Schnellzustellung per Drohne:
Amazon stellt erstes Prime Air-Gebiet ein
Die Lieferung von Paketen mit Drohnen scheint kein so überlegenes Konzept zu sein, wie teils angenommen wurde. Der Handelskonzern Amazon stellt die Prime-Air-Zustellung in einem seiner Testgebiete jetzt komplett ein.
Amazon führte nicht weiter aus, welche Gründe genau zu der Entscheidung führten. Es hieß lediglich: "Wir bieten allen derzeitigen Mitarbeitern Möglichkeiten an anderen Standorten und werden die Kunden in Lockeford weiterhin mit anderen Liefermethoden bedienen. Wir möchten uns bei der Gemeinde für ihre Unterstützung und ihr Feedback in den letzten Jahren bedanken", hieß es.
Das Aus an dem Standort schlägt sich erst einmal nicht auf die sonstigen Aktivitäten im Rahmen des Drohnenprogramms nieder. Die Lieferungen in Texas werden fortgesetzt, ebenso wie die eines neuen Standorts in Tolleson, Arizona, der noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen soll. Tolleson, eine Stadt mit knapp über 7000 Einwohnern, liegt im Maricopa County, im westlichen Teil des Großraums Phoenix.
Die Ausweitung des Angebots geht aber nur sehr langsam voran, was zum Teil auf regulatorische Fragen zurückzuführen ist. Denn ein aktiver Drohnenbetrieb muss vor allem im Luftraum über den Städten sehr genau in die Flugsicherung einbezogen werden. Es scheint, dass Tolleson daher die einzige Erweiterung des Dienstes in diesem Kalenderjahr sein wird und weitere Standorte frühestens 2025 dazukommen.
Siehe auch:
- Amazon stellt Prime Air in Lockeford, Kalifornien, ein
- Zweiter Drohnenstandort in den USA nach Texas
- Prime-Air-Betrieb begann im Juni 2022
- Kunden erhalten andere Lieferoptionen
- Mitarbeiter bekommen Angebote an anderen Standorten
- Lieferungen in Texas und neuer Standort in Tolleson, Arizona, werden fortgesetzt
- Langsame Ausweitung des Prime-Air-Angebots, bedingt durch regulatorische Fragen
Aus für Kalifornien
Die 3500 Einwohner zählende Stadt Lockeford in Mittelkalifornien war nach College Station, Texas, der zweite Drohnenstandort des Unternehmens in den USA. Der Prime-Air-Betrieb wurde dort im Juni 2022 gestartet. Wie das Unternehmen mitteilte, würden den Kunden in der Region ab sofort nur noch andere Lieferoptionen zur Verfügung stehen.Amazon führte nicht weiter aus, welche Gründe genau zu der Entscheidung führten. Es hieß lediglich: "Wir bieten allen derzeitigen Mitarbeitern Möglichkeiten an anderen Standorten und werden die Kunden in Lockeford weiterhin mit anderen Liefermethoden bedienen. Wir möchten uns bei der Gemeinde für ihre Unterstützung und ihr Feedback in den letzten Jahren bedanken", hieß es.
Das Aus an dem Standort schlägt sich erst einmal nicht auf die sonstigen Aktivitäten im Rahmen des Drohnenprogramms nieder. Die Lieferungen in Texas werden fortgesetzt, ebenso wie die eines neuen Standorts in Tolleson, Arizona, der noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen soll. Tolleson, eine Stadt mit knapp über 7000 Einwohnern, liegt im Maricopa County, im westlichen Teil des Großraums Phoenix.
Ausbau sehr langsam
Amazon hatte einige Hoffnungen in das Prime-Air-Angebot gesetzt. Immerhin ermöglicht der Service eine kurzfristige Lieferung von Waren unabhängig von der Personal- oder Verkehrslage: Produkte, die im lokalen Drohnenstützpunkt vorrätig sind, sollten binnen maximal einer Stunde beim Kunden eintreffen.Die Ausweitung des Angebots geht aber nur sehr langsam voran, was zum Teil auf regulatorische Fragen zurückzuführen ist. Denn ein aktiver Drohnenbetrieb muss vor allem im Luftraum über den Städten sehr genau in die Flugsicherung einbezogen werden. Es scheint, dass Tolleson daher die einzige Erweiterung des Dienstes in diesem Kalenderjahr sein wird und weitere Standorte frühestens 2025 dazukommen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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