Kuriose Entwicklung: Ist 1N Telecom mit Kundengeld "verschwunden"?
Im Streit zwischen Kunden der Deutschen Telekom und dem Unternehmen 1N Telecom gibt es aktuell eine Reihe von merkwürdigen Meldungen bezüglich des Fortbestands der 1N Telecom GmbH. Zudem gibt es Berichte erfolgreicher Klagen von einzelnen Kunden.
Das Unternehmen 1N Telecom war in das Visier der Verbraucherschutzzentralen in Deutschland geraten, die zahlreiche Beschwerden von Kunden der Deutschen Telekom vorliegen hatten. 1N Telecom hatte Telekom-Kunden mit einem Werbebrief kontaktiert und einen neuen DSL-Anschluss-Vertrag angeboten. Die Kunden haben dabei aber vielfach gar nicht verstanden, dass es sich um einen Anbieterwechsel handelt; zudem sah das Landgericht Düsseldorf auch die Aufmachung der Anschreiben als irreführend an. Das Gericht bestätigte im August die Auffassung der Deutschen Telekom, dass auf diese Schreiben hin geschlossene Verträge unlauter zustande gekommen waren.
Im vergangenen Oktober hatte die Deutsche Telekom dann eine Schlappe vor Gericht gegen die 1N Telecom GmbH eingefahren. Seither war es recht ruhig um den Streit der beiden Unternehmen. Die Verbraucherzentralen warnen aber offensiv vor der 1N Telecom GmbH und haben ein Update über die letzten Verfahren veröffentlicht und unterstrichen, dass es weiterhin nicht klar ist, wie 1N Telecom an die Kundendaten gekommen ist.
Jetzt hat Günter Born in einer Artikel-Serie seine letzten Erkenntnisse über die Machenschaften von 1N Telecom geteilt. Dabei geht es um zwei grundverschiedenen Vorkommnisse, die zu denken geben. Zum einen gibt es diverse Urteile, die teils von privaten Geschädigten erstritten wurden. Zum anderen gibt es Vorwürfe, dass das Unternehmen nicht mehr für seine Kunden verlässlich ansprechbar ist.
In einem Versäumnisurteil wurde die Forderung der 1N Telecom GmbH auf rund 400 Euro Schadensersatz annulliert. Zudem wurde das Unternehmen auf die Zahlung von 1000 Euro Schmerzensgeld für einen DSGVO-Verstoß verurteilt, da man Kunden ohne deren Erlaubnis zur Datenverarbeitung kontaktiert hatte.
Für Kunden von 1N Telecom sicherlich viel interessanter sind jedoch die Vorwürfe, dass sich das Unternehmen "rar" macht und in "Auflösung befindlich sein könnte" (via Borncity).
Screenshot aus einer Facebook-Gruppe
Ein Leser hat Born einen Screenshot aus einer geschlossenen Facebook-Gruppe zukommen lassen: Die Vorwürfe reichen von unkonfigurierter Hotline-Nummer, einer nicht nutzbaren E-Mail-Adresse, über einen "Chat-Support-Dummy" bis hin zu der Annahme, dass das Geld der Kunden nun weg sei. Für Kunden, die bei der 1N Telecom sind, ist das nun ärgerlich, aber man wird abwarten müssen, wie es weitergeht.
Daher fragen wir uns: Wer hat Ähnliches erlebt?
Siehe auch:
Streit zwischen Deutscher Telekom und 1N Telecom
Erst einmal ein Blick zurück, was im vergangenen Jahr alles vorgefallen war: Der Streit um die von Verbraucherschützern und der Deutschen Telekom unlauter genannten Methoden der Kundengewinnung durch 1N Telecom wurde im Sommer öffentlich.Das Unternehmen 1N Telecom war in das Visier der Verbraucherschutzzentralen in Deutschland geraten, die zahlreiche Beschwerden von Kunden der Deutschen Telekom vorliegen hatten. 1N Telecom hatte Telekom-Kunden mit einem Werbebrief kontaktiert und einen neuen DSL-Anschluss-Vertrag angeboten. Die Kunden haben dabei aber vielfach gar nicht verstanden, dass es sich um einen Anbieterwechsel handelt; zudem sah das Landgericht Düsseldorf auch die Aufmachung der Anschreiben als irreführend an. Das Gericht bestätigte im August die Auffassung der Deutschen Telekom, dass auf diese Schreiben hin geschlossene Verträge unlauter zustande gekommen waren.
