Sonde + Teleskop im Team:
Neue Entdeckungen ganz weit draußen
Unser Sonnensystem gilt eigentlich als bereits recht gut erforscht. Doch nun zeigt sich, dass insbesondere in den Randbereichen noch viele Objekte warten dürften, die bisher in keinem astronomischen Katalog zu finden sind.
Die NASA-Raumsonde New Horizons wurde 2006 mit der Mission gestartet, erstmals die Oberflächen von Himmelskörpern im äußeren Sonnensystem aus nächster Nähe zu beobachten. Nach einem Vorbeiflug am Pluto im Jahr 2015 passierte die Sonde 2019 das Kuipergürtelobjekt (486958) Arrokoth. New Horizons ist die einzige Sonde, die den Kuipergürtel durchflogen und dabei Objekte dieser Region untersucht hat.
Allerdings verfügt die Kamera von New Horizons über ein begrenztes Sichtfeld und kann daher nicht selbst nach Kuipergürtelobjekten suchen. An dieser Stelle kommt das Subaru-Teleskop ins Spiel. Mit seiner Weitfeldkamera ist es in der Lage, viele Objekte zu identifizieren, die von der Sonde beobachtet werden können. Diese Zusammenarbeit zwischen New Horizons und dem Subaru-Teleskop begann bereits 2004.
Zwischen 2004 und 2005 führte das Subaru-Teleskop erste Beobachtungen durch, jedoch wurde die Suche durch die Überlagerung mit einem Bereich nahe dem Zentrum der Milchstraße erschwert. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte das Forschungsteam 24 Kuipergürtelobjekte finden. Allerdings befanden sich diese Objekte außerhalb der Reichweite von New Horizons, da ein zu hoher Treibstoffverbrauch für einen Vorbeiflug notwendig gewesen wäre.
Sollte sich diese Entdeckung bestätigen, könnte dies bedeuten, dass die Ursprungswolke des Sonnensystems deutlich größer war als bisher angenommen. "Dies wäre eine bedeutende Entdeckung, die neue Einblicke in die Planetenentstehung in unserem Sonnensystem ermöglichen könnte", erklärt Yoshida. Die Forschungsergebnisse werden in zwei Artikeln im Planetary Science Journal veröffentlicht und sind derzeit auf dem arXiv-Preprint-Server verfügbar.
Siehe auch:
Am Rand des Sonnensystems
Beobachtungen des Subaru-Teleskops haben eine neue Population kleiner Himmelskörper im äußeren Bereich des Kuipergürtels aufgedeckt, die darauf wartet, genauer angesehen zu werden. Diese Beobachtungen, die für das Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystems von großer Bedeutung sind, wurden durch eine internationale Zusammenarbeit zwischen dem Subaru-Teleskop und der Raumsonde New Horizons gewonnen.Die NASA-Raumsonde New Horizons wurde 2006 mit der Mission gestartet, erstmals die Oberflächen von Himmelskörpern im äußeren Sonnensystem aus nächster Nähe zu beobachten. Nach einem Vorbeiflug am Pluto im Jahr 2015 passierte die Sonde 2019 das Kuipergürtelobjekt (486958) Arrokoth. New Horizons ist die einzige Sonde, die den Kuipergürtel durchflogen und dabei Objekte dieser Region untersucht hat.
Allerdings verfügt die Kamera von New Horizons über ein begrenztes Sichtfeld und kann daher nicht selbst nach Kuipergürtelobjekten suchen. An dieser Stelle kommt das Subaru-Teleskop ins Spiel. Mit seiner Weitfeldkamera ist es in der Lage, viele Objekte zu identifizieren, die von der Sonde beobachtet werden können. Diese Zusammenarbeit zwischen New Horizons und dem Subaru-Teleskop begann bereits 2004.
Zwischen 2004 und 2005 führte das Subaru-Teleskop erste Beobachtungen durch, jedoch wurde die Suche durch die Überlagerung mit einem Bereich nahe dem Zentrum der Milchstraße erschwert. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte das Forschungsteam 24 Kuipergürtelobjekte finden. Allerdings befanden sich diese Objekte außerhalb der Reichweite von New Horizons, da ein zu hoher Treibstoffverbrauch für einen Vorbeiflug notwendig gewesen wäre.
Unerwartete Distanz
2020 begann das Subaru-Teleskop mit tiefergehenden Beobachtungen unter Einsatz der Hyper Suprime-Cam (HSC). Bis 2023 wurden 239 Kuipergürtelobjekte entdeckt. Besonders aufregend war die Entdeckung von elf Objekten jenseits des bekannten Kuipergürtels, berichtet Fumi Yoshida, Mitglied des Forschungsteams. Viele dieser Objekte liegen in Entfernungen von 30 bis 55 Astronomischen Einheiten (AE, 1 AE ist die Entfernung von der Sonne zur Erde) zur Sonne, während andere in einem Bereich von 70 bis 90 AE entdeckt wurden - einer Region, in der bislang kaum Objekte beobachtet wurden.Sollte sich diese Entdeckung bestätigen, könnte dies bedeuten, dass die Ursprungswolke des Sonnensystems deutlich größer war als bisher angenommen. "Dies wäre eine bedeutende Entdeckung, die neue Einblicke in die Planetenentstehung in unserem Sonnensystem ermöglichen könnte", erklärt Yoshida. Die Forschungsergebnisse werden in zwei Artikeln im Planetary Science Journal veröffentlicht und sind derzeit auf dem arXiv-Preprint-Server verfügbar.
Zusammenfassung
- Neue Himmelskörper im Kuipergürtel durch Subaru-Teleskop entdeckt
- Internationale Kooperation zwischen Subaru-Teleskop und New Horizons
- New Horizons erforschte 2015 Pluto und 2019 Arrokoth
- Subaru-Teleskops Weitfeldkamera identifiziert Kuipergürtelobjekte
- Schwierige erste Beobachtungen 2004-2005 durch Milchstraßenüberlagerung
- 2020-2023: 239 neue Kuipergürtelobjekte mittels Hyper Suprime-Cam gefunden
- Elf Objekte jenseits des bekannten Kuipergürtels entdeckt
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