Chinas Kartellbehörden nehmen Nvidia-Geschäft unter die Lupe
China leitet eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Nvidia ein. Der Chipgigant steht unter Verdacht, bei einer Übernahme Auflagen verletzt zu haben. Das Ganze hängt sicherlich mit den zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA zusammen.
Der 6,9-Milliarden-Dollar-Deal wurde von den chinesischen Behörden damals unter Auflagen genehmigt. Eine zentrale Bedingung war, dass Mellanox Informationen über neue Produkte innerhalb von 90 Tagen an andere Chiphersteller in China weitergeben muss, um eine Monopolstellung zu verhindern. Nun steht der Vorwurf im Raum, dass Nvidia gegen diese Vorgabe verstoßen habe.
Für Nvidia steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren enorm von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips profitiert. Der Marktwert des Unternehmens ist von knapp 200 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf zuletzt über drei Billionen Dollar gestiegen - damit hat Nvidia Giganten wie Microsoft, Apple und Google überholt. Der chinesische Markt ist durchaus signifikant, denn er machte zuletzt etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Siehe auch:
Kartellrechtliche Prüfung für KI-Giganten
Die chinesische Wettbewerbsbehörde SAMR (State Administration for Market Regulation) hat eine Untersuchung gegen den US-Chipkonzern Nvidia in die Wege geleitet. Im Fokus steht der Verdacht auf Verstöße gegen das Kartellrecht bei der Übernahme des israelischen Netzwerkhardware-Spezialisten Mellanox im Jahr 2020.Der 6,9-Milliarden-Dollar-Deal wurde von den chinesischen Behörden damals unter Auflagen genehmigt. Eine zentrale Bedingung war, dass Mellanox Informationen über neue Produkte innerhalb von 90 Tagen an andere Chiphersteller in China weitergeben muss, um eine Monopolstellung zu verhindern. Nun steht der Vorwurf im Raum, dass Nvidia gegen diese Vorgabe verstoßen habe.
Wachsende Spannungen im Technologiesektor
Wie Bloomberg berichtet, kommt die Untersuchung zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen zwischen China und den USA. Erst kürzlich hatte die Regierung von Joe Biden neue Sanktionen verhängt, die die Produktion fortschrittlicher KI-Chips in China erschweren sollen. Als Reaktion darauf kündigte China Beschränkungen für den Export wichtiger Mineralien in die USA an.Für Nvidia steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren enorm von der steigenden Nachfrage nach KI-Chips profitiert. Der Marktwert des Unternehmens ist von knapp 200 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf zuletzt über drei Billionen Dollar gestiegen - damit hat Nvidia Giganten wie Microsoft, Apple und Google überholt. Der chinesische Markt ist durchaus signifikant, denn er machte zuletzt etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Wir gewinnen aufgrund unserer Leistung, wie unsere Benchmark-Ergebnisse und der Wert für unsere Kunden zeigen. Wir sind bereit, alle Fragen der Regulierungsbehörden zu unserem Geschäft zu beantworten.China ist sicherlich nicht das einzige Land, das Nvidias Marktmacht kritisch sieht. Denn zuletzt haben auch das US-Justizministerium und die französische Wettbewerbsbehörde Untersuchungen initiiert.
Zusammenfassung
- China untersucht Nvidia wegen möglicher Kartellrechtsverstöße
- Verdacht: Auflagenverletzung bei Mellanox-Übernahme im Jahr 2020
- Untersuchung vor dem Hintergrund zunehmender US-China-Spannungen
- Nvidias Marktwert stieg auf über drei Billionen Dollar seit 2020
- China macht etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes von Nvidia aus
- Auch die USA und Frankreich untersuchen Nvidias Marktmacht kritisch
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