Erdbeben-Elektrik: Forscher lösen das Geheimnis der Goldnuggets
Gold kommt in der Erdkruste nur sehr selten vor. Daher stellte es Wissenschaftler immer wieder vor Rätsel, warum in bestimmten Regionen hohe Konzentrationen der bekannten Nuggets zu finden sind. Doch nun gibt es eine Antwort auf diese Frage.
Die enormen Kräfte, die bei Erdbeben freigesetzt werden, könnten Quarz so stark zusammendrücken, dass elektrische Felder entstehen. Diese sind in der Lage, gelöstes Gold aus Flüssigkeiten, die in das Mineral eindringen, zu extrahieren. Auch das löste das Problem aber bislang nicht, da in den Flüssigkeiten nur sehr geringe Mengen Gold gelöst sind.
Es musste also noch weitergehende Effekte geben, um große Nuggets zu bilden, die durchaus auch mal mehrere hundert Kilogramm wiegen können. In dem Experiment zeigte sich, dass die elektrischen Felder im Quarz auch in der Lage waren, Goldpartikel aus einiger Entfernung anzuziehen und an eine bereits entstandene Gold-Konzentration anzuheften.
Nach Schätzungen des World Gold Council werden jährlich zwischen 2500 und 3000 Tonnen Gold gefördert, wobei ein Großteil aus Quarzadern stammt - diese machen etwa drei Viertel des jemals abgebauten Goldes aus. Die Geologin Taija Torvela von der Universität Leeds, die nicht an der Forschung beteiligt war, bezeichnete die Studie als "nachdenklich stimmend". Sie betonte, dass ein besseres Verständnis dieser Mechanismen dabei helfen könnte, reichhaltige Goldvorkommen gezielter zu finden, allerdings müssten noch Marker identifiziert werden, die auf der Erdoberfläche nachweisbar sind.
Siehe auch:
Unter Druck
Bekannt war bereits, dass Nuggets - also Brocken fast reinen Goldes - meist entlang von Quarzspalten zu finden sind. Was diese aber miteinander zu tun haben, war völlig unklar. Nun aber konnten bei Labor-Experimenten in Australien deutliche Hinweise auf den Zusammenhang gefunden werden.Die enormen Kräfte, die bei Erdbeben freigesetzt werden, könnten Quarz so stark zusammendrücken, dass elektrische Felder entstehen. Diese sind in der Lage, gelöstes Gold aus Flüssigkeiten, die in das Mineral eindringen, zu extrahieren. Auch das löste das Problem aber bislang nicht, da in den Flüssigkeiten nur sehr geringe Mengen Gold gelöst sind.
Es musste also noch weitergehende Effekte geben, um große Nuggets zu bilden, die durchaus auch mal mehrere hundert Kilogramm wiegen können. In dem Experiment zeigte sich, dass die elektrischen Felder im Quarz auch in der Lage waren, Goldpartikel aus einiger Entfernung anzuziehen und an eine bereits entstandene Gold-Konzentration anzuheften.
Leichtere Suche
"Dieser Mechanismus könnte die Entstehung großer Goldnuggets und die oft beobachteten stark vernetzten Goldstrukturen in Quarzadern erklären", schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Nature Geoscience. Da piezoelektrische Spannungen sofort entstehen und keine sichtbaren Spuren hinterlassen, könnte dies erklären, warum Goldnuggets oft ‚schwebend‘ in Quarzadern erscheinen, ohne offensichtliche chemische oder physikalische Fallen.Nach Schätzungen des World Gold Council werden jährlich zwischen 2500 und 3000 Tonnen Gold gefördert, wobei ein Großteil aus Quarzadern stammt - diese machen etwa drei Viertel des jemals abgebauten Goldes aus. Die Geologin Taija Torvela von der Universität Leeds, die nicht an der Forschung beteiligt war, bezeichnete die Studie als "nachdenklich stimmend". Sie betonte, dass ein besseres Verständnis dieser Mechanismen dabei helfen könnte, reichhaltige Goldvorkommen gezielter zu finden, allerdings müssten noch Marker identifiziert werden, die auf der Erdoberfläche nachweisbar sind.
Zusammenfassung
- Goldnuggets entstehen oft entlang von Quarzspalten
- Labor-Experimente in Australien zeigen Zusammenhänge auf
- Erdbeben könnten durch Druck elektrische Felder erzeugen
- Elektrische Felder extrahieren Gold aus Mineralflüssigkeiten
- Goldpartikel werden über Distanzen angezogen und anhaftet
- Erklärung für große Nuggetbildung und vernetzte Goldstrukturen
- Jährliche Goldförderung liegt zwischen 2500 und 3000 Tonnen
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