Vorsicht!: App Stores werden mit minderwertigen KI-Apps geflutet
Die Beliebtheit neuer KI-Apps in Apples App-Store ist in diesem Jahr explosionsartig gestiegen. Die Zahl entsprechender Angebote steigt rasant an. Doch hinter der beeindruckenden Quantität verbirgt sich oft fragwürdige Qualität.
Ein Beispiel ist die App DaVinci AI des türkischen Entwicklers HUBX, die als KI-Bildgenerator beworben wird. Ein Großteil der Funktionen ist jedoch hinter teuren Abonnements versteckt - bis zu 30 Dollar jährlich oder 5 Dollar pro Woche. Die kostenlosen Features liefern oft unbrauchbare Ergebnisse, etwa verzerrte oder fehlerhafte Bilder. Hinzu kommen invasive Werbeanzeigen und ein schwerfälliges Design.
Auch andere HUBX-Produkte wie Home AI (für Innenraumgestaltung) oder Tattoo AI enttäuschen: Die generierten Inhalte sind unbrauchbar, die Nutzeroberfläche unübersichtlich und der Kundenservice praktisch nicht existent. Trotz zahlreicher Fünf-Sterne-Bewertungen in den App-Store-Rankings ist die Resonanz in sozialen Medien überwiegend negativ - hier muss also von manipulierten Bewertungen ausgegangen werden.
Interessant ist die unterschiedliche Akzeptanz der Apps je nach Gerätetyp. Während iPhone-Nutzer oft auf generative KI-Apps setzen, sind die Top-Listen für das iPad von traditionellen Kreativ-Tools wie Adobe Fresco oder Clip Studio Paint geprägt. Dies deutet darauf hin, dass professionelle Kreative weniger auf KI-Apps setzen, die als "Massenprodukte" wahrgenommen werden.
Siehe auch:
- KI-Apps sind im App-Store sehr beliebt und dominieren die Rankings
- Viele hoch platzierte KI-Apps bieten fragwürdige Qualität und Mehrwert
- DaVinci AI: Teures Abo, unbrauchbare Ergebnisse, invasive Werbung
- Vermutlich manipulierte App-Store-Bewertungen bei einigen Anwendungen
- Es gibt auch qualitativ hochwertige KI-Apps wie Photoroom und Picsart AI
- iPhone-Nutzer bevorzugen generative KI-Apps, iPad-Nutzer eher Kreativ-Tools
- Professionelle Kreative setzen weniger auf KI-Apps als 'Massenprodukte'
Vor allem Gratis-Features mangelhaft
Ob Bildung, Produktivität oder Fotobearbeitung - in vielen Kategorien dominieren KI-fokussierte Tools inzwischen die Top-10-Rankings. Besonders Grafik- und Design-Apps nutzen den Hype, um mit KI-Features Nutzer zu gewinnen. Viele der hoch platzierten Apps sind aber auf den schnellen Profit ausgelegt, statt wirklichen Mehrwert zu bieten, berichten die Kollegen von The Verge nach einer Analyse der Angebote.Ein Beispiel ist die App DaVinci AI des türkischen Entwicklers HUBX, die als KI-Bildgenerator beworben wird. Ein Großteil der Funktionen ist jedoch hinter teuren Abonnements versteckt - bis zu 30 Dollar jährlich oder 5 Dollar pro Woche. Die kostenlosen Features liefern oft unbrauchbare Ergebnisse, etwa verzerrte oder fehlerhafte Bilder. Hinzu kommen invasive Werbeanzeigen und ein schwerfälliges Design.
Auch andere HUBX-Produkte wie Home AI (für Innenraumgestaltung) oder Tattoo AI enttäuschen: Die generierten Inhalte sind unbrauchbar, die Nutzeroberfläche unübersichtlich und der Kundenservice praktisch nicht existent. Trotz zahlreicher Fünf-Sterne-Bewertungen in den App-Store-Rankings ist die Resonanz in sozialen Medien überwiegend negativ - hier muss also von manipulierten Bewertungen ausgegangen werden.
Es gibt auch Gutes
Inmitten der KI-App-Flut gibt es jedoch auch Lichtblicke. Apps wie Photoroom und PicsArt AI bieten solide Tools für Fotobearbeitung und Design, darunter Hintergrundentfernung oder Objekterkennung. Diese Apps halten, was sie versprechen, und setzen auf transparente Preismodelle. Mit ihren vielseitigen Funktionen ähneln sie Plattformen wie Canva oder Adobe Express, wobei sie sich durch KI-gestützte Bearbeitungsfeatures abheben.Interessant ist die unterschiedliche Akzeptanz der Apps je nach Gerätetyp. Während iPhone-Nutzer oft auf generative KI-Apps setzen, sind die Top-Listen für das iPad von traditionellen Kreativ-Tools wie Adobe Fresco oder Clip Studio Paint geprägt. Dies deutet darauf hin, dass professionelle Kreative weniger auf KI-Apps setzen, die als "Massenprodukte" wahrgenommen werden.
Siehe auch:
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema KI
- Singcore S1 Pro: KI-gestütztes Karaoke-System ist noch nicht ausgereift
- 3D-Druck: KI-Tool Tripo3D schickt Entwürfe direkt zum Drucker
- Tripo3D im Test: Von der Idee zum 3D-Druck mit Hilfe eines KI-Tools
- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Abschied vom Xbox-Controller? Smartphone wird jetzt zum Gamepad
- Quantencomputer brechen Online-Banking-Verschlüsselung in 3 Tagen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Vor GTA-6-Start: Sony drängt inaktive Spieler zum Verkauf ihrer PS5
- iOS 27.3: Die erste Beta ist da - Diese Neuheiten kommen aufs iPhone
- FritzOS 8.51: Riesiges Firmware-Update steht für nächste FritzBox bereit
- Google Chrome fixt endlich das Chaos des Drei-Punkte-Menüs
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!