Disney+ erstmals profitabel:
Kunden zahlen mehr und erhalten weniger
Lange schrieb der Streamingdienst von Disney rote Zahlen. Dank einiger Maßnahmen, die nicht zuletzt auf Kosten der Kunden gingen, ist die Plattform jetzt zum ersten Mal profitabel. Zudem hat das Unternehmen ambitionierte Ziele für seine Plattform.
Zusammengerechnet erwirtschafteten die beiden Abo-Angebote ein Plus von 47 Millionen US-Dollar im ersten Jahresquartal 2024, wie das Unternehmen jetzt in seinem aktuellen Finanzreport (PDF) mitteilt. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatten Disney+ und Hulu noch einen großen Verlust von 587 Millionen US-Dollar eingefahren. Infografik Videostreaming: Disney+ stoppt den Abo-Schwund
Rechnet man jedoch alle Streamingangebote unter dem Dach von Disney mit dazu, wie etwa das Sport-Abo ESPN+, ergibt sich wiederum ein Gesamtverlust von 18 Millionen US-Dollar.
Auch wenn das Streaminggeschäft insgesamt immer noch rote Zahlen schreibt, geht es dem Konzern durchaus gut. Unter anderem mit seinen Parks, Filmen und Werbeartikeln machte das Unternehmen im ersten Quartal des Jahres einen Betriebsgewinn von 3,83 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.
Siehe auch:
Disney+ schreibt schwarze Zahlen
Streamingdienste haben es seit dem Ende der Coronapandemie schwer. Zwar konnten Anbieter wie Netflix ihre Nutzerzahlen zuletzt erhöhen, doch die tatsächliche Nutzung des Dienstes durch die Kunden ist stark rückläufig. Auch Disney+ war lange Zeit ein Minusgeschäft für den Konzern hinter Micky Maus. Nach der Zusammenlegung mit Streaminganbieter Hulu ist die Plattform jetzt aber zum ersten Mal profitabel.Zusammengerechnet erwirtschafteten die beiden Abo-Angebote ein Plus von 47 Millionen US-Dollar im ersten Jahresquartal 2024, wie das Unternehmen jetzt in seinem aktuellen Finanzreport (PDF) mitteilt. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatten Disney+ und Hulu noch einen großen Verlust von 587 Millionen US-Dollar eingefahren. Infografik Videostreaming: Disney+ stoppt den Abo-Schwund
Rechnet man jedoch alle Streamingangebote unter dem Dach von Disney mit dazu, wie etwa das Sport-Abo ESPN+, ergibt sich wiederum ein Gesamtverlust von 18 Millionen US-Dollar.
Kunden bekommen weniger
Disney hatte vor allem mit Entlassungen und der Verkleinerung des Angebots die Kosten für seine Plattform reduziert. Außerdem gab es Ende 2023 eine deutliche Preiserhöhung. Zuletzt stiegen die Abonnentenzahlen jedoch wieder um 6,3 Millionen auf weltweit 117,6 Millionen (ohne Indien). Bis Ende 2024 sollen Disneys Plänen zufolge noch bis zu 48 Millionen weitere zahlende Kunden dazukommen.Auch wenn das Streaminggeschäft insgesamt immer noch rote Zahlen schreibt, geht es dem Konzern durchaus gut. Unter anderem mit seinen Parks, Filmen und Werbeartikeln machte das Unternehmen im ersten Quartal des Jahres einen Betriebsgewinn von 3,83 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.
Sharingverbot und lineare Kanäle geplant
Noch in diesem Jahr möchte Disney+ außerdem gegen Konten-Sharing vorgehen. Bisher hatte das Unternehmen diese Praxis geduldet. Auch die Einführung linearer Kanäle nach Vorbild des klassischen TV-Programms soll in Zukunft für noch mehr Abos und höhere Gewinne sorgen.
Zusammenfassung
- Disney+ erreicht erstmals Profitabilität
- Zusammen mit Hulu Plus von 47 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2024
- Gesamtverlust aller Disney-Streamingdienste bei 18 Millionen US-Dollar
- Entlassungen und Angebotsverkleinerungen halfen, Kosten zu senken
- Abonnentenzahlen stiegen um 6,3 Millionen auf 117,6 Millionen weltweit
- Ziel: Bis Ende 2024 bis zu 48 Millionen neue zahlende Kunden gewinnen
- Disney plant Maßnahmen gegen Konten-Sharing und will lineare Kanäle einführen
Siehe auch:
- Qualität vor Quantität: Disney will weniger Filme und Serien von Marvel
- Waipu.tv startet neue Sender und kündigt Disney-Kooperation an
- Disney+ plant lineare Streaming-Kanäle - im Grunde Kabel-TV per App
- Disney-CEO verrät Details zu Maßnahmen gegen Passwort-Sharing
- Disney: Keine Superhelden-Krise, letzte Marvel-Filme waren nur schlecht
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- Daredevil: Born Again - Disney zeigt den ersten Teaser zur 2. Staffel
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