Verdächtig schnell erfolgreich:
EU-Wettbewerbshüter prüfen Nvidia
Der rasante Aufstieg Nvidias und die marktbeherrschende Stellung des Unternehmens bei bestimmten Chip-Modulen ruft jetzt die Wettbewerbshüter der EU auf den Plan. Diese haben den Verdacht, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zuging.
Die Kommission hat laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen kürzlich Fragebögen an Nvidia-Kunden und Konkurrenten verschickt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei wird untersucht, ob Nvidia bei der Vermarktung seiner Grafikprozessoren (GPUs) technische oder kommerzielle Verknüpfungen nutzt. Konkret geht es um die Frage, ob Kunden vertraglich verpflichtet werden, zusätzliches Netzwerk-Equipment von Nvidia zu kaufen, wenn sie dessen GPUs nutzen.
Eine Stellungnahme der EU-Kommission zu den Untersuchungen gab es nicht. Nvidia hingegen erklärte: "Wir fördern die Wahlfreiheit unserer Kunden und konkurrieren in allen Bereichen auf der Basis unserer Leistungen. Unsere Produkte sind führend und können eigenständig überzeugen."
Die aktuellen EU-Fragebögen sind Teil eines üblichen Verfahrens, mit dem Marktbeobachter mögliche Verstöße prüfen. Solche Verfahren können zu formellen Ermittlungen führen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Nvidia Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, der aktuell die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritten hat.
Siehe auch:
84 Prozent Marktanteil
Nvidia dominiert den Markt für KI-Chips mit einem Marktanteil von 84 Prozent und steht damit deutlich vor Konkurrenten wie Intel und AMD. Nun beabsichtigen die EU-Wettbewerbsbehörden herauszufinden, ob Nvidia seine Produkte in einer Weise bündelt, die anderen Marktteilnehmern einen unfairen Nachteil verschafft.Die Kommission hat laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen kürzlich Fragebögen an Nvidia-Kunden und Konkurrenten verschickt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei wird untersucht, ob Nvidia bei der Vermarktung seiner Grafikprozessoren (GPUs) technische oder kommerzielle Verknüpfungen nutzt. Konkret geht es um die Frage, ob Kunden vertraglich verpflichtet werden, zusätzliches Netzwerk-Equipment von Nvidia zu kaufen, wenn sie dessen GPUs nutzen.
Eine Stellungnahme der EU-Kommission zu den Untersuchungen gab es nicht. Nvidia hingegen erklärte: "Wir fördern die Wahlfreiheit unserer Kunden und konkurrieren in allen Bereichen auf der Basis unserer Leistungen. Unsere Produkte sind führend und können eigenständig überzeugen."
Milliarden-Strafen möglich
Der steigende Bedarf an Nvidia-Chips für generative KI-Anwendungen, der Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt machte, hat den Fokus der Regulierungsbehörden auf den Hersteller gelenkt. Ähnliche Untersuchungen laufen bereits in den USA, Großbritannien, China und Südkorea. In Frankreich wird Nvidia von der dortigen Wettbewerbsbehörde untersucht; Berichten zufolge sollen bald Anklagen gegen das Unternehmen erhoben werden.Die aktuellen EU-Fragebögen sind Teil eines üblichen Verfahrens, mit dem Marktbeobachter mögliche Verstöße prüfen. Solche Verfahren können zu formellen Ermittlungen führen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Nvidia Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, der aktuell die Marke von 100 Milliarden Dollar überschritten hat.
Zusammenfassung
- EU-Wettbewerbshüter untersuchen Nvidias marktbeherrschende Stellung
- Nvidia dominiert KI-Chip-Markt mit 84 Prozent Marktanteil
- Prüfung möglicher unfairer Bündelung von Nvidia-Produkten
- Fragebögen an Kunden und Konkurrenten zur Untersuchung verschickt
- Ähnliche Untersuchungen in USA, Großbritannien, China und Südkorea
- Mögliche Geldstrafen von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes drohen
- Nvidia betont Wahlfreiheit und Leistungsorientierung ihrer Produkte
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