Unterhalt sparen: Mann hackt Sterberegister und täuscht seinen Tod vor

Unter kuriosen Umständen wurde ein Mann wegen Computerbetrugs und Identitätsdiebstahls verurteilt. Er hatte die Identität eines Arztes erbeutet, sich in ein Sterberegister gehackt und dann selbst für tot erklärt. Damit wollte er Unterhaltszahlungen vermeiden.
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Unterhalt sparen: Mann erklärt sich selbst für tot

Diesen Ehrgeiz für illegale Machenschaften muss man erst einmal aufbringen. Wie die US-Staatsanwaltschaft beschreibt, hatte sich ein 39-Jährige laut seiner eigenen Schuldanerkenntnis zunächst Zugang zu einem Computer verschafft, um von diesem Benutzernamen und das Passwort eines Arztes zu entwenden. Mit diesen Anmeldedaten war es ihm wiederum möglich, in das Sterberegistersystem von Hawaii einzudringen.

Dort legte der Täter zunächst einen "Fall" für seinen eigenen Tod an. Dafür füllte er selbstständig die Sterbeurkunde des Bundesstaates Hawaii aus und wies im Anschluss diesen Fall dem Arzt, dessen Zugangsdaten er entwendet hatte, als medizinischen Gutachter zu. Im letzten Schritt konnte er die Urkunde mit der digitalen Signatur des Arztes unterschreiben und wurde so in staatlichen Datenbanken als Verstorbener registriert.


Doch damit nicht genug: Laut dem Schuldeingeständnis hatte der Mann noch mehr Zugangsdaten von Personen entwendet, um in weitere Regierungs- sowie Unternehmensnetzwerke einzudringen. Die Zugänge hatte er dann potenziellen Käufer im Darknet angeboten. Laut Staatsanwaltschaft ist durch die Taten ein Schaden von rund 195.000 US-Dollar entstanden.

Besonders perfide: Wie der Hacker eingesteht, hatte er seinen eigenen Tod auch deshalb vorgetäuscht, um seinen Verpflichtungen für Kindesunterhalt zu entgehen. "Dieser Fall erinnert uns eindringlich daran, welchen Schaden Kriminelle mit Computern anrichten können und wie wichtig die Computer- und Online-Sicherheit für uns alle ist", so Carlton S. Shier, der mit dem Fall betraute Staatsanwalt in der offiziellen Meldung. Am Montag wurde das Urteil verhängt: 81 Monate Haft.

Zusammenfassung
  • Mann täuscht eigenen Tod vor, um Unterhalt zu umgehen
  • Identität eines Arztes gestohlen und Sterberegister manipuliert
  • Täter registrierte sich selbst als verstorben in Hawaii
  • Täter entwendete auch Daten für Zugriff auf weitere Netzwerke
  • Weitere Zugangsdaten im Darknet verkauft, Schaden von 195.000 USD
  • 81 Monate Haft für Computerbetrug und Identitätsdiebstahl

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