungen. Doch wie viel davon ist echter Hardware-Fortschritt, und wie sehr hängt die Performance von DLSS 4.0 ab? Eine Analyse der ersten Benchmarks offenbart, dass die KI-Upscaling-Technologie eine Schlüsselrolle spielt.
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Leistungssprung oder Software-Trick?

Die GeForce RTX 50-Serie von Nvidia steht in den Startlöchern. Doch wie viel echter Fortschritt steckt in den neuen Grafikkarten? Erste Benchmarks und technische Details geben Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Blackwell-GPU-Architektur - und die große Bedeutung von DLSS 4.0.

Nvidia hat offizielle Leistungsdaten zu seinen kommenden Flaggschiff-Modellen RTX 5090, RTX 5080, RTX 5070 Ti und RTX 5070 veröffentlicht. Die reinen Hardware-Verbesserungen fallen dabei moderater aus als die Zahlen mit aktiviertem DLSS 4.0 vermuten lassen.


Wie ComputerBase berichtet, zeigen die Benchmarks ohne KI-Upscaling folgende Leistungssteigerungen gegenüber den Vorgängermodellen:

  • RTX 5090: etwa 30 Prozent schneller als RTX 4090
  • RTX 5080: etwa 15 Prozent schneller als RTX 4080
  • RTX 5070 Ti und 5070: etwa 20 Prozent schneller als 4070 Ti/4070

Diese Werte entsprechen in etwa dem Zuwachs an Shader-Einheiten. Einzig die RTX 5070 fällt mit 20 Prozent Plus trotz nur 4 Prozent mehr Shadern aus dem Rahmen.

DLSS 4.0 als Leistungsturbo

Der große Leistungssprung, den Nvidia bei der Vorstellung hervorgehoben hatte, kommt erst mit DLSS 4.0 ins Spiel. Die neue Version der KI-Upscaling-Technologie kann laut dem Unternehmen die Performance in manchen Titeln mehr als verdoppeln. Besonders die nicht ganz so leistungsstarken Modelle profitieren davon.

Neben der reinen Rechenleistung bringt die Blackwell-Architektur auch einige technische Neuerungen mit sich. So unterstützen die Karten erstmals DisplayPort 2.1 mit bis zu 80 Gbit/s Bandbreite. Auch der Videospeicher macht einen Sprung auf schnelles GDDR7.

Für Spieler interessant sind zudem die "Neural Shader". Diese erlauben es, KI-Berechnungen direkt in Shader-Programme zu integrieren. Nvidia verspricht damit realistischere Darstellungen von Haut, Haaren und Gesichtern bei geringerem Speicherverbrauch.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen Modelle sollen zu folgenden Preisen auf den Markt kommen:

  • RTX 5090: 2329 Euro
  • RTX 5080: 1169 Euro
  • RTX 5070 Ti: 879 Euro
  • RTX 5070: 649 Euro

Der Verkaufsstart für RTX 5090 und 5080 ist für den 30. Januar geplant, die beiden 5070-Modelle sollen im Februar folgen. Unabhängige Benchmarks dürfen auch bald veröffentlicht werden. Dann wird man einen noch besseren Eindruck davon erhalten, was für Leistungssteigerungen abseits der KI-Beschleunigung möglich sind.

Specs der GeForce-RTX-5000-Serie im Überblick
Modell GeForce RTX 5090 GeForce RTX 5080 GeForce RTX 5070 Ti GeForce RTX 5070
Architektur Blackwell
GPU* GB202 GB203 GB205
CUs aktiv (Chip*) 170 (192) 84 (84) 70 (84) 48 (50)
aktive Shader 21.760 10.752 8.960 6.144
Taktraten Boost/Basis 2.410/2.010 2.620/2.300 2.450/2.300 2.510/2.160
Speicher 32 GB GDDR7 16 GB GDDR7 12 GB GDDR7
Speicher-Interface 512 Bit 256 Bit 192 Bit
Speicherdurchsatz 28 Gbps 30 Gbps 28 Gbps
Bandbreite 1.792 GB/s 960 GB/s 896 GB/s 672 GB/s
PCI Express 5.0 x16
TDP 575 W 360 W 300 W 250 W
Founders Edition Ja Nein Ja 2 Slot (304 mm)
Stromanschluss (mind.) 1x 12V-2x6 (600 Watt) 1x 12V-2x6 (min. 450 Watt) 1x 12V-2x6 (min. 300 Watt)
I/O 3× DP 2.1b, 1× HDMI 2.1 ?
DLSS DLSS 4
AI TOPS 3.352 1.801 1.406 988
Markteinführung 30. Januar 2025 Februar
UVP (inkl. MwSt.) 2.329 Euro 1.169 Euro 879 Euro 649 Euro
* unbestätigt

Fazit: Evolution statt Revolution

Eines ist aber jetzt schon klar: Die GeForce RTX 50-Serie markiert in Sachen reiner Hardware-Steigerung keinen revolutionären Sprung in der Grafikleistung. Stattdessen setzt Nvidia verstärkt auf KI-Technologien wie DLSS 4.0, um die Performance zu steigern. Ob sich ein Upgrade für Besitzer aktueller High-End-Karten lohnt, hängt stark vom individuellen Anwendungsfall ab. Für Nutzer älterer Generationen sind die neuen Modelle jedoch durchaus interessant.

