Klimasünder KI: So gigantisch ist der Energiebedarf von ChatGPT
Chatbots werden immer beliebter. Doch der Fortschritt hat auch seinen Preis. Denn im Kampf um Klimaziele könnte künstliche Intelligenz zu einem großen Problem werden. Forscher haben jetzt den unglaublichen Verbrauch von ChatGPT errechnet.
Auf das Jahr gerechnet landet man somit bei einem Stromverbrauch von knapp 227 Million Kilowattstunden. Damit ließen sich laut der Studie in etwa 48 Millionen iPhone 15-Smartphones ein ganzes Jahr lang laden. Alternativ würde die Strommenge reichen, um 3,1 Millionen E-Autos voll aufzutanken.
In Deutschland fahren laut Statista momentan gerade einmal 1,53 Millionen elektrische Fahrzeuge auf den Straßen. Hierzulande könnte also jeder Besitzer eines entsprechenden Gefährts seine Batterie sogar zweimal voll aufladen.
ChatGPT verbraucht pro Jahr mehr Strom als ganz Gibraltar
Erst gestern hatte zudem Axios berichtet, dass sich die wöchentliche Nutzerzahl bei ChatGPT mittlerweile auf 200 Millionen in der Woche verdoppelt hat. Damit würden sich auch alle genannten Zahlen aus der Studie von Best Brokers verdoppeln. Unendlich lange kann diese Entwicklung aber nicht weitergehen. Schon jetzt gibt es manchenorts Sorge um eine adäquate Stromversorgung von normalen Haushalten aufgrund des Stromhungers von künstlicher Intelligenz.
Siehe auch:
ChatGPT ist ein Stromfresser
Komplexe Fragen an ChatGPT zu stellen und zufriedenstellende Antworten zu erhalten ist oft einfacher und bequemer, als über Google danach zu suchen. Dafür verbraucht der Chatbot von OpenAI laut dem Electric Power Research Institute im Vergleich allerdings auch das Zehnfache an Energie. So benötigt eine Anfrage an die KI im Schnitt 2,9 Watt-Stunden, einmal googeln nur 0,3 Watt-Stunden. Auf dieser Grundlage hat Best Brokers nun den Gesamtstromverbrauch von ChatGPT berechnet.Doppelt so viel wie alle deutschen E-Autos
Im November 2023 hatte ChatGPT etwa 100 Millionen Nutzer pro Woche. Geht man davon aus, dass jeder Anwender in diesem Zeitraum 15 Fragen an den Chatbot stellt, ergibt das ein Gesamtvolumen von ungefähr 1,5 Milliarden. Am Tag macht das also 214 Millionen Anfragen. Insgesamt liegt der Verbrauch damit bei ca. einer halben Million Kilowatt-Stunden pro Tag. Zum Vergleich: Das ist über das 21.600-fache eines normalen US-Haushalts.Auf das Jahr gerechnet landet man somit bei einem Stromverbrauch von knapp 227 Million Kilowattstunden. Damit ließen sich laut der Studie in etwa 48 Millionen iPhone 15-Smartphones ein ganzes Jahr lang laden. Alternativ würde die Strommenge reichen, um 3,1 Millionen E-Autos voll aufzutanken.
In Deutschland fahren laut Statista momentan gerade einmal 1,53 Millionen elektrische Fahrzeuge auf den Straßen. Hierzulande könnte also jeder Besitzer eines entsprechenden Gefährts seine Batterie sogar zweimal voll aufladen.
ChatGPT verbraucht pro Jahr mehr Strom als ganz Gibraltar
Kein Ende in Sicht
Auch das Training von künstlicher Intelligenz verschlingt Unmassen an Energie. Von GPT-3 auf GPT-4 war der Anstieg dramatisch. Um die neue und deutlich komplexere Version des LLMs auf den Betrieb vorzubereiten, wurde mit mehr als 62 Millionen kWh über das 48-fache der Strommenge verbraucht, die beim Vorgängermodell nötig gewesen war. Dieser Trend wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit mit jedem neuen Modell weiter verschärfen.Erst gestern hatte zudem Axios berichtet, dass sich die wöchentliche Nutzerzahl bei ChatGPT mittlerweile auf 200 Millionen in der Woche verdoppelt hat. Damit würden sich auch alle genannten Zahlen aus der Studie von Best Brokers verdoppeln. Unendlich lange kann diese Entwicklung aber nicht weitergehen. Schon jetzt gibt es manchenorts Sorge um eine adäquate Stromversorgung von normalen Haushalten aufgrund des Stromhungers von künstlicher Intelligenz.
Zusammenfassung
- ChatGPT verbraucht zehnmal mehr Energie als eine Google-Suche
- Eine KI-Anfrage benötigt durchschnittlich 2,9 Watt-Stunden
- ChatGPT hatte im November 2023 wöchentlich 100 Millionen Nutzer
- Jährlicher Verbrauch von ChatGPT entspricht 227 Millionen kWh
- Strommenge könnte 3,1 Millionen E-Autos tanken
- Strom reicht, um 48 Millionen Smartphones ein Jahr lang zu laden
- Training LLMs verbraucht zudem immer mehr Energie
Siehe auch:
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