SpaceX: Behörde untersagt nach Fehlschlag alle Falcon 9-Starts

Das aktuelle Arbeitspferd der Raumfahrt, die Falcon 9-Rakete des US-Herstellers SpaceX, hat ein Problem. Nachdem der Start neuer Starlink-Satelliten nicht wie geplant funktionierte, muss der Launcher jetzt erst einmal am Boden bleiben.
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Tiefgehende Fehlersuche

Am Donnerstagabend Ortszeit sollten von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus 20 neue Starlink-Systeme in den Orbit gebracht werden. Der Motor der oberen Stufe der Falcon 9 konnte seinen Brennvorgang nicht wie geplant abschließen. Die Raumfahrzeuge wurden daher in einer niedrigeren als der beabsichtigten Umlaufbahn ausgesetzt, teilte das Unternehmen mit.

Die US-Behörde für die Flugaufsicht, die auch für Raktenstarts zuständig ist, hat daher erst einmal alle weiteren Starts ausgesetzt. Unter den Augen der Behörde müssen die SpaceX-Techniker nun auf die Fehlersuche gehen. Wie lange dies inklusive der nachfolgenden Prüfprozesse dauert, lässt sich noch nicht genau sagen.

SpaceX: Start der Falcon 9, die nicht bis in den geplanten Orbit kam

"Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs ist nur möglich, wenn die FAA feststellt, dass das System, der Prozess oder das Verfahren, das mit dem Zwischenfall in Zusammenhang steht, die öffentliche Sicherheit nicht beeinträchtigt", teilte die Behörde mit. "Darüber hinaus muss SpaceX möglicherweise eine Genehmigung der FAA zur Änderung seiner Lizenz beantragen und erhalten, die alle Korrekturmaßnahmen und alle anderen Lizenzanforderungen umfasst."

Satelliten wohl verloren

Für dieses aufwendige Verfahren sind verschiedene Faktoren verantwortlich. So stellt jeder Raketenstart ein Risiko dar und Probleme können hier dazu führen, dass Trümmerteile unkontrolliert auf die Erde niedergehen. An die Falcon 9 werden darüber hinaus zusätzliche Anforderungen gestellt, da der Launcher auch für den Start bemannter Flüge zertifiziert ist.

SpaceX hat zu fünf der 20 ausgesetzten Satelliten Kontakt hergestellt und versucht, diese mit dem integrierten Ionen-Triebwerk in einen höheren Orbit zu bekommen. "Im Gegensatz zu einer Folge von Star Trek wird das wahrscheinlich nicht funktionieren, aber einen Versuch ist es wert. Die Satellitentriebwerke müssen die Umlaufbahn schneller anheben, als der Luftwiderstand sie nach unten zieht, sonst verglühen sie", so SpaceX-Gründer Elon Musk.

Zusammenfassung
  • Falcon 9-Rakete von SpaceX hat Startprobleme
  • Starlink-Satelliten erreichten niedrigere Umlaufbahn
  • US-Flugaufsicht setzt weitere Starts vorerst aus
  • Techniker von SpaceX müssen Fehlerursache klären
  • FAA prüft Sicherheit vor Wiederaufnahme der Flüge
  • SpaceX könnte Änderung der Lizenz benötigen
  • Kontakt zu fünf der zwanzig Satelliten hergestellt

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