Todestag per App: KI sagt Usern sekundengenau ihr Lebensende voraus

Eine Smartphone-App verspricht Nutzern die genaue Bestimmung ihres Todestages. Natürlich hilft dabei die KI. Der Entwickler sieht seine App aber nicht als Spielerei. Das zeigen auch die saftigen Preise für In-App-Käufe, die aufgerufen werden.
Tod, Trauer, Kerze

Gesund dank Gadgets

In einer Zeit, in der sich viele Menschen aufgrund von Büroarbeit, Hobbys wie Videospielen oder aus purer Faulheit immer weniger bewegen und sich gleichzeitig immer ungesünder ernähren, boomen Health-Gadgets wie Fitness-Armbänder. Die zeichnen sportliche Aktivitäten auf, gratulieren ihren Nutzern nach dem Erreichen ihres täglichen Schritte-Ziels und warnen bei auffälligem Puls oder Blutdruck. Sterben müssen jedoch trotzdem irgendwann einmal alle. Das wissen auch der Entwickler einer App namens Death Clock. Die verrät Nutzern jetzt, wann für sie der Tag gekommen ist.

App ermittelt mit KI den Todestag

Mittels einer KI, die mit Daten von über 53 Millionen Menschen trainiert wurde, die an insgesamt 1217 verschiedenen Studien zur Lebenserwartung teilgenommen haben, gibt die Anwendung ihre Prognose ab. Um den persönlichen Todestag zu errechnen, werden Nutzer mit allerhand Fragen gelöchert. Dabei geht es etwa um die Schlafhygiene, wie viel Gemüse man zu sich nimmt oder ob bzw. wie oft man zum Arzt geht.


Mit diesen Angaben berechnet die App dann auf die Sekunde genau, wann die Anwender das Zeitliche segnen. Die Ergebnisse gibt es jedoch erst nach Abschluss eines Abos. Das kostet laut Angaben im App Store von Apple bis zu 99,99 Euro. Dafür liefert die Anwendung aber auch gleich die Todesursache mit.

Denn aus den Angaben wird auch abgeleitet, ob das eigene Ableben durch Krebs, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder durch andere Umstände bzw. Krankheiten verursacht wird. Um die Nutzer aber nicht völlig deprimiert zurückzulassen, zeigt Death Clock auch, um wie viel man das eigene Leben eventuell verlängern kann und verrät den Nutzern, ob man dazu am besten mehr schlafen, mit dem Rauchen aufhören, oder weniger Alkohol trinken sollte.

Entwickler meint es todernst

Die App, die sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store in der Kategorie Gesundheit und Fitness gelistet ist, ist laut Entwickler Brent Franson aber keine Spielerei. Gegenüber Bloomberg spricht er davon, dass Death Clock im Vergleich zu normalen Tabellen zur Lebenserwartung eine "ziemlich signifikante" Verbesserung der Prognose darstellt. Für die Preise, die Death Clock für die Vorhersage abruft, darf das aber auch erwartet werden.

Fransen selbst ist überzeugt, dass jeder Mensch seine App braucht. Denn "es gibt wahrscheinlich kein wichtigeres Datum in eigenen Leben als den Tag, an dem man sterben wird", so der Entwickler. Ob das tatsächlich so ist, und ob einem die Auskunft darüber bis zu 100 Euro wert ist, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Zusammenfassung
  • App 'Death Clock' berechnet mithilfe von KI das Todesdatum der Nutzer
  • KI wurde mit Daten von 53 Millionen Menschen aus 1217 Studien trainiert
  • Nutzer müssen umfangreiche Fragen zu Gesundheit und Lebensstil beantworten
  • Prognose erfolgt sekundengenau und enthält auch die wahrscheinliche Todesursache
  • App-Abo kostet bis zu 99,99 Euro und zeigt Möglichkeiten zur Lebensverlängerung
  • Entwickler Brent Franson sieht die App als signifikante Verbesserung zur Prognose

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