Drama bei Logitech: Gründer legt sich mit Aufsichtsrat an und verliert
Die Vorstandsvorsitzende von Logitech will 2025 gehen, das geht dem Gründer aber nicht schnell genug. Er versucht, den Aufsichtsrat zum schnellen Rausschmiss zu bewegen und will einen Kandidaten platzieren. Der lehnt schlicht ab, der Versuch wird abgewehrt.
In der letzten Woche hatte Vorstandsvorsitzende Wendy Becker angekündigt, im nächsten Jahr von ihrem Posten zurücktreten zu wollen. Wenig später hatte Borel verlauten lassen, dass ihm dieser Abgang nicht schnell genug geht. Passend dazu hatte der Gründer einen Antrag eingereicht, den Konzernvorstand schon bei der Aktionärsversammlung am 4. September zum Thema zu machen.
Dabei griff Borel laut Bericht von Bloomberg (Paywall) direkt zu sehr scharfen Mitteln und wollte eine einstweilige Verfügung erwirken, die den Vorstand praktisch gezwungen hätte, diesen Antrag anzunehmen. "Über die Ernennung des Vorsitzenden entscheiden nach Schweizer Recht die Aktionäre, nicht der Vorstand", so der Gründer in einem Brief, der Bloomberg vorliegt.
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Echtes Drama im Hause Logitech
Corona hatte Logitech einen Boom beschert, dann folgte schwieriges Fahrwasser. Jetzt hat sich die Lage aber wieder deutlich beruhigt und der Kurs steigt stabil. Trotzdem brodelt es an der Spitze des Konzerns gewaltig. Grund für die Unruhen sind scharfe Auseinandersetzungen zwischen Gründer und Aktionär Daniel Borel und dem Aufsichtsrat.In der letzten Woche hatte Vorstandsvorsitzende Wendy Becker angekündigt, im nächsten Jahr von ihrem Posten zurücktreten zu wollen. Wenig später hatte Borel verlauten lassen, dass ihm dieser Abgang nicht schnell genug geht. Passend dazu hatte der Gründer einen Antrag eingereicht, den Konzernvorstand schon bei der Aktionärsversammlung am 4. September zum Thema zu machen.
Dabei griff Borel laut Bericht von Bloomberg (Paywall) direkt zu sehr scharfen Mitteln und wollte eine einstweilige Verfügung erwirken, die den Vorstand praktisch gezwungen hätte, diesen Antrag anzunehmen. "Über die Ernennung des Vorsitzenden entscheiden nach Schweizer Recht die Aktionäre, nicht der Vorstand", so der Gründer in einem Brief, der Bloomberg vorliegt.
Alles abgelehnt
Das kuriose: Borel hatte Guy Gecht als Nachfolger für die unbeliebte Vorstandsvorsitzende ins Spiel gebracht. Gecht hatte seinerseits schnell signalisiert, dass er für diesen Posten nicht zur Verfügung steht und Wendy Becker weiter unterstützen werde. Wie aus einem Dokument am Montag hervorgeht, hat der Aufsichtsrat in der Folge alle Versuche des Gründers blockiert, den Vorstandsvorsitz vorzeitig abzusetzen.Logitech-Produkte online entdecken Die Angebote bei Media Markt
Zusammenfassung
- Corona brachte Logitech zunächst Erfolg, dann Schwierigkeiten
- Logitechs Lage hat sich stabilisiert, Aktienkurs steigt
- Wendy Becker will 2025 als Vorstandsvorsitzende zurücktreten
- Gründer Borel fordert schnelleren Rücktritt von Becker
- Borel will Aufsichtsrat zu Beckers sofortigem Abgang bewegen
- Borel und Aufsichtsrat in scharfen Auseinandersetzungen
- Borel schlägt Guy Gecht als Nachfolger vor, dieser lehnt ab
- Aufsichtsrat blockiert alle Bemühungen Borels
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