Spotify: Der Streit um Apples App-Politik geht zurück an die EU
Spotify hat seit Jahren versucht, für Nutzer seiner iPhone-App die Möglichkeit zu bieten, direkt in der App ein Abo zu buchen - und möchte dabei nach Möglichkeit auch den gesamten Abo-Preis direkt für sich selbst behalten. Dieser Streit geht nun in die nächste Runde.
Im März entschied die Europäische Kommission in einem Kartellverfahren gegen Apple wegen der Beschränkungen des App Store für Musik-Streaming-Dienste. Spotify hatte dabei 2019 die Beschwerde eingereicht. Die Kommission gab Spotify schließlich recht und verhängte gegen Apple eine Geldstrafe in Höhe von 1,84 Milliarden Euro und stellte fest, dass die Anti-Steering-Regeln des Unternehmens rechtswidrig sind. Diese Regeln behinderten unter anderem die Verlinkung zu externen Abonnementoptionen.
Kurz nach der Entscheidung der Kommission reichte Spotify dann bei Apple gleich ein Update ein, das Preisinformationen direkt in die App einfügte und die Nutzer mit externen Abonnementoptionen außerhalb des Apple-Zahlungssystems verknüpfte. Apple hat darauf nie reagiert - obwohl der Konzern behauptet, dass 90 Prozent der eingereichten Anträge in "weniger als 24 Stunden" geprüft werden.
Das nächste Problem, dass Spotify hat, ist, dass Apple weiterhin fast ein Drittel der Einnahmen für sich beansprucht. Dem will der Konzern nicht nachgeben.
Aktuell ist es so, dass der Streit zurück an die Europäische Kommission geht. "Letztendlich wollen wir unseren Nutzern die Möglichkeit geben, über Preise und bessere Pläne zu kommunizieren", sagte Harry Clarke, der stellvertretende Leiter der Rechtsabteilung von Spotify. "Wir wollen, dass die Nutzer ein besseres Erlebnis haben, und deshalb ist die Kommission zu diesen Schlussfolgerungen gekommen."
Die EU-Kommission hat im März eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet, weil sie davon ausgeht, dass die Änderungen des Unternehmens nicht vollständig mit dem DMA übereinstimmen. Sollte die Kommission ein Fehlverhalten feststellen, könnte Apple in der EU nicht nur eine, sondern gleich zwei Durchsetzungsmaßnahmen auferlegt werden, und Spotify scheint zuversichtlich, dass die EU ihnen recht geben wird. "Die Frage für die Kommission ist, ob sie den Fall durch eine Untersuchung der Nichteinhaltung oder durch die DMA-Untersuchung der Nichteinhaltung angehen wird", sagte Clarke. "Ich würde sagen, sie sollte beides tun." Download Spotify - Musik-Streaming-Client für Windows
Siehe auch:
Warum Spotify in Europa immer noch mit Apple kämpft
Denn obwohl Spotify bereits mehrfach erfolgreich mit seinen Beschwerden in der EU war und Apple sich mittlerweile in vielerlei Hinsicht geöffnet hat, ist die Situation für den Musikdienst immer noch nahezu unverändert (via The Verge).Im März entschied die Europäische Kommission in einem Kartellverfahren gegen Apple wegen der Beschränkungen des App Store für Musik-Streaming-Dienste. Spotify hatte dabei 2019 die Beschwerde eingereicht. Die Kommission gab Spotify schließlich recht und verhängte gegen Apple eine Geldstrafe in Höhe von 1,84 Milliarden Euro und stellte fest, dass die Anti-Steering-Regeln des Unternehmens rechtswidrig sind. Diese Regeln behinderten unter anderem die Verlinkung zu externen Abonnementoptionen.
Kurz nach der Entscheidung der Kommission reichte Spotify dann bei Apple gleich ein Update ein, das Preisinformationen direkt in die App einfügte und die Nutzer mit externen Abonnementoptionen außerhalb des Apple-Zahlungssystems verknüpfte. Apple hat darauf nie reagiert - obwohl der Konzern behauptet, dass 90 Prozent der eingereichten Anträge in "weniger als 24 Stunden" geprüft werden.
Das nächste Problem, dass Spotify hat, ist, dass Apple weiterhin fast ein Drittel der Einnahmen für sich beansprucht. Dem will der Konzern nicht nachgeben.
Aktuell ist es so, dass der Streit zurück an die Europäische Kommission geht. "Letztendlich wollen wir unseren Nutzern die Möglichkeit geben, über Preise und bessere Pläne zu kommunizieren", sagte Harry Clarke, der stellvertretende Leiter der Rechtsabteilung von Spotify. "Wir wollen, dass die Nutzer ein besseres Erlebnis haben, und deshalb ist die Kommission zu diesen Schlussfolgerungen gekommen."
Gatekeeper Apple
Während die Kommission untersucht, ob Apples neue Musik-Streaming-App-Politik mit dem Gerichtsbeschluss übereinstimmt, steht das Unternehmen auch aus einem anderen Grund im Fadenkreuz der Kommission: dem Digital Markets Act (DMA). Apple gilt als "Gatekeeper" im Rahmen der neuen Gesetze, die Anfang des Jahres in Kraft getreten sind und die Arbeitsweise von Big Tech regeln.Die EU-Kommission hat im März eine Untersuchung gegen Apple eingeleitet, weil sie davon ausgeht, dass die Änderungen des Unternehmens nicht vollständig mit dem DMA übereinstimmen. Sollte die Kommission ein Fehlverhalten feststellen, könnte Apple in der EU nicht nur eine, sondern gleich zwei Durchsetzungsmaßnahmen auferlegt werden, und Spotify scheint zuversichtlich, dass die EU ihnen recht geben wird. "Die Frage für die Kommission ist, ob sie den Fall durch eine Untersuchung der Nichteinhaltung oder durch die DMA-Untersuchung der Nichteinhaltung angehen wird", sagte Clarke. "Ich würde sagen, sie sollte beides tun." Download Spotify - Musik-Streaming-Client für Windows
Zusammenfassung
- Spotify will Abo-Verkauf in iPhone-App
- Streit mit Apple um Abo-Einnahmen
- EU-Kommission sanktioniert Apple
- Beschwerde von Spotify aus 2019
- Apple behält Teil der Spotify-Einnahmen
- Update für externe Abos eingereicht
- EU prüft Apples Einhaltung des DMA
Siehe auch:
- Spotify Premium wird teurer: Preiserhöhung könnte kurz bevorstehen
- Spotify überarbeitet seine Desktop-App in zwei wichtigen Bereichen
- HD-Audio und mehr: "Supremium" von Spotify soll dieses Jahr starten
- Teures Problem: Spotify geht nun doch gegen "weißes Rauschen" vor
- Kein Netz: Spotify arbeitet an neuer Offline-Mix-Wiedergabeliste
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