Stern überlebt Begegnung mit Schwarzem Loch - entkommt aber nicht
Ein Stern, der beinahe einer Begegnung mit einem Schwarzen Loch entkommen wäre, wird von diesem mit immer neuen Lichterspektakeln verschlungen. Die Beobachtungen der beiden Objekte werfen ein neues Licht auf die dynamischen Prozesse im Zentrum von Galaxien.
Im Jahr 2018 beobachtete das All Sky Automated Survey for Supernovae eine schnelle Helligkeitszunahme in diesem Schwarzen-Loch-System. Wissenschaftler nutzten daraufhin mehrere Weltraumobservatorien, darunter das Chandra X-Ray Observatory der NASA und das XMM-Newton der Europäischen Weltraumagentur, um das die Vorgänge näher zu untersuchen. Sie stellten fest, dass die Helligkeitszunahme durch ein sogenanntes "Tidal Disruption Event" verursacht wurde.
Dabei wurde ein Stern, der dem Schwarzen Loch zu nahe kam, durch dessen enorme Gravitationskräfte nahezu auseinandergerissen. Dieser Prozess, bei dem der Stern zunehmend heißer wurde und in Röntgen- und Ultraviolettlicht heller aufleuchtete, erhielt die Bezeichnung AT2018fyk.
Wissenschaftler erwarten, dass der nächste "Snack" des Schwarzen Lochs zwischen Mai und August 2025 beginnen wird. Allerdings wird dieses Event wohl erneut etwas weniger hell strahlen, da der Stern bei jedem Durchgang weiter an Masse verliert.
Eine weitere überraschende Entdeckung in dieser Untersuchung ist die Vermutung, dass es sich bei dem Stern ursprünglich um ein Doppelsternsystem handelte. Das Schwarze Loch könnte die beiden Sterne auseinandergerissen haben, wobei einer auf neuem Kurs in den Weltraum geschleudert wurde und der andere in die Umlaufbahn des Schwarzen Lochs geriet.
Siehe auch:
In einer weit, weit entfernten Galaxis ...
Das Schwarze Loch, um das es geht, ist 50 Millionen Mal massereicher als die Sonne und befindet sich im Zentrum einer Galaxie, die 860 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Astronomen wissen mittlerweile, dass die meisten großen Galaxien, einschließlich unserer eigenen, ein supermassereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum haben.Im Jahr 2018 beobachtete das All Sky Automated Survey for Supernovae eine schnelle Helligkeitszunahme in diesem Schwarzen-Loch-System. Wissenschaftler nutzten daraufhin mehrere Weltraumobservatorien, darunter das Chandra X-Ray Observatory der NASA und das XMM-Newton der Europäischen Weltraumagentur, um das die Vorgänge näher zu untersuchen. Sie stellten fest, dass die Helligkeitszunahme durch ein sogenanntes "Tidal Disruption Event" verursacht wurde.
Gefangener Stern wird nach und nach von Schwarzem Loch gefressen
Dabei wurde ein Stern, der dem Schwarzen Loch zu nahe kam, durch dessen enorme Gravitationskräfte nahezu auseinandergerissen. Dieser Prozess, bei dem der Stern zunehmend heißer wurde und in Röntgen- und Ultraviolettlicht heller aufleuchtete, erhielt die Bezeichnung AT2018fyk.
Zerrissenes System
Zunächst dachten die Astronomen, dass der Stern vollständig verschlungen wurde, da das Leuchten schließlich verblasste. Doch zwei Jahre später wurden erneut Helligkeitsausbrüche registriert. Die Forscher vermuten nun, dass der Stern den ersten Kontakt mit dem Schwarzen Loch überlebt hatte und in eine elliptische Umlaufbahn um dieses geriet. Bei einer erneuten Annäherung wurde dann weiteres Material des Sterns vom Schwarzen Loch verschlungen, was den erneuten Helligkeitsausbruch auslöste.Wissenschaftler erwarten, dass der nächste "Snack" des Schwarzen Lochs zwischen Mai und August 2025 beginnen wird. Allerdings wird dieses Event wohl erneut etwas weniger hell strahlen, da der Stern bei jedem Durchgang weiter an Masse verliert.
Eine weitere überraschende Entdeckung in dieser Untersuchung ist die Vermutung, dass es sich bei dem Stern ursprünglich um ein Doppelsternsystem handelte. Das Schwarze Loch könnte die beiden Sterne auseinandergerissen haben, wobei einer auf neuem Kurs in den Weltraum geschleudert wurde und der andere in die Umlaufbahn des Schwarzen Lochs geriet.
Zusammenfassung
- Stern entkommt knapp einem Schwarzen Loch, wird aber dennoch verschlungen
- Schwarzes Loch mit 50 Millionen Sonnenmassen im Zentrum einer fernen Galaxie
- Beobachtung einer plötzlichen Helligkeitszunahme im Jahr 2018
- Einsatz von NASA und ESA Observatorien zur Untersuchung des Phänomens
- Identifikation des Vorgangs als Tidal Disruption Event, benannt AT2018fyk
- Zunächst angenommene vollständige Verschlingung des Sterns widerlegt
- Erneute Helligkeitsausbrüche deuten auf elliptische Umlaufbahn des Sterns
- Nächster erwarteter Helligkeitsausbruch zwischen Mai und August 2025
- Mögliche ursprüngliche Existenz eines Doppelsternsystems beeinflusst durch Schwarzes Loch
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