JuMBOs: Webb-Teleskop entdeckt Planeten-Paare ohne Sterne
Astronomen haben in den Daten des James-Webb-Weltraumteleskops im Orionnebel ein faszinierendes Phänomen entdeckt: sogenannte "JuMBOs". Dabei handelt es sich um Paare großer Planeten, die sich nur selbst und keinen Stern umkreisen.
Erste Theorien gingen davon aus, dass diese Objekte ursprünglich Planeten waren, die entweder aus ihren Sternensystemen herausgeschleudert wurden oder sich gegenseitig aus der Umlaufbahn zogen. Die neue Hypothese schlägt jedoch einen anderen Ursprung vor: JuMBOs könnten aus den Kernen von embryonalen Sternen hervorgegangen sein.
Sterne entstehen aus dichten Gas- und Staubwolken, sogenannten prästellaren Kernen. Wenn solche Kerne durch äußere Einflüsse wie hochenergetische Strahlung fragmentieren, können Zwillings- oder sogar Drillingssterne entstehen. Die Forscher vermuten, dass in einer sternenreichen Umgebung wie dem Orionnebel ein so starker Strahlungsdruck entstehen kann, dass die Gaswolken um diese Sternen-Kerne regelrecht weggeblasen werden. Dadurch kommt nie genug Materie zusammen, um eine Kernfusion zu zünden - übrig bleiben dann kompaktere Objekte wie braune Zwerge oder planetenähnliche Körper.
Die Studie, veröffentlicht im Astrophysical Journal, bietet eine plausible Erklärung für die Entstehung dieser ungewöhnlichen Objekte. Weitere Beobachtungen in anderen Sternentstehungsregionen, wie der Scorpius-Centaurus-Assoziation, könnten die Hypothese bestätigen. Der leitende Forscher Richard Parker betont jedoch, dass es wahrscheinlich mehrere Mechanismen für die Bildung von JuMBOs gibt. "Wir wissen so wenig über sie, dass sie durchaus auf unterschiedliche Weise entstehen könnten", so Parker.
Siehe auch:
Gescheiterte Sterne
JuMBOs steht für Jupiter-Mass Binary Objects, es handelt sich also um Paare von Planeten, die der Größenklasse unseres Jupiters entsprechen. Diese umkreisen sich gegenseitig in einer Entfernung von jeweils 25 bis 400 Astronomischen Einheiten (AE - die Entfernung zwischen Sonne und Erde). Eine aktuelle Studie liefert eine neue Erklärung für ihre Entstehung, die mit embryonalen Sternen zusammenhängt.Erste Theorien gingen davon aus, dass diese Objekte ursprünglich Planeten waren, die entweder aus ihren Sternensystemen herausgeschleudert wurden oder sich gegenseitig aus der Umlaufbahn zogen. Die neue Hypothese schlägt jedoch einen anderen Ursprung vor: JuMBOs könnten aus den Kernen von embryonalen Sternen hervorgegangen sein.
Sterne entstehen aus dichten Gas- und Staubwolken, sogenannten prästellaren Kernen. Wenn solche Kerne durch äußere Einflüsse wie hochenergetische Strahlung fragmentieren, können Zwillings- oder sogar Drillingssterne entstehen. Die Forscher vermuten, dass in einer sternenreichen Umgebung wie dem Orionnebel ein so starker Strahlungsdruck entstehen kann, dass die Gaswolken um diese Sternen-Kerne regelrecht weggeblasen werden. Dadurch kommt nie genug Materie zusammen, um eine Kernfusion zu zünden - übrig bleiben dann kompaktere Objekte wie braune Zwerge oder planetenähnliche Körper.
Mehrere Ursprünge möglich
Um ihre Idee zu überprüfen, simulierten die Wissenschaftler prästellare Kerne und setzten sie der intensiven Strahlung benachbarter massereicher Sterne aus. Die Ergebnisse zeigen, dass die simulierten Objekte in Masse und Abstand den beobachteten JuMBOs entsprechen. Diese Prozesse könnten erklären, warum die JuMBO-Paare größere Distanzen aufweisen als typische braune Zwillinge in der Milchstraße.Die Studie, veröffentlicht im Astrophysical Journal, bietet eine plausible Erklärung für die Entstehung dieser ungewöhnlichen Objekte. Weitere Beobachtungen in anderen Sternentstehungsregionen, wie der Scorpius-Centaurus-Assoziation, könnten die Hypothese bestätigen. Der leitende Forscher Richard Parker betont jedoch, dass es wahrscheinlich mehrere Mechanismen für die Bildung von JuMBOs gibt. "Wir wissen so wenig über sie, dass sie durchaus auf unterschiedliche Weise entstehen könnten", so Parker.
Zusammenfassung
- Webb-Teleskop entdeckt JuMBOs: Paare großer Planeten ohne Stern
- JuMBOs umkreisen sich gegenseitig in 25 bis 400 AE Entfernung
- Neue Theorie: JuMBOs entstehen aus Kernen embryonaler Sterne
- Starke Strahlung könnte Gaswolken um Kerne von Sternen wegblasen
- Simulationen bestätigen Masse und Abstand der beobachteten JuMBOs
- Weitere Beobachtungen in anderen Regionen könnten die Theorie stützen
- Forscher vermuten mehrere mögliche Entstehungsmechanismen für JuMBOs
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