CT-Scanner versagen: EU verschärft Handgepäckregeln an Flughäfen
Die Europäische Union (EU) verschärft erneut die Handgepäckregeln für Flüssigkeiten auf Flügen. Trotz neuer CT-Scanner müssen Reisende wieder zur 100-ml-Regel zurückkehren. Was steckt hinter dieser Entscheidung und wie lange wird sie Bestand haben?
Grund dafür sind Zweifel an der Zuverlässigkeit neuer Scanner mit Computertomografie-Technik (CT), die eigentlich mehr Freiheiten beim Mitführen von Flüssigkeiten ermöglichen sollten.
Die altbekannte 100-ml-Regel ist zurück. Flüssigkeiten, Gele und Aerosole dürfen nur noch in Behältern bis maximal 100 Milliliter mitgeführt werden. Diese müssen zudem in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit höchstens einem Liter Fassungsvermögen verpackt sein. Größere Mengen müssen wieder im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Infografik: Die 10 beliebtesten Länder für einen Urlaub
Der europäische Flughafendachverband ACI kritisiert die Entscheidung scharf. Etwa 350 der neuen Scanner sind bereits in 13 EU-Ländern im Einsatz. Ihre Einschränkung wird als "Rückschlag für Passagiere und Schlag gegen die großen Investitionen der Flughäfen" bezeichnet. Reisende müssen sich nun wieder auf längere Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen einstellen.
Es bleibt unklar, wie lange die verschärften Regeln gelten werden. Die EU-Kommission arbeitet mit Herstellern und Flughäfen an einer Lösung. Ziel ist es, die Beschränkungen so bald wie möglich wieder aufzuheben. Bis dahin gilt: Vorsicht bei großen Flaschen im Handgepäck und auch bei Duty-Free-Einkäufen.
Während die EU bei Flüssigkeiten eine einheitliche Linie fährt, herrscht bei Größe und Gewicht des Handgepäcks weiterhin ein Flickenteppich. Jede Airline hat ihre eigenen Regeln, was für Passagiere oft verwirrend und kostspielig sein kann. Ein EU-Vorstoß zur Harmonisierung dieser Bestimmungen lässt bisher auf sich warten.
Was haltet ihr von der Rückkehr zur 100-ml-Regel? Seht ihr darin einen notwendigen Sicherheitsschritt oder eher ein Ärgernis für Reisende? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Rückschritt bei Flüssigkeiten im Handgepäck
Flugreisende in der EU müssen sich auf eine unerwartete Änderung einstellen: Seit dem 1. September 2024 gelten wieder strengere Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Die erst kürzlich an einigen Flughäfen eingeführten Lockerungen wurden EU-weit zurückgenommen.Grund dafür sind Zweifel an der Zuverlässigkeit neuer Scanner mit Computertomografie-Technik (CT), die eigentlich mehr Freiheiten beim Mitführen von Flüssigkeiten ermöglichen sollten.
Die altbekannte 100-ml-Regel ist zurück. Flüssigkeiten, Gele und Aerosole dürfen nur noch in Behältern bis maximal 100 Milliliter mitgeführt werden. Diese müssen zudem in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit höchstens einem Liter Fassungsvermögen verpackt sein. Größere Mengen müssen wieder im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Infografik: Die 10 beliebtesten Länder für einen Urlaub
Technische Probleme als Auslöser
Die Rückkehr zur alten Regelung erfolgt aufgrund eines "vorübergehenden technischen Problems" mit den neuen CT-Scannern. Diese sollten durch dreidimensionale Bildgebung eine genauere Kontrolle ermöglichen. Berichten zufolge waren die Geräte jedoch bei einigen Flüssigkeitsbehältern ungenau. Details zu den spezifischen Problemen wurden von offizieller Seite nicht genannt.Der europäische Flughafendachverband ACI kritisiert die Entscheidung scharf. Etwa 350 der neuen Scanner sind bereits in 13 EU-Ländern im Einsatz. Ihre Einschränkung wird als "Rückschlag für Passagiere und Schlag gegen die großen Investitionen der Flughäfen" bezeichnet. Reisende müssen sich nun wieder auf längere Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen einstellen.
Es bleibt unklar, wie lange die verschärften Regeln gelten werden. Die EU-Kommission arbeitet mit Herstellern und Flughäfen an einer Lösung. Ziel ist es, die Beschränkungen so bald wie möglich wieder aufzuheben. Bis dahin gilt: Vorsicht bei großen Flaschen im Handgepäck und auch bei Duty-Free-Einkäufen.
Ursprung der 100-ml-Regel
Die 100-ml-Regel wurde 2006 als Reaktion auf einen vereitelten Terroranschlag eingeführt. Damals planten Terroristen, flüssige Sprengstoffe in Getränkeflaschen an Bord zu schmuggeln. Die Beschränkung sollte das Risiko solcher Anschläge minimieren. Seitdem müssen Passagiere weltweit ihre Flüssigkeiten in kleinen Behältern transportieren.Während die EU bei Flüssigkeiten eine einheitliche Linie fährt, herrscht bei Größe und Gewicht des Handgepäcks weiterhin ein Flickenteppich. Jede Airline hat ihre eigenen Regeln, was für Passagiere oft verwirrend und kostspielig sein kann. Ein EU-Vorstoß zur Harmonisierung dieser Bestimmungen lässt bisher auf sich warten.
Was haltet ihr von der Rückkehr zur 100-ml-Regel? Seht ihr darin einen notwendigen Sicherheitsschritt oder eher ein Ärgernis für Reisende? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- EU verschärft wieder Handgepäckregeln für Flüssigkeiten ab 1. September 2024
- Zweifel an neuer CT-Scanner Technologie führen zur Regelverschärfung
- 100-ml-Regel für Flüssigkeiten im Handgepäck ist wieder in Kraft
- Technische Probleme bei CT-Scannern verursachen Ungenauigkeiten
- Kritik vom europäischen Flughafendachverband ACI an den neuen Beschränkungen
- Unklarheit über Dauer der neuen, strengen Handgepäckregeln
- EU arbeitet an Lösungen, um Beschränkungen bald aufzuheben
Siehe auch:
- Bis ins Cockpit: Flughafensicherheit mit IT-"Grundkenntissen" geknackt
- Flugtaxi sollte heute in Paris fliegen, erwies sich aber als Luftnummer
- Flug-Chaos: CrowdStrike denkt nicht daran, Schadenersatz zu zahlen
- Boeing: Kaum jemand kauft noch Flugzeuge beim Luftfahrtriesen
- Riesige Schlangen an britischen Flughäfen - ePasskontrolle war defekt
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