Im vergangenen Oktober hatte die Deutsche Telekom dann eine Schlappe vor Gericht gegen die 1N Telecom GmbH eingefahren. Seither war es recht ruhig um den Streit der beiden Unternehmen. Die Verbraucherzentralen warnen aber offensiv vor der 1N Telecom GmbH und haben ein Update über die letzten Verfahren veröffentlicht und unterstrichen, dass es weiterhin nicht klar ist, wie 1N Telecom an die Kundendaten gekommen ist.
Jetzt hat Günter Born in einer Artikel-Serie seine letzten Erkenntnisse über die Machenschaften von 1N Telecom geteilt. Dabei geht es um zwei grundverschiedenen Vorkommnisse, die zu denken geben. Zum einen gibt es diverse Urteile, die teils von privaten Geschädigten erstritten wurden. Zum anderen gibt es Vorwürfe, dass das Unternehmen nicht mehr für seine Kunden verlässlich ansprechbar ist.
In einem Versäumnisurteil wurde die Forderung der 1N Telecom GmbH auf rund 400 Euro Schadensersatz annulliert. Zudem wurde das Unternehmen auf die Zahlung von 1000 Euro Schmerzensgeld für einen DSGVO-Verstoß verurteilt, da man Kunden ohne deren Erlaubnis zur Datenverarbeitung kontaktiert hatte.
Für Kunden von 1N Telecom sicherlich viel interessanter sind jedoch die Vorwürfe, dass sich das Unternehmen "rar" macht und in "Auflösung befindlich sein könnte" (via Borncity).
Urteile haben etwas ins Rutschen gebracht
Kunden haben demnach wohl erhebliche Probleme, mit ihren Zugangsdaten ihre Leitungen zum Laufen zu bringen und bei dem Unternehmen technischen Support zu erhalten. Zudem schreibt Günter Born, er habe den Verdacht, "dass die jüngst ergangenen Urteile gegen die 1N Telecom GmbH da was ins Rutschen gebracht haben - was für die Bestandskunden ein Problem darstellen dürfte". Gemeint ist unter anderem, dass die Urteile dem Unternehmen viel Geld kosten werden.
Screenshot aus einer Facebook-Gruppe
Ein Leser hat Born einen Screenshot aus einer geschlossenen Facebook-Gruppe zukommen lassen: Die Vorwürfe reichen von unkonfigurierter Hotline-Nummer, einer nicht nutzbaren E-Mail-Adresse, über einen "Chat-Support-Dummy" bis hin zu der Annahme, dass das Geld der Kunden nun weg sei. Für Kunden, die bei der 1N Telecom sind, ist das nun ärgerlich, aber man wird abwarten müssen, wie es weitergeht.
Daher fragen wir uns: Wer hat Ähnliches erlebt?
Tipp:
Wer selbst zu 1N Telecom wechselte und Probleme hat, sollte sich an die Beratung der Verbraucherzentralen wenden.
Zusammenfassung
- Streit zwischen Kunden der Deutschen Telekom und 1N Telecom eskaliert
- Verbraucherschützer kritisieren unlautere Methoden der Kundengewinnung
- Landgericht Düsseldorf bestätigt irreführende Anschreiben von 1N Telecom
- Deutsche Telekom verliert im Oktober vor Gericht gegen 1N Telecom
- Verbraucherzentralen warnen weiterhin vor 1N Telecom und unklarer Datenquelle
- Günter Born berichtet über Urteile und unzuverlässigen Kundenservice
- Kunden haben Probleme mit Zugangsdaten und technischem Support bei 1N Telecom
Siehe auch:
Thema:
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