KI analysiert PDFs: Adobe-Assistent jetzt auch auf Deutsch

Adobe bringt seinen KI-Assistenten für Acrobat und Reader nun auch auf Deutsch. Das Tool verspricht effizienteres Arbeiten mit PDFs durch KI-gestützte Zu­sam­men­fas­sun­gen, Inhaltsanalysen und die Möglichkeit, Fragen direkt an das Dokument zu stellen.
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KI-Power für PDFs: Adobe Acrobat wird smarter

Adobe erweitert seinen bekannten PDF-Reader um einen KI-Assistenten, der ab sofort auch auf Deutsch verfügbar ist. Das neue Tool soll Nutzern helfen, ef­fi­zi­en­ter mit umfangreichen Dokumenten zu arbeiten.

Der KI-Assistent von Adobe verspricht, PDFs und andere Dokumentenformate wie Word oder PowerPoint schnell zu analysieren und aufzubereiten. Nutzer können dem Tool Fragen zum Inhalt stellen oder Anweisungen geben. Besonders praktisch: Die KI liefert verifizierte Antworten mit Quellenangaben, sodass sich die Informationen im Originaldokument leicht überprüfen lassen. Adobe Acrobat KI-AssistentAdobe KI-Assistenten nun auch in Deutsch Zu den Kernfunktionen gehören das Erstellen von Zusammenfassungen, das Vergleichen mehrerer Dokumente sowie die Extraktion relevanter Informationen für E-Mails oder Präsentationen. Dabei können bis zu zehn PDF-Dateien mit jeweils maximal 600 Seiten gleichzeitig durchsucht werden. Der Assistent identifiziert laut Adobe Schlüsselthemen und Trends aus den analysierten Dateien.

Die mobile App des Assistenten bietet auch Sprachsteuerung. Diese Funktion ist bisher nur für Android verfügbar - iOS-Nutzer müssen sich noch bis Oktober gedulden.

Datenschutz und Sicherheit im Blick

Adobe betont, dass der Datenschutz bei der Entwicklung des KI-Assistenten eine zentrale Rolle spielt. Keine Nutzerdaten werden für das Training der KI-Modelle verwendet. Die Datenverarbeitung kann jedoch auch in den USA oder anderswo stattfinden.

Die Daten werden laut Hersteller sowohl auf dem Server als auch beim Transfer nach SHA-256-Standard verschlüsselt. Für die KI-Funktionen greift Adobe auf eine Kombination aus eigenen Large Language Models und OpenAIs ChatGPT über den Microsofts Azure-Dienst zurück.

Einschränkungen und Ausblick

Trotz der vielversprechenden Funktionen gibt es noch einige Einschränkungen. So fehlt bisher eine OCR-Erkennung für gescannte Dokumente - diese soll im Oktober nachgereicht werden. Auch die Verarbeitung von Meeting-Transkripten ist derzeit auf Microsoft Teams beschränkt.

Ein kleines Manko: Das Teilen der Chats oder ein Export ist bisher nur über die Zwischenablage möglich, wobei die prak­ti­schen Links zu den Quellen verloren gehen. Hier besteht noch Verbesserungs­potenzial.

Adobe plant, den Assistenten in diesem Jahr auch auf Spanisch und Portugiesisch anzubieten. Italienisch und Japanisch sollen folgen.

Kosten und Verfügbarkeit

Der KI-Assistent steht sowohl für den kostenlosen Adobe Reader als auch für die kostenpflichtige Acrobat-Version zur Verfügung. Er wird als zusätzliches Abon­ne­ment für 5,99 Euro pro Monat oder 70,98 Euro pro Jahr (bei Vorauszahlung) angeboten. Die jährliche Voraus­zah­lung bringt mit 5,92 Euro pro Monat allerdings kaum Ersparnis.

Was kann Adobes KI-Assistent?
Der KI-Assistent in Adobe Acrobat kann komplexe PDF-Dokumente schnell analysieren und zusammenfassen. Er beantwortet Fragen zum Inhalt, erstellt Zusammenfassungen und kann sogar neue Inhalte wie E-Mails oder Präsentationen generieren.

Weiterhin kann der Assistent Texte umschreiben, Ideen entwickeln und bei der Analyse von Verträgen oder anderen Geschäftsdokumenten unterstützen. Die KI arbeitet dabei mit verschiedenen Dateiformaten wie PDF, DOC oder PPT.
Wie viel kostet der KI-Assistent?
Der KI-Assistent ist als kostenpflichtiges Add-on für Adobe Acrobat verfügbar. Der Einführungspreis beträgt 5,99 Euro pro Monat (inkl. MwSt.) zusätzlich zum bestehenden Acrobat-Abo. Dieser Preis gilt bis zum 14. Januar 2025.

