Copilot vom Office of Cybersecurity als "Risiko für die Nutzer" eingestuft

Der US-Kongress folgt einer Empfehlung der Sicherheitsbehörden und hat es seinen Mitgliedern untersagt, Microsoft Copilot zu verwenden. Die Daten seien nicht sicher genug. Microsoft scheint dem zuzustimmen und entwickelt daher eine spezielle Version für die Regierung.
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Gesetzgeber regeln KI-Nutzung

Auf dieser Seite des Atlantiks hat die Europäische Union bereits Regeln und Vorschriften für den Gebrauch von künstlicher Intelligenz aufgestellt. Auf der anderen Seite der Welt versucht die US-Regierung ebenfalls einen Kurs zu finden, um mit den Möglichkeiten, aber auch den Risiken der bereits an etlichen Stellen verbauten neuen Technologie umzugehen.

US-Kongress verbietet Copilot

Vor allem die Gefahr hinsichtlich Daten, die in die falschen Hände gelangen könnten, hat nun zu einem Verbot geführt. Denn laut Axios soll es der amerikanische Kongress jetzt allen seinen Mitgliedern verboten haben, Microsofts KI-Assistenten Copilot auf offiziellen von der Institution ausgegebenen Geräten zu benutzen.


"Die Microsoft Copilot-Anwendung wurde vom Office of Cybersecurity als Risiko für die Nutzer eingestuft, da die Gefahr besteht, dass Daten des Parlaments an nicht vom Parlament genehmigte Cloud-Dienste weitergegeben werden", teilte Chief Administrative Officer Catherine Szpindor in der neuen an die Mitglieder ausgegebenen Richtlinie mit. Demnach wird Copilot demnächst "von allen Windows-Geräten des Hauses entfernt und blockiert".

Spezielle Versionen für Behörden in Planung

Microsoft selbst scheint sich schon länger darüber im Klaren zu sein, dass viele ihrer Anwendungen aus Sicht des Datenschutzes nicht für Regierungsorganisationen und ihre Angestellten geeignet sind. Schließlich arbeitet das Unternehmen laut FedScoop schon seit Oktober letzten Jahres an speziellen Anwendungen und Funktionen mit künstlicher Intelligenz, die einen besonderen Fokus auf Sicherheit legen. Infografik Künstliche Intelligenz: Die größten Befürchtungen bezüglich KIKünstliche Intelligenz: Die größten Befürchtungen bezüglich KI "Wir sind uns bewusst, dass Behörden höhere Sicherheitsanforderungen an ihre Daten stellen", sagte ein Microsoft-Sprecher gegenüber Axios. "Deshalb haben wir eine Roadmap mit Microsoft-KI-Tools wie Copilot angekündigt, die die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen von Bundesbehörden erfüllen und noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen."

Sicherlich würden auch viele private Nutzer ein höheres Maß an Sicherheit für ihre Daten bei der Nutzung von Microsofts KI-Anwendungen begrüßen. Die Tatsache, dass der Konzern aber ein spezielles Programm mit Anwendungen für die Regierung aufstellt, macht es eher unwahrscheinlich, dass auch normale Nutzer in den Genuss von Versionen mit erhöhter Privatsphäre kommen.

Zusammenfassung
  • EU hat schon KI-Regeln, USA sucht auch nach Lösungen
  • US-Kongress verbietet Mitgliedern Nutzung von Microsofts Copilot
  • Copilot könnte Daten an nicht genehmigte Dienste senden
  • Microsoft entwickelt sichere KI-Versionen für Behörden
  • Azure OpenAI Service bietet isolierte Nutzung für Regierungen
  • Viele private Nutzer wünschen sich mehr Datenschutz bei KI-Anwendungen

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