Was denkt ihr über Nvidias Strategie, verstärkt auf KI-Upscaling zu setzen? Seht ihr DLSS 4.0 als entscheidenden Faktor oder wünscht ihr euch mehr native Leistung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Was ist DLSS überhaupt?
DLSS (Deep Learning Super Sampling) ist eine von Nvidia entwickelte KI-gestützte Upscaling-Technologie, die Spielgrafiken in niedrigerer Auflösung rendert und dann hochskaliert. Dabei wird künstliche Intelligenz eingesetzt, um die Bildqualität zu verbessern.

Diese Technologie ermöglicht es, deutlich höhere Frameraten zu erreichen, ohne dabei merkliche Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Das System wurde mit hochauflösenden Bildern trainiert und kann so Details intelligent rekonstruieren.
Welche Grafikkarte brauche ich?
Für DLSS benötigen Sie eine NVIDIA GeForce RTX Grafikkarte der 20-, 30- oder 40-Serie. Die Technologie funktioniert nicht mit älteren GTX-Modellen oder Grafikkarten anderer Hersteller.

Dabei bietet jede neue Generation von RTX-Karten verbesserte DLSS-Leistung, wobei die 40er-Serie die aktuell beste Performance und Bildqualität liefert.
Wie viel FPS bringt DLSS?
Die FPS-Steigerung durch DLSS variiert je nach Spiel und gewähltem DLSS-Modus. In vielen Fällen kann man mit Leistungssteigerungen von 40 bis 100 Prozent rechnen.

Im Performance-Modus sind sogar noch höhere Steigerungen möglich, allerdings auf Kosten der Bildqualität. Der Qualitätsmodus bietet den besten Kompromiss zwischen Leistung und Bildqualität.
DLSS vs. FSR: Die Unterschiede?
DLSS ist eine proprietäre NVIDIA-Technologie, die auf spezieller KI-Hardware basiert, während AMDs FSR als Open-Source-Lösung ohne dedizierte KI-Chips auskommt.

FSR funktioniert mit einer breiteren Palette von Grafikkarten, erreicht aber nicht immer die gleiche Bildqualität wie DLSS, besonders bei starker Upscaling-Rate.
Welche DLSS-Modi gibt es?
DLSS bietet verschiedene Modi: Quality, Balanced, Performance und Ultra Performance. Der Qualitätsmodus rendert in höherer Auflösung und bietet die beste Bildqualität.

Der Performance-Modus ermöglicht die höchsten FPS-Steigerungen, während der Balanced-Modus einen guten Mittelweg darstellt. Ultra Performance ist primär für 8K-Gaming gedacht.
Kostet DLSS extra?
DLSS ist kostenlos und bereits in der Grafikkarten-Firmware integriert. Sie müssen keine zusätzliche Software kaufen oder Lizenzen erwerben.

Allerdings fallen die initialen Kosten für eine kompatible RTX-Grafikkarte an, die in der Regel teurer sind als vergleichbare Modelle ohne DLSS-Unterstützung.
Welche Spiele unterstützen DLSS?
Die Liste der DLSS-kompatiblen Spiele wächst ständig. Aktuell unterstützen bereits hunderte Titel diese Technologie, darunter viele populäre AAA-Spiele.

Besonders neue Releases setzen häufig auf DLSS, da es sich als Standard-Feature für hochwertige PC-Spiele etabliert hat. Die Integration wird von NVIDIA aktiv gefördert und unterstützt.
Gibt es Nachteile bei DLSS?
Bei aktiviertem DLSS kann es in manchen Fällen zu leichten Bildverfremdungen oder Ghosting-Effekten kommen, besonders bei schnellen Bewegungen im Bild.

Zudem benötigt DLSS eine kurze Initialisierungszeit beim Spielstart, und die Bildqualität kann bei extremen Upscaling-Raten leicht leiden. Diese Effekte sind aber meist nur bei genauer Betrachtung wahrnehmbar.
Zusammenfassung
  • Nvidias GeForce RTX 50-Serie verspricht Leistungssteigerungen
  • Hardware-Verbesserungen fallen moderater aus als mit DLSS 4.0
  • Neue Version von DLSS kann Performance teils mehr als verdoppeln
  • Blackwell-Architektur bringt technische Neuerungen wie Neural Shader
  • Verkaufsstart für RTX 5090 und 5080 am 30. Januar 2025 geplant
  • Nvidia setzt verstärkt auf KI-Technologien zur Leistungssteigerung
  • Upgrade-Empfehlung hängt vom individuellen Anwendungsfall ab

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