Sabotage von x86? Microsoft soll eigene ARM-CPUs für Surface planen

Microsoft setzt bei den neuesten Modellen der Surface-Serie voll auf ARM-basierte Chips seines Partners Qualcomm. Früher oder später könnten aber auch eigene ARM-CPUs zum Einsatz kommen, die derzeit in Redmond entwickelt werden.
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Surface sollen Microsoft-eigene ARM-Chips bekommen

Laut einem Bericht des erfahrenen Branchenspezialisten Charlie Demerijan, der über sein Portal SemiAccurate veröffentlicht wurde, arbeitet Microsoft weiter daran, eigene ARM-Prozessoren für seine mobilen Geräte der Surface-Serie zu entwickeln. Diese sollen langfristig an die Stelle der Chips von anderen Herstellern wie Intel und letztlich auch Qualcomm treten, heißt es da.

Das Vorhaben werde mit großen Geldsummen unterstützt, um letztlich dafür zu sorgen, dass Alternativen zu den x86-Prozessoren von Intel und AMD erfolgreich auch im Markt für Windows-Geräte Fuß fassen können. Microsoft habe es "aktiv auf x86 abgesehen", so Demerijan. Entsprechende Angaben seien schon seit mehr als einem Jahr von seinen Quellen zu hören.

Microsoft Surface Pro 11 Hands-on

Microsoft soll KI-Chips von Intel & AMD ausbremsen

Dazu zählt laut dem Bericht auch, dass Microsoft aktiv versuche, den Erfolg von neuen x86-Plattformen zu untergraben. So seien im Vorfeld der Computex 2024, bei der Qualcomm und Microsoft mit großem Tamtam für die neuen ARM-Chips der Snapdragon X-Serie trommelten, Eingriffe erfolgt, durch die eigentlich von den Herstellern aus dem x86-Lager geplante Ankündigungen rund um KI-fähige PCs verhindert wurden.

Intel und AMD wurde kurzfristig praktisch untersagt, das neue "Copilot+"-Branding zu verwenden, mit dem Chips gekennzeichnet werden, die mindestens 40 TOPS NPU-Leistung haben, um bessere Voraussetzungen für die Vermarktung der ARM-Plattform zu schaffen, so der Vorwurf. Intel und AMD hätten dadurch viel Marketing-Geld verloren, heißt es weiter.

Aktuell versucht Microsoft angeblich, den Launch von Intels "Lunar Lake"-Familie zu sabotieren, indem man dafür gesorgt hat, dass kurz vor der breiten Verfügbarkeit keine aussagekräftigen Benchmark-Tests mehr mit den neuen Chips in Verbindung mit der Software Cinebench durchgeführt werden können. Rein zufällig sei zwei Wochen vor dem Termin am 24. September 2024 mit einem der jüngsten Windows-Updates ein Fehler eingeführt worden, durch den Cinebench nun Probleme mit "Lunar Lake" habe.

Für Demerijan sind all dies Belege dafür, dass Microsoft sich wieder seiner altbekannten "schmutzigen Taktiken" bediene, um Einfluss auf den Markt zugunsten seiner eigenen Interessen zu nehmen.

Zusammenfassung
  • Microsoft setzt bei Surface auf ARM-Chips von Qualcomm
  • Eigene ARM-CPUs werden in Redmond entwickelt
  • Ziel: Unabhängigkeit von Intel und AMD-Chips
  • Große Investitionen in die Entwicklung eigener Prozessoren
  • Versuche, den Erfolg von x86-Plattformen zu mindern
  • Eingriffe gegen Intel und AMD vor Computex 2024
  • "Sabotage" des Launchs von Intels "Lunar Lake" durch Windows-Update Fehler

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