Wissenschaftler klären langjähriges Rätsel um Mondatmosphäre
Seit den 80er-Jahren beobachten Wissenschaftler eine sehr dünne Schicht von Atomen, die sich um den Mond legt - eine Mond-Atmosphäre. Doch wo findet diese ihren Ursprung? Nach Jahrzehnten scheint jetzt eine Lösung für das Phänomen gefunden.
Wie Forscher des MIT und der Universität Chicago vermelden, will man endlich den Prozess identifiziert haben, der für die Bildung der Mond-Atmosphäre verantwortlich ist und diese auch bis heute noch aufrechterhält. Wie das Team in der Fach-Zeitschrift "Science Advances" vermeldet, ist es einmal mehr Material, gesammelt während der Apollo-Missionen, das Jahrzehnte später hilft, das Rätsel zu lüften.
Demnach bildet sich die dünne Schicht vor allem wegen der "Verdampfung durch Einschläge". Der Mond steht in einem ständigen Bombardement durch "Mikrometeoriten", das ist Material in der Größe von Staubkörnern, welches mit hoher Geschwindigkeit auf der Oberfläche aufschlägt. Diese anhaltenden Einschläge lassen bestimmte Atome im Mondboden verdampfen und wirbeln diese auf.
"Der Mond ist fast 4,5 Milliarden Jahre alt, und während dieser Zeit wurde die Oberfläche ständig von Meteoriten bombardiert. Wir zeigen, dass eine dünne Atmosphäre schließlich einen stabilen Zustand erreicht, weil sie durch kleine Einschläge überall auf dem Mond ständig aufgefüllt wird", so Studienleiterin Nicole Nie laut Phys.
Siehe auch:
- Mond besitzt eine dünne Atmosphäre
- "Exosphäre" seit den 80er-Jahren bekannt, Ursprung bisher unklar
- Forscherteam des MIT und der Universität Chicago findet Lösung
- Mond-Atmosphäre entsteht durch Verdampfung bei Einschlägen
- Mikrometeoriten bombardieren Mondboden, lassen Material verdampfen
- Einschläge füllen Mond-Atmosphäre ständig auf, stabilisieren sie
- Ergebnisse basieren auf Material der Apollo-Missionen
Mond: Forscher lösen Rätsel der dünnen Exosphäre
Eine graue Oberfläche ohne jeglichen Schutz durch eine Atmosphäre: So unser Bild von der Mondoberfläche. Doch während unserem Trabanten tatsächlich eine dicke schützende Schicht wie der Erde fehlt, beobachten Wissenschaftler seit Jahrzehnten einen dünnen Film an Atomen, die an die Oberfläche gebunden scheinen. Der Ursprung dieser zarten Atmosphäre, als "Exosphäre" bekannt, konnte nicht vollständig geklärt werden - bis jetzt.Wie Forscher des MIT und der Universität Chicago vermelden, will man endlich den Prozess identifiziert haben, der für die Bildung der Mond-Atmosphäre verantwortlich ist und diese auch bis heute noch aufrechterhält. Wie das Team in der Fach-Zeitschrift "Science Advances" vermeldet, ist es einmal mehr Material, gesammelt während der Apollo-Missionen, das Jahrzehnte später hilft, das Rätsel zu lüften.
Demnach bildet sich die dünne Schicht vor allem wegen der "Verdampfung durch Einschläge". Der Mond steht in einem ständigen Bombardement durch "Mikrometeoriten", das ist Material in der Größe von Staubkörnern, welches mit hoher Geschwindigkeit auf der Oberfläche aufschlägt. Diese anhaltenden Einschläge lassen bestimmte Atome im Mondboden verdampfen und wirbeln diese auf.
"Der Mond ist fast 4,5 Milliarden Jahre alt, und während dieser Zeit wurde die Oberfläche ständig von Meteoriten bombardiert. Wir zeigen, dass eine dünne Atmosphäre schließlich einen stabilen Zustand erreicht, weil sie durch kleine Einschläge überall auf dem Mond ständig aufgefüllt wird", so Studienleiterin Nicole Nie laut Phys.
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Videos zum Thema Mond
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