Nutzer können den KI-Assistenten auch mit einem kostenlosen Probe-Abo von Acrobat Standard oder Pro testen. Für Teams und Unternehmen sowie im Bildungsbereich gelten möglicherweise andere Konditionen.
Ist der KI-Assistent sicher?
Adobe betont, dass der Datenschutz bei der Nutzung des KI-Assistenten höchste Priorität hat. Die Funktionen unterliegen strengen Datenschutzprotokollen, und es erfolgt keine Weitergabe oder Verwendung von Kundendaten zum Training der KI-Modelle.

Alle KI-generierten Antworten lassen sich über eindeutige Quellenangaben zurückverfolgen. Adobe hat den KI-Assistenten nach eigenen Angaben gemäß ihren KI-Ethik-Prinzipien entwickelt, um Verantwortung und Transparenz zu gewährleisten.
Welche Sprachen werden unterstützt?
Derzeit unterstützt der KI-Assistent in Adobe Acrobat PDFs und Dokumente in drei Sprachen: Englisch, Französisch und Deutsch. Adobe plant, in zukünftigen Versionen weitere Sprachen hinzuzufügen.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Assistent versehentlich auch Antworten in anderen Sprachen liefern kann. Diese gehen jedoch über den beabsichtigten Funktionsumfang hinaus und sollten zum jetzigen Zeitpunkt nicht genutzt werden.
Gibt es Einschränkungen?
Der KI-Assistent hat einige technische Einschränkungen. Er kann keine Dateien verarbeiten, die größer als 65 MB sind oder mehr als 600 Seiten enthalten. Passwortgeschützte Dokumente oder solche mit der Einstellung "Nicht kopieren" werden nicht unterstützt.

Auch gescannte PDF-Dokumente können derzeit nicht analysiert werden. Zudem ist die Sprachunterstützung auf Englisch, Deutsch und Französisch beschränkt. Adobe arbeitet daran, diese Einschränkungen in zukünftigen Updates zu adressieren.
Wo ist der KI-Assistent verfügbar?
Der KI-Assistent für Adobe Acrobat ist in den meisten Ländern verfügbar, in denen Acrobat angeboten wird. Allerdings gibt es einige Ausnahmen: In Ländern wie Weißrussland, China, Kuba, Iran, Nordkorea, Russland und Syrien ist der Dienst nicht zugänglich.

Auch in bestimmten Regionen wie der Krim, der sogenannten Volksrepublik Luhansk und der Volksrepublik Donezk in der Ukraine steht der KI-Assistent nicht zur Verfügung. Adobe passt die Verfügbarkeit möglicherweise an geopolitische Entwicklungen an.
Wie funktioniert die KI-Zusammenfassung?
Die generative Zusammenfassung des KI-Assistenten erstellt automatisch eine strukturierte Übersicht des Dokuments. Sie generiert abschnittsspezifische Überschriften und Stichpunkte, die die wichtigsten Informationen hervorheben.

Nutzer können so schnell die Kernaussagen erfassen und bei Bedarf zu den entsprechenden Stellen im PDF navigieren. Diese Funktion soll insbesondere bei umfangreichen oder komplexen Dokumenten Zeit sparen und das Verständnis erleichtern.
Gibt es eine mobile Version?
Ja, der KI-Assistent ist auch in den mobilen Acrobat-Anwendungen für iOS und Android verfügbar. Eine besondere Funktion der mobilen Version ist die Möglichkeit, per Sprachbefehl mit dem Assistenten zu interagieren.

Nutzer können so unterwegs Dokumente analysieren lassen oder Inhalte für E-Mails, Studienführer und andere Texte generieren. Adobe betont, dass diese mobile Funktionalität die Produktivität auch außerhalb des Büros steigern soll.

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Zusammenfassung
  • Adobe KI-Assistent jetzt auch auf Deutsch verfügbar
  • Tool für effizienteres Arbeiten mit PDFs
  • KI analysiert und bereitet Dokumente auf
  • Sprachsteuerung in der Android-App nutzbar
  • Datenschutz zentral bei der Entwicklung
  • Einschränkungen wie fehlende OCR-Erkennung
  • Weitere Sprachversionen geplant für dieses Jahr
  • KI-Assistent als Abonnement verfügbar

Siehe auch:


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