MagentaTV überfordert: EM-Stream bricht beim Achtelfinale zusammen

Dass das EM-Achtelfinale Österreich gegen Türkei exklusiv bei Magenta­TV übertragen wurde, hatte für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Die Telekom wurde trotzdem von Neuanmeldungen überrannt, während der Übertragung kam es dann zu massiven Problemen.
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Exklusiver Stream, der dann nicht funktioniert

Damit hat sich die Telekom wirklich keine Freunde gemacht: Wer die Partie Öster­reich gegen Türkei in Deutschland sehen wollte, der konnte nicht auf ARD, ZDF oder RTL vertrauen. Exklusiver Zugangsweg zu der Begegnung war das zahlungspflichtige Streaming-Abo MagentaTV der Telekom. Vom Ansturm der neuen Kunden kurz vor dem Spiel war die Telekom aber so überfordert, dass das eigene Streaming-Angebot stellenweise zusammenbrach.

Und so war die Telekom schnell darum bemüht, Schuldige für die anhaltenden Abbrüche im Stream und Wartezeiten auf Buchungs- und Zugangsportalen zu nennen. "Der punktuelle Ansturm auf unsere Buchungsplattform hat unsere im Vorfeld bereits deutlich erhöhten Kapazitäten bei Weitem überstiegen", so ein Sprecher des Unternehmens laut Tagesspiegel.


Die technischen Probleme waren offenbar so massiv, dass sich die Telekom schnell für einen ungewöhnlichen Schritt entschied: das Match, das eigentlich hinter der Bezahlschranke verfügbar sein sollte, wurde spontan als frei zugänglicher Stream auf YouTube übertragen. Wie Reaktionen im Netz zeigen, war das aber trotz Meldungen auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens natürlich nicht sofort für alle Kunden ersichtlich.

Technisch schlecht aufgestellt

Die Probleme der Telekom beim aktuellen Ansturm auf das EM-Spiel sind hausgemacht. Um MagentaTV unabhängig von Anschlüssen vertreiben können, setzt der Anbieter nicht auf IPTV mit Multicast, bei dem ein einziges Signal unter effizienter Nutzung der Bandbreite an viele Empfänger gleichzeitig gesendet wird. Vielmehr muss der Anbieter bei Streaming per Unicast (auch OTT oder Over-The-Top genannt) für jeden Anschluss einen individuellen Datenstrom senden. Genau so kam es auch im aktuellen Fall zur Überlastung des exklusiven Übertragungswegs.

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Zusammenfassung
  • Achtelfinale Österreich gegen Türkei nur auf MagentaTV verfügbar
  • Ansturm auf MagentaTV führte zu massiven technischen Problemen
  • Telekom konnte Kapazitäten trotz Vorbereitung nicht bewältigen
  • Übertragung brach zusammen, Kunden waren verärgert
  • Match wurde kurzfristig frei auf YouTube gestreamt
  • Unicast-Streaming verursachte Überlastung des Systems

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