Für Stalker und andere: Spy Pet scannt in großem Stil Discord-Server
Ein Onlinedienst namens Spy Pet hat seit einiger Zeit massiv Daten von Discord-Servern abgegriffen. Diese werden teilweise automatisch analysiert. Der Zugang zu den Informationen wird dann gegen eine Gebühr an alle möglichen Interessenten weiterverkauft.
Mit Spy Pet können Dritte, darunter Stalker oder möglicherweise die Polizei, bestimmte Nutzer ausfindig machen und sehen, welche Nachrichten sie auf verschiedenen Servern gleichzeitig gepostet haben, berichtet das US-Magazin 404media. Um entsprechende Abfragen tätigen zu können, muss man Credits erwerben. Diese bekommt man ausschließlich gegen verschiedene Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Monero.
Gegen die Mindestgebühr von umgerechnet 5 Dollar bekommt man 500 Credits. Bereits für 10 Credits ist eine Auskunft über die Aktivitäten eines einzelnen Nutzers zu bekommen. Hier erhält man dann eine Übersicht über die letzten Nachrichten des Users inklusive des genutzten Servers und eines Zeitstempels. Diese können auch als CSV-Datei exportiert werden. Die Plattform bedient bei Bedarf aber auch besondere Interessen - wie beispielsweise einen Vollzugriff auf die Daten für das KI-Training.
"Ich mag es, zu scrapen, zu archivieren und mich selbst herauszufordern", erklärte der Schöpfer der Plattform gegenüber 404media. "Discord ist im Grunde der heilige Gral des Scrapings, denn Discord versucht alles, um Scraping zu bekämpfen." Das Sammeln der Informationen ist auf jeden Fall ein Verstoß gegen die Discord-AGB, vielleicht auch gegen Datenschutzgesetze.
Siehe auch:
Analyse über 4 Mrd. Nachrichten
Nach aktuellem Stand haben die Betreiber Spy Pets über 4 Milliarden Nachrichten von 628 Millionen Nutzern auf über 14.000 Discord-Servern abgegriffen. Dadurch ermöglicht das Angebot es beispielsweise, alle Nachrichten eines Discord-Nutzers anzusehen, auch wenn diese auf verschiedensten Servern veröffentlicht wurden. Das ist normalerweise nicht möglich.Mit Spy Pet können Dritte, darunter Stalker oder möglicherweise die Polizei, bestimmte Nutzer ausfindig machen und sehen, welche Nachrichten sie auf verschiedenen Servern gleichzeitig gepostet haben, berichtet das US-Magazin 404media. Um entsprechende Abfragen tätigen zu können, muss man Credits erwerben. Diese bekommt man ausschließlich gegen verschiedene Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Monero.
Gegen die Mindestgebühr von umgerechnet 5 Dollar bekommt man 500 Credits. Bereits für 10 Credits ist eine Auskunft über die Aktivitäten eines einzelnen Nutzers zu bekommen. Hier erhält man dann eine Übersicht über die letzten Nachrichten des Users inklusive des genutzten Servers und eines Zeitstempels. Diese können auch als CSV-Datei exportiert werden. Die Plattform bedient bei Bedarf aber auch besondere Interessen - wie beispielsweise einen Vollzugriff auf die Daten für das KI-Training.
Projekt ist nicht legal
Spy Pet sammelt allerdings längst nicht von allen Servern Informationen ein. Nach welchen Kriterien hier ausgewählt wird, ist unklar. Es gibt auch keine Hinweise, dass private Nachrichten von der Sammlung betroffen sein könnten. Somit kommt man hier bei Bedarf vor allem bequem an Informationen, die sich mit einigem eigenem Aufwand auch anders herausfinden ließen."Ich mag es, zu scrapen, zu archivieren und mich selbst herauszufordern", erklärte der Schöpfer der Plattform gegenüber 404media. "Discord ist im Grunde der heilige Gral des Scrapings, denn Discord versucht alles, um Scraping zu bekämpfen." Das Sammeln der Informationen ist auf jeden Fall ein Verstoß gegen die Discord-AGB, vielleicht auch gegen Datenschutzgesetze.
Zusammenfassung
- Spy Pet greift Daten von Discord-Servern ab
- Zugriff auf Informationen wird gegen Gebühr verkauft
- Über 4 Milliarden Nachrichten von 628 Mio. Nutzern betroffen
- Ermöglicht Einsicht in Nutzeraktivitäten auf verschiedenen Servern
- Credits für Abfragen nur gegen Kryptowährungen erhältlich
- Mindestgebühr von 5 Dollar für 500 Credits
- Plattform wählt Server ohne bekannte Kriterien für Datensammlung
- Schöpfer sieht Discord als Herausforderung für Scraping
- Verstoß gegen Discord-AGB und möglicherweise Datenschutzgesetze
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