Angst vor Russland: Schweden verwirft Pläne für 13 Offshore-Windparks
Offshore-Windparks sind öfter umstritten, die Begründung Schwedens ist aber neu. Denn die Regierung in Stockholm lehnte 13 Offshore-Windprojekte in der Ostsee ab. Die sieht darin angesichts der Bedrohung durch Russland eine Gefahr für die nationale Sicherheit
Wie Bloomberg berichtet, begründete Verteidigungsminister Pål Jonson die Entscheidung damit, dass Offshore-Windturbinen die Aktivitäten von U-Booten behindern und die Reaktionszeit auf anfliegende Raketen verzögern könnten. Die Sicherheitslage in der Ostsee sei "äußerst sensibel", so Jonson. Schweden, das kürzlich der NATO beigetreten ist, sieht sich mit einer erhöhten Bedrohung durch Russland konfrontiert - was auch den Ausschlag zum NATO-Beitritt gegeben hat. Infografik Deutscher Strommix 2024: Erneuerbare führen mit rund 66 Prozent
Das genehmigte Projekt Poseidon an der Westküste soll jährlich etwa 5,5 Terawattstunden Strom produzieren. Dies ist jedoch nur ein Bruchteil dessen, was die abgelehnten Ostseeprojekte hätten liefern können. Die schwedische Regierung betont, dass trotz des Bedarfs an mehr Stromproduktion die Sicherheit oberste Priorität habe.
Pål Jonson: "Frühwarnung ist entscheidend, sowohl um ballistische Raketen als auch Marschflugkörper abzuwehren. Es ist auch entscheidend für die Bevölkerung, um bei einem Angriff auf Schweden Schutz suchen zu können."
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Sicherheit vor Energiewende
Schweden hat überraschend 13 geplante Offshore-Windparks in der Ostsee abgelehnt. Die Regierung begründet diesen Schritt mit Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Russland. Lediglich ein Projekt an der Westküste namens Poseidon erhielt eine Genehmigung. Die abgelehnten Projekte hätten eine kombinierte Leistung von etwa 140 Terawattstunden gehabt, was fast dem gesamten aktuellen Strombedarf Schwedens entspricht.Wie Bloomberg berichtet, begründete Verteidigungsminister Pål Jonson die Entscheidung damit, dass Offshore-Windturbinen die Aktivitäten von U-Booten behindern und die Reaktionszeit auf anfliegende Raketen verzögern könnten. Die Sicherheitslage in der Ostsee sei "äußerst sensibel", so Jonson. Schweden, das kürzlich der NATO beigetreten ist, sieht sich mit einer erhöhten Bedrohung durch Russland konfrontiert - was auch den Ausschlag zum NATO-Beitritt gegeben hat. Infografik Deutscher Strommix 2024: Erneuerbare führen mit rund 66 Prozent
Kritik von Energieunternehmen
Die Ablehnung der Windparkprojekte stößt bei Energieunternehmen auf Kritik. Hillevi Priscar von OX2 AB, einem der betroffenen Unternehmen, bezeichnete die Entscheidung als "sehr bedauerlich". Die Managerin betonte: "Wir sind überzeugt, dass es möglich ist, Schwedens einzigartige Bedingungen für Offshore-Wind zu nutzen und gleichzeitig eine stärkere Verteidigung aufzubauen."Das genehmigte Projekt Poseidon an der Westküste soll jährlich etwa 5,5 Terawattstunden Strom produzieren. Dies ist jedoch nur ein Bruchteil dessen, was die abgelehnten Ostseeprojekte hätten liefern können. Die schwedische Regierung betont, dass trotz des Bedarfs an mehr Stromproduktion die Sicherheit oberste Priorität habe.
Pål Jonson: "Frühwarnung ist entscheidend, sowohl um ballistische Raketen als auch Marschflugkörper abzuwehren. Es ist auch entscheidend für die Bevölkerung, um bei einem Angriff auf Schweden Schutz suchen zu können."
Zusammenfassung
- Schweden lehnt 13 geplante Offshore-Windparks in der Ostsee ab
- Begründung: Sicherheitsbedenken wegen der Bedrohung durch Russland
- Abgelehnte Projekte hätten fast den gesamten Strombedarf gedeckt
- Windturbinen könnten U-Boot-Aktivitäten und Raketenabwehr behindern
- Nur ein Projekt an der Westküste (Poseidon) wurde genehmigt
- Energieunternehmen kritisieren die Entscheidung der Regierung
- Sicherheit hat laut schwedischer Regierung oberste Priorität
Siehe auch